Weilheimer Hütte, 1955 m

Mittelschwere Tour, die durch den Wechsel von Auf und Ab ganz schön in die Knie geht; vor allem das letzte Steilstück erfordert Kondition (Autor: Martina Gorgas)
17 km
1313 m
5.00 h
Aufstieg zur Hütte Der bequemste Aufstieg zur Weilheimer Hütte setzt voraus, dass man mit der Wankbahn bis zur Bergstation fährt. Von dort wandert man über den Eckenberg hinunter zur Frauenmahd und weiter zum Berggasthof Esterbergalm, den man nach einer guten Stunde erreicht. Ab jetzt geht es kontinuierlich und in vielen Kehren steil bergauf, anfangs auf breitem Weg, später auf schmalem Steig und durch Geröll (besonders das letzte Stück vor der Hütte hat es in sich!).Variante: Anstieg zur Hütte ab Oberau Wen rund 1300 Höhenmeter Aufstieg nicht abschrecken, der kann die Weilheimer Hütte auch von Oberau (651 m) aus erreichen; für diese recht anspruchsvolle Tour sollte man aber eine gute Kondition und Trittsicherheit mitbringen (Aufstieg insgesamt ca. 3 Std.). Zum Start der Wanderung fährt man in Oberau am Bahnhof vorbei, überquert die Loisach und gelangt dann links zum Wanderparkplatz.Hüttenwirte aus Passion Für das freundliche Paar Martina und Christian ist mit der Betreuung der Weilheimer Hütte ein Traum in Erfüllung gegangen: Weil sie oft in den Bergen unterwegs und somit auch auf Hütten waren und die gemütliche Atmosphäre dort schätzten, bewarben sie sich kurzerhand, als ein neuer Wirt für die Weilheimer Hütte gesucht wurde. Inzwischen sind sie schon seit dem Jahr 2000 dort oben, mittlerweile mit ihren beiden Kindern, und betreiben die Hütte mit viel Engagement und Herzlichkeit.Kräftige Erbsensuppe und Paprikagulasch Ein Erlebnis war es durchaus, die Weilheimer Hütte am Saisonanfang zu besuchen – denn wir mussten noch Ende Mai die letzte Stunde zur Hütte durch teils tiefen Schnee stapfen! Dafür wurden wir von den noch wenigen Gästen und den freundlichen Wirtsleuten Martina und Christian überschwänglich begrüßt. Und nach einem Teller kräftiger Erbsensuppe mit Würstchen und Speck erwachten die Lebensgeister schnell wieder.Lecker sah auch das Paprikagulasch aus, ein weiterer Klassiker der überschaubaren Speisekarte. Das Fleisch und den Speck kauft Martina beim Metzger in Oberau, der Käse auf dem Brotzeitbrettl stammt von der Schaukäserei in Ettal und das Brot und den Nusszopf bezieht sie aus Partenkirchen.Nussecken von der Oma Absoluter Renner sind die Nussecken und der Rotweinkuchen, beides nach Omas altem Familienrezept gebacken. Den Wirtsleuten ist es wichtig, alles frisch und möglichst mit Produkten aus der Region zuzubereiten – dafür nehmen sie gern etwas höhere Preise und den mühsamen Transport zur Hütte in Kauf. Ihre Gäste danken es ihnen, indem sie gerne wieder-kommen!

Aufstieg 3 Std., Abstieg 2.30 Std.; insgesamt 5.30 Std. (ab Bergstation Wankbahn)

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied1313 m
Dauer5.00 h
AusgangspunktGarmisch-Partenkirchen (700 m)
TourencharakterViele Wege führen zur urigen Weilheimer Hütte: Je nach Kondition bieten sich die Aufstiege ab Krün, Wallgau und Eschenlohe an; kürzer geht man ab Farchant, Oberau und Garmisch-Partenkirchen.
Hinweise
Aus der Hüttengeschichte Bereits im Jahr 1887 wurde von der DAV-Sektion Weilheim die Almhütte am Krottenkopf gekauft, die Vorgängerin der heutigen Hütte. Ein wichtiger Schritt war 1970 der Bau der Materialseilbahn, was eine wesentliche Erleichterung für die Bewirtschaftung brachte. In den vergangenen Jahren wurden u. a. eine biologische Klär- und eine Solaranlage zur Warmwassererzeugung eingebaut. Aufstieg zum Krottenkopf, 2086 m Nach einer stärkenden Einkehr auf der Weilheimer Hütte empfiehlt sich auf jeden Fall der Aufstieg zum Krottenkopf, der in knapp 30 Min. von der Hütte zu erreichen ist. Die Fernsicht vom Gipfel in alle Himmelsrichtungen ist fantastisch! Wer auf der Weilheimer Hütte übernachtet, sollte das frühe Aufstehen nicht scheuen, um den Sonnenaufgang vom Gipfel des Krottenkopfs aus genießen zu können.
KartentippUKL 31 Werdenfelser Land, 1:50 000; TKU 5; TKL 853; FB 1:50 000, WK 322
VerkehrsanbindungAuto: Auf der A 95 München–Garmisch bis zum Autobahnende, dann weiter in Richtung Partenkirchen. Am Ortseingang von Garmisch-Partenkirchen nach links in die Münchner Straße, dann nochmals links und der Ausschilderung zur Wankbahn folgen. An der Talstation der Bahn großer Parkplatz n Zug: Bahnlinie München–Garmisch-Partenkirchen, vom Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen mit dem Bus zur Wankbahn
Tipps
Wer bereits im Mai zur Weilheimer Hütte aufsteigen möchte, sollte sicherheitshalber vorher beim Hüttenwirt nachfragen, ob im oberen Wegstück noch Schnee liegt bzw. welcher Aufstieg schon möglich ist. Weitere Anregungen für Touren und Aktivitäten rund um die Weilheimer Hütte gibt’s unter www.dav-weilheim.de/WMHuette Omas Nussecken Zutaten für 1 Blech Für den Teig: 300 g Mehl 1 TL Backpulver 130 g Zucker 1 Pck. Vanillezucker 2 Eier 130 g Butter Für den Belag: 125 g Aprikosenmarmelade 200 g Butter 4 EL Wasser 200 g Zucker 1 Pck. Vanillezucker 400 g gemahlene Haselnüsse Den Backofen auf 180 °C vorheizen. In einer Schüssel das Mehl mit Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Eiern und Butter vermischen. Den Mürbeteig auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausrollen und mit der Aprikosenmarmelade bestreichen. Butter, Wasser, Zucker und Vanillezucker in einem Topf langsam erwärmen und die gemahlenen Haselnüsse unterrühren. Die Masse etwas abkühlen lassen und auf der Aprikosenmarmelade verteilen. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen 20–30 Min. backen. Auskühlen lassen, dann in kleine Quadrate schneiden und diese mit einem schrägen Schnitt halbieren – fertig sind die Nussecken.
Unterkunft
Weil- heimer Hütte, Tel. 0170/ 270 80 52, www.dav-weilheim.de/WMHuette n Hüttenwirte: Martina und Christian Weierman n Öffnungszeiten: Mitte Mai bis Mitte Oktober n Schlafplätze: 10 Zimmerlager, 56 Matratzenlager

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