Weißwand (3017 m)

Bis zur Hütte gute Bergwege in teilweise steilem Gelände; beim Übergang – in wirklich grandioser Bergwelt – dann ausgesetzte Querung an der Weißwand, im letzten Anstieg über den Südgrat zum Gipfel nur Steigspuren mit ein wenig Schrofenkletterei, dort jedoch nicht ausgesetzt (Autor: Dieter Seibert)
12 km
1550 m
8.00 h
Zur Tribulaunhütte (2.45 Std.).
Hinter dem Parkplatz über den Pflerschbach und bei der nahen Verzweigung rechts. Rasch über die üppig bewachsenen Hänge hinauf ins freie Gelände, wo der Blick umfassender und großartiger wird. Nach rechts unter rundgeschliffenen Felsen hindurch, dann über den hohen Steilhang zu einer Geländekante und flach zur Tribulaunhütte (2369 m) am Fuß wilder Felswände und nahe dem großen Sandessee.
Auf die Weißwand (2.30 Std.).
Von der Tribulaunhütte auf breitem Weg Richtung Sandesjöchl über Gras und Gletscherschliffe in ein Hochkar mit Wegverzweigung. Links über eine Stufe, dann flach in den innersten Winkel des Kares, anschließend steiler gegen den Grat empor, südlich unter dem Hohen Zahn (2924 m) hindurch und etwas abwärts in die folgende Scharte. Über den Grat an das wild zerrissene Massiv der Weißwand mit ihrer eindrucksvollen Nordwand. Querung auf gutem Steig über das ausgesetzte Band (bei Schnee gefährlich) zum Südgrat. Neben der Kante auf Steigspuren im hellen Kalkschutt und über festen Fels auf den Gipfel (3017 m).
Abstieg über die Magdeburger Hütte (3 Std.).
Zurück zum querenden Weg und rechts durch die bald sehr steilen Hänge etwas rutschig über die auffallend bunte Trümmerhalde hinab ins Kar. Auf die andere Karseite und – nun in kristallinem Gestein – quer durch die meist grünen Hänge mit malerischen Gletscherschliffen zur Wegverzweigung. Eventuell Abstecher von ein paar Minuten zum reizvollen Stubensee und zur Magdeburger Hütte in schönster Aussichtslage. Dann kurzweiliger Abstieg in meist freiem Gelände zurück zum Parkplatz.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1550 m
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
StartortSt. Anton im Pflersch (1245 m), der kleine Hauptort des Pflersch- Tales, das gewaltig vom Pflerscher Tribulaun (3096 m) überragt wird
AusgangspunktAn St. Anton vorbei und auf schmaler Straße südlich über dem Bach talein zum Hüttenparkplatz (1470 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDie Weißwand, ein fein zugespitztes Felsdreieck, trägt ihren Namen mit vollem Recht. Dem aus dunklen Gneisen bestehenden Massiv ist eine Kappe aus Kalk aufgesetzt, der ganz auffallend hell leuchtet. Etwas hinter dem ungemein wilden, die ganze Region beherrschenden Pflerscher Tribulaun (3096 m) gelegen, fällt die Weißwand, obwohl sie ein durchaus selbstständiger und mächtiger Berg ist, wenig ins Auge. Auch die Stützpunkte der Region, wie die Magdeburger Hütte, kennen – trotz der Panoramalage – nur wenige. Dabei handelt es sich hier um eine besonders imposante Landschaft und um eine Tour voller Spannung, Überraschungen und ungewöhnlicher Nah- und Fernblicke.
Hinweise
Siehe Tour 10 in Karte.
KartentippAV-Karte, Blatt 31/3 (Brennerberge)
VerkehrsanbindungVom Brenner oder von Sterzing auf der Staatsstraße nach Gossensass und von dort nach Westen ins Pflerschtal (10 km)
Höchster Punkt
Weißwand (3017 m)
Unterkunft
Tribulaunhütte (2369 m), CAI, 50 Schlafplätze, Tel. - 0472/632470

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