Watzmann-Hocheck

Anspruchsvolle, etwas anstrengende Bergtour im Felsgelände; absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Voraussetzung; eine ausgesetzte Passage (ca. 10m hohe Felsstufe) ist mit Drahtseilen gesichert. (Autor: Gerlinde Witt)
Man sollte diese Tour nicht unterschätzen: Sie ist teilweise recht ausgesetzt und verlangt sehr gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Vom Watzmannhaus auf schmalem Pfad (441) in Südwestrichtung anfänglich noch mäßig steil aufwärts. Dann in Kehren auf schrofigem Steig bis unter die Hocheckschulter. Ein Steilaufschwung (Hochstieg) wird an Sicherungen überwunden. Wer an dieser Schlüsselstelle Probleme hat und sich überfordert fühlt, sollte besser umkehren. Danach immer westlich der Gratlinie entlang über Schrofen und Geröll zum Gipfel mit seinem kleinen, schönen Gipfelkreuz und der kleinen an den Fels gelehnten Unterstandshütte. Lohn für die Anstiegsmühen ist die grandiose Gipfelschau über weite Teile der östlichen Nordalpen und der eindrucksvolle Blick auf den nächsten Gipfel, die wild ausschauende Watzmann-Mittelspitze. Der Rückweg erfolgt auf dem Anstiegsweg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied740 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWatzmannhaus (1928m) – siehe Tour 5.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDas Hocheck (2651m) ist von den Watzmanngipfeln der am einfachsten ersteigbare. Eine Hocheckbesteigung kann durchaus mit der auf die Zugspitze konkurrieren. Und weil das nicht wenige Bergfreunde so sehen, sind bei Schönwetterphasen im Hochsommer oft wahre Hundertschaften zwischen Hütte und Gipfel unterwegs. Nicht zu reden, dass die meisten die Nacht zuvor zusammengepfercht auf der Hütte verbringen mussten. Trotzdem ist es ratsam, vor dem Gipfelanstieg auf dem Watzmannhaus zu übernachten, um mit neuer Kraft in der Frühe loszugehen. Die durchschnittliche Gehzeit (2:30 Std. für den Anstieg und knapp 1:45 Std. für den Abstieg) kann sich jedoch durch langsame oder unsichere Geher, die Staus verursachen, erheblich verlängern.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte Nationalpark Berchtesgaden 1:25000.
MarkierungenGut sichtbare Wegmarkierung (Weg 441).
VerkehrsanbindungBushaltestelle (von/nach Berchtesgaden Bahnhof); PKW-Anfahrt über die B 305 von Berchtesgaden bzw. Ramsau (Parkplatz Wimbachbrücke).
GastronomieWatzmannhaus.
Unterkunft
Watzmannhaus (1928m, DAV-Sektion München); bewirtschaftet (witterungsabhängig) Mitte Mai bis Mitte Oktober; 180 Schlafplätze (verteilt auf Räume mit 2, 4 und 6 Betten sowie Matratzenlager mit 6 bis 36 Schlafplätzen); Tel./Fax (Hütte) 08652/964222. (Anmerkung: im Hochsommer ist die Hütte bei Schönwetter oft überfüllt: Bitte Übernachtungen daher immer voranmelden. Die für Kinder geeignete Hütte sollte jedoch mit diesen nicht unbedingt in der Hochsaison besucht werden.)
Tourismusbüro
Kurdirektion des Berchtesgadener Landes, Berchtesgaden, Tel. 08652/9670, Fax 08652/967400, www.berchtesgadener-land.com; Tourist-Information Schönau, Tel. 08652/1760, Fax 08652/4050, www.koenigssee.com; Kurverwaltung Ramsau, Tel. 08657/988920, Fax 08657/772.

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