Wege zur Roten Flüh, 2108 m

Der bekannteste der Tannheimer Gipfel Breite, sehr viel begangene, trotzdem etwas holperige Wege zur Hütte, alpine Steige auf die Rote Flüh mit einer leicht felsigen Passage (Drahtseile). (Autor: Dieter Seibert)
12 km
1000 m
5.00 h
Über das Gimpelhaus auf die Rote Flüh (2108 m) Vom Parkplatz wandern wir empor zu einem quer laufenden Sträßchen. Auf ihm geht es etwa 1 km nach Osten, dann auf dem Hüttenweg rasch aufwärts zum Bergfuß und Waldrand. Nun führen viele Serpentinen durch den Hochwald in teilweise recht steilem Gelände weit empor zum Gimpelhaus (1659 m) in herrlicher Terrassenlage. Von der Hütte steigen wir auf dem oberen Weg schräg aufwärts in eine grüne Hochmulde. Beim Wegkreuz biegen wir links ab ins obere Kar am Fuß der sehr eindrucksvollen, bei den Kletterern beliebten Südwände des Gimpels (2173 m); auch hier geht es wieder links über Geröll und einen Grashang in die Judenscharte, die zwischen ihm und der Roten Flüh scharf eingekerbt ist. Links des Grates steigen wir um eine Felsecke und über eine kurze Plattenstufe mit Drahtseil. Durch kleine Grasmulden gelangen wir auf den Gipfel der Roten Flüh mit Kreuz. Nesselwängler Scharte und Ostabstieg Von der Roten Flüh steigen wir wieder hinab zur Judenscharte und noch etwas tiefer an den Fuß der Gimpel-Südwand. Nun gehen wir entweder auf dem Herweg zurück oder entscheiden uns für folgenden Weiterweg - Unter den Wänden wandern wir ein gutes Stück nach Osten, bis sich links eine Art Felsgasse öffnet. Durch sie, die sehr reizvoll mit Türmchen und Blöcken dekoriert ist, geht es in die Nesselwängler Scharte (2007 m) mit überraschendem Blick nach Norden. Absolut Trittsichere können von dort aus die Kellenspitze, mit 2238 m der Hauptgipfel der Tannheimer Berge, in 40 Min. besteigen. Durch die Felsgasse gehen wir wieder zurück, dann links am Fuß der Südwände zu einer Geländerippe hinab und über sie ins grüne Kar unter dem Sabachjoch. Beim Wegkreuz wählen wir den rechten Steig durch die Hänge auf einen weiteren Rücken im Gelände und gelangen auf einem erdigen Weg direkt hinab nach Nesselwängle. Mit Familie und Kindern Die Rote Flüh ist der Familienberg schlechthin: Die Route ist spritzig und abwechslungsreich – aber schon recht weit und anstrengend. Deshalb eignet sich diese Tour nur für große Kinder, denen der Berg schon wichtiger als das Spielen unterwegs ist.

Dauer - Gesamtgehzeit 5 1/4 Std. Zum Gimpelhaus 1 1/2 Std. Von dort auf die Rote Flüh 1 1/4 Std. Direkter Abstieg 2 1/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1000 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktNesselwängle (1136 m), Ferienort im östlichen Tannheimer Tal mit markanter Bergkulisse; Wanderparkplatz (1140 m) vor dem westlichen Ortsrand.
TourencharakterIn den gesamten Allgäuer Alpen gibt es keine zweite Region mit so eindrucksvollen Kletterwänden wie im Reich der Roten Flüh, die sich im großflächigen Haldensee spiegelt. Die 220 Schlafplätze im Gimpelhaus zeigen, wie beliebt dieser Bergwinkel ist – und zwar ebenso bei den Kletterern wie bei den Bergwanderern. Letztere bekommen ausgesprochen viel zu sehen (können auch den Kletterern etwa am Gimpel-Westgrat zuschauen), sind sie doch in einer imponierenden Felslandschaft unterwegs. Ein Besuch der Nesselwängler Scharte rundet diese ebenso großartige wie beliebte Tour ab.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & Berndt 1 - 50000, Blatt WK 352 Ehrwald, Lermoos–Reutte, Tannheimer Tal.
VerkehrsanbindungEntweder durch das Lechtal nach Weißenbach und auf der Gaichtpass-Straße nach Nesselwängle oder dorthin durchs Tannheimer Tal. Buslinien von Sonthofen und Reutte.
GastronomieGimpelhaus (1659 m), privat, 220 Schlafplätze, Tel. 0043/5675/8251.
Höchster Punkt
Rote Flüh (2108 m)
Unterkunft
Wie Einkehr.
Tourismusbüro
Infobüro Nesselwängle, Haus Nr. 74, A-66732 Nesselwängle, Tel. 0043/ 5675/8271, E-Mail: info@tannheimertal.com.
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