Wank und Esterbergalm

Der Abstieg zur Alm vollzieht sich auf guten Bergsteigen, die allerdings Trittsicherheit erfordern. Der Weiterweg von der Alm ins Tal verläuft dann auf einer eher Forststraße ohne Schwierigkeiten. (Autor: Heinrich Bauregger)
12 km
1251 m
2 h
Der Wank gilt als vorzüglicher Aussichtsberg. Von Garmisch-Partenkirchen per Seilbahn mühelos erreichbar, breitet sich am Gipfel für den Betrachter ein großartiges Panorama aus - Zugspitze und Alpspitze, der Jubiläumsgrat, die Waxensteine, die Dreitorspitzen. Eines der prachtvollsten Schaustücke in den deutschen Alpen. Wendet man sich dann vom Gipfel nordwärts, steigt man hinab zur Esterbergahn, dann verliert der Tag an optischer Wucht, gewinnt an sanfter Voralpenidylle. Eine Bergwanderung bergab.
Die Kleinkabinenbahn bringt bequem hinauf zum Wank. Tausend Höhenmeter in wenigen Minuten. Ein Lob der Faulheit. Aber für die hier beschriebene Bergwanderung ist uns die Seilbahn gerade recht. Schon steht man also oben am Wank, 1780 Meter hoch, genießt die Ausblicke in die Bergwelt und die Einblicke in so manches alpine Geheimnis des Wettersteingebirges. Bei guter Thermik kann man von hier etliche Drachenflieger und Gleitschirmsegler beim Starten beobachten. Es kostet Überwindung, sich loszureißen und die Wanderung zu beginnen. Denn es dauert nicht lange und die Eindrücke wandeln sich grundlegend. Vom Wankhaus führt ein Weg (markiert W3) in nordwestlicher Richtung erst dem Bergrücken folgend, dann zur Esterbergalm hin abfallend, in eine andere Welt: Es dominiert nicht mehr der hochalpine Eindruck, man spürt, hier sind noch Voralpen, denen der große Ernst der felsigen Wettersteinberge fehlt. Je weiter man absteigt, desto mehr hält sich der Weg in östlicher Richtung. Nach etwa einer Stunde und 500 hinabgewanderten Höhenmetern trifft man auf den breiten Weg, der von Partenkirchen zur Esterbergalm, 1264 m, führt. Ihm folgen wir ein paar Minuten in östlicher Richtung, dann erreichen wir die ganzjährig bewirtschaftete Alm, die als ein Relikt aus alter Zeit zu uriger Brotzeit lädt. Alles ist hier geboten, was das Herz begehrt: eine einladende Alm samt dazugehöriger Kapelle, eine schöne Aussicht und das Gefühl, sämtliche Zeit der Welt zu haben. Und wieder fällt es schwer, sich loszureißen. Doch der Weg hinab nach Partenkirchen will schließlich noch gegangen sein. Breit angelegt, zum Teil asphaltiert, oft aussichtsreich und immer angenehm führt er zur unbedingt sehenswerten Wallfahrtskirche St. Anton und zurück zur Talstation der Wankbahn.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1251 m
Dauer2 h
Schwierigkeit
StartortGarmisch-Partenkirchen
AusgangspunktWankbahn, Talstation
EndpunktWankbahn, Talstation
TourencharakterDer Abstieg zur Alm vollzieht sich auf guten Bergsteigen, die allerdings Trittsicherheit erfordern. Der Weiterweg von der Alm ins Tal verläuft dann auf einer eher Forststraße ohne Schwierigkeiten.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000 Werdenfelser Land (BLVA).
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der Autobahn von München nach Garmisch und zum Ortsteil Partenkirchen, Parkplatz bei der Talstation der Wankbahn.
GastronomieWankhaus, 1780 m, bewirtschaftet von Weihnachten bis Ostern und von Anfang Mai bis Mitte November. Esterbergalm, 1264 m, ganzjährig bewirtschaftet.
Höchster Punkt
Wank, 1780 m

Buchtipp

Heinrich Bauregger

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