Watzmannhaus – Falzsteig – Kührointhütte

Unschwierige, jedoch lange Tour, die Ausdauer verlangt; am Falzsteig ist Trittsicherheit erforderlich. (Autor: Gerlinde Witt)
16 km
1360 m
7.00 h
Der Anstieg zum Watzmannhaus (1928 m) beginnt im Wimbachtal bei der Wimbachbrücke.
Hinterm Gasthof entweder gleich hinter der Brücke links den Weg (441) einschlagen, der als Forststräßchen Richtung Stubenalm verläuft, oder entscheiden, ob man das erste Wegstück mit einem landschaftlichen Glanzpunkt beginnt und den kleinen Umweg durch die Klamm (siehe Tour 1) nimmt und dann erst bei der Wegverzweigung hinter der Klamm nach links (Brücke) zum Hüttenanstiegsweg (hier noch Forststraße) hinüberquert. Bald wendet sich das Sträßchen nach links; und an dieser Stelle zweigt der Watzmannhausweg rechts ab. Jetzt geht's in weiten Kehren teils recht steil hinauf zur Stubenalm (1160m). Von dort leitet der Weg stetig ansteigend über die Mitterkaser-Diensthütte zur Mitterkaseralm (1420m, Sommerwirtschaft), ab wo man beim Weiterweg einen schönen Blick auf das steil aufragende Horn des Kleinen Watzmann mit seiner schrägen Westwand hat. Hier wird der Weg zum Steig und führt in vielen Kehren zur landschaftlich herrlich gelegenen Falzalm (etwa 1625m) hinauf.
Nun weiter am Osthang des Falzköpfls in Serpentinen empor zum Watzmannhaus, das – weithin sichtbar – ausgesprochen exponiert auf dem Falzköpfl-Felssporn steht und einen traumhaften Ausblick gewährt.
Der Rückweg kann auf dem Hinweg erfolgen. Wir wählen hier jedoch für den Abstieg den anspruchsvolleren Weiterweg zur Kührointalm.
Abstieg vom Watzmannhaus auf der Anstiegsroute Richtung Falzalm. Von da auf dem gut gesicherten Falzsteig (442) weiter abwärts und ins Gelände unter die Felsausläufer des Watzmann-Hochecks. Bald durch ein lichtes Lärchenwäldchen und vorbei am Wasserbehälter gelangt man zur Kührointhütte (1420m). Von dort teils auf Pfad, teils auf Forststräßchen (Wegweiser und Markierungen beachten) weiter abwärts über Schapbachalm zur Schapbach-Holzstube.
Ab hier weiter dem bequemen Forstweg folgen (nicht mehr Weg 444, der zur Stubenalm ansteigt, bzw. ins Tal nach Schönau führt) bis zur Wimbachbrücke.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied1360 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWimbachbrücke, Schönau/Au.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterEtwas kleiner, aber dafür höher als der benachbarte Hochkalter ist der Watzmann. Der Watzmann war ein grausamer König, der mit Frau und Kindern zu Stein erstarrte – so erzählt die Sage – und wenn vom Watzmann die Rede ist, handelt es sich nicht um einen Einzelberg, sondern um eine Berggruppe.
Im von Nordost nach Südwest verlaufenden Hauptkamm befinden sich die Gipfel Watzmann-Hocheck (2651m), -Mittelspitze (2713m) und -Südspitze (2712m), wovon nur das unschwierigere Hocheck sich Wanderern erschließt (siehe Tour 6). Von der Mittelspitze verläuft ein Seitenkamm in östlich-nordöstlicher Richtung mit den fünf »Kindern« (das größte mit 2270m die Watzmann-Jungfrau) und dem Kleinen Watzmann (2307m, Watzmann-Frau). Gibt es zum Erreichen der Zugspitze jede Menge Aufstiegshilfen, so muss man sich den Watzmann komplett zu Fuß erobern.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte Nationalpark Berchtesgaden 1:25000
MarkierungenGute Wegmarkierung (Anstieg 441; Rückweg 441, 442, Forstweg, 441)
VerkehrsanbindungBushaltestelle (von/nach Berchtesgaden Bahnhof); PKW-Anfahrt über die B 305 von Berchtesgaden bzw. Ramsau (Parkplatz Wimbachbrücke).
GastronomieGasthof Wimbachbrücke, Mitterkaseralm (einfache Bew. zur Weidezeit), Watzmannhaus, Kührointhütte.
Tipps
Das Watzmannhaus. Das ursprüngliche Watzmannhaus entstand bereits 1887/88. Seitdem wurden etliche Umbauten, Erweiterungen und Modernisierungen vorgenommen. Es ist mit modernster Solarenergie bestückt. Als Bergsteigerstützpunkt dient es hauptsächlich für die Ersteigung und Überschreitung des Watzmanns. Der wohl prominenteste Hüttenwirt war von 1888 bis 1905 der Einheimische Johann Grill (der Kederbacher), der Erstbegeher der berühmt-berüchtigten Watzmann-Ostwand.
Unterkunft
Watzmannhaus (1928m, DAV-Sektion München); bewirtschaftet (witterungsabhängig) Mitte Mai bis Mitte Oktober; 180 Schlafplätze (verteilt auf Räume mit 2, 4 und 6 Betten sowie Matratzenlager mit 6 bis 36 Schlafplätzen); Tel./Fax (Hütte) 08652/964222 (Anmerkung: im Hochsommer ist die Hütte bei Schönwetter oft überfüllt: Bitte Übernachtungen daher immer voranmelden. Die für Kinder geeignete Hütte sollte jedoch mit diesen nicht unbedingt in der Hochsaison besucht werden.) Kührointhütte (1420m, privat); bewirtschaftet Anf. Juni bis Ende Oktober; 19 Schlafplätze; Tel. (Hütte) 0171/353?33?69. Talunterkünfte: Gasthöfe und Hotels in Ramsau, Schönau und Königssee. Nächste Campingplätze: Simonhof am Taubensee-Ramsau, Tel. 08657/284. Grafenlehen in Königssee-Schönau, Tel. 08652/4140, www.camping- grafenlehen.de; Mühlleiten, Tel. 08652/4584, www.camping-muehlleiten.de
Tourismusbüro
Kurdirektion des Berchtesgadener Landes, Berchtesgaden, Tel. 08652/9670, Fax 08652/967400, www.berchtesgadener-land.com; Tourist-Information Schönau, Tel. 08652/1760, Fax 08652/4050, www.koenigssee.com; Kurverwaltung Ramsau, Tel. 08657/988920, Fax 08657/772.

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