Hüttenwandern in den Bayerischen Alpen

Wanderwege zum Wankhaus

Das Wankhaus – auch als Alois-Huber-Haus bekannt – gehört zu den wenigen Unterkunftshütten in den Bayerischen Alpen, die direkt auf einem Gipfel stehen. Erbaut wurde die Hütte, von der aus man angeblich über 400 Alpengipfel zählen kann, im Jahre 1911. (Autor: Heinrich Bauregger)
6 km
680 m
3.00 h
Das Wankhaus – auch als Alois-Huber-Haus bekannt – gehört zu den wenigen Unterkunftshütten in den Bayerischen Alpen, die direkt auf einem Gipfel stehen. Erbaut wurde die Hütte, von der aus man angeblich über 400 Alpengipfel zählen kann, im Jahre 1911. Initiator war der Schatzmeister und Architekt der Alpenvereinssektion Garmisch, Alois Huber. Finanziert wurde der Bau teilweise aus den Einnahmen der Höllentalklamm. Mit dem Bau der Wankbahn war das Unterkunftshaus nicht mehr tragfähig. Über Jahrzehnte war das Wankhaus nur mehr Einkehrstelle für Tagesausflügler. Seit kurzem kann man im Wankhaus auch wieder übernachten.

Über die Esterbergalm zum Wank

Von der Talstation der Wankbahn führt ein ausgeschilderter Wirtschaftsweg über die Daxkapelle zur Esterbergalm. Noch bevor man diese erreicht, zweigt rechts der Steig (Mark.-Nr. 413) ab. Erst geht es mäßig steil durch Wald, dann in steilen Serpentinen höher und über die Hänge hinauf zum Gipfel des Wank.

Abstieg via Gschwandtnerbauer

Vom Wankhaus wandern wir auf dem Höhenweg erst in Richtung Osten zum Roßwank, dann an diesem vorbei und hinab in den Taleinschnitt (1384 m) zwischen Wank und Rotenkopf, wo wir auf den von der Esterbergalm kommenden Weg stoßen. Hier geht es rechts weiter durch den Häuslgraben hinab, bei den nächsten zwei Wegverzweigungen rechts und zum Gschwandtnerbauer (1020 m). Nach der Einkehr gehen wir etwas zurück und auf dem linken Abzweiger durch Wald zum Steinbühel (1150 m), wo wir uns am Wegweiser zur Gamshütte orientieren. Man trifft auf eine Forststraße, verlässt diese gleich wieder nach rechts und wandert in die Schalmerschlucht (kleiner Wasserfall und Antoniuskircherl). Auf dem Philosophenweg kehren wir schließlich zur Wankbahn-Talstation zurück.

Anstieg über die Gamshütte

Vom Ende der Hasentalstraße folgt man der Ausschilderung zur Gamshütte. Dort geht es weiter zur Eckenhütte (Mark.-Nr. 411), wo der Zustieg von der Wankbahn-Talstation (3a) einmündet. Weiter bergan zum Gipfel des Wank.

Von Wallgau über die Esterbergalm zum Wankhaus

Von Wallgau führt ein ausgeschilderter Wirtschaftsweg über die Finzalm zur Esterbergalm. Dort folgt man noch ein Stück dem Fahrweg in Richtung Garmisch, bis links der Steig (Mark.-Nr. 413) zum Wank abzweigt. Zunächst geht es leicht ansteigend durch Wald, dann bald in steilen kurzen Serpentinen hinauf und über die allmählich freier werdende Nordseite des Wank hinauf in die Einsenkung westlich des Ameisbergs und weiter zum Gipfel mit dem Wankhaus.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied680 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWank, über die Esterbergalm
EndpunktWankhaus
Hinweise
Dauer des Hüttenzustiegs: Von Garmisch über die Esterbergalm: 3 Std.; Abstieg über Gschwandtnerbauer: 3 Std.; Anstieg über die Gamshütte: 2 1/2 Std.; Anstieg von Wallgau: 4 1/2 Std.
Schwierigkeit: Bis zur Esterbergalm Wirtschaftswege, ansonsten überwiegend Bergwanderwege und -steige.
Rundweg: 1 Std. Schwierigkeit Almsträßchen und Bergpfad, jedoch leicht.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Werdenfelser Land (LVG).
GastronomieWeitere Hütten:
Esterbergalm, 1264 m (privat, ganzj. bew., im November geschlossen, Mi. Ruhetag).
Gschwandtnerbauer, 1020 m (priv., ganzj. bew., Mo. Ruhetag).
Gamshütte, 940 m (privat, ganzj. bew., Mo. Ruhetag).
Höchster Punkt
Wankhaus, 1780 m.
Unterkunft
Wankhaus, 1780 m (AV-Haus, Kat. II, ganzjährig bewirtschaftet, im November 2 Wochen geschlossen, 10 Betten, 24 Lager; Tel. 08821/56201).

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