Hüttenwandern in den Bayerischen Voralpen

Wanderung zur Priener Hütte im Chiemgau

Die umweltfreundliche ver- und entsorgte Hütte ist ein Vorzeigeprojekt des Alpenvereins. Es gibt kein Dieselaggregat mehr, die Energie wird mit Holz und Pflanzenöl erzeugt. Die Hütte ist das ganze Jahr über bewirtschaftet und die Küche bis 20 Uhr geöffnet. (Autor: Heinrich Bauregger)
9 km
850 m
3.00 h

Hüttenzustieg von Sachrang (oder Huben)

Vom Parkplatz am Waldrand wandern wir links den ausgeschilderten Fahrweg durch Wald hoch (der Anstiegsweg von Huben mündet etwas oberhalb auf diese Route). Obwohl dieser breite Wirtschaftsweg bis zum Unterkunftshaus führt, lässt sich der Anstieg idealerweise gut variieren. Mehrere alte Ziehwege verkürzen die weiten Schleifen des Fahrweges und machen ihn abwechslungsreicher.

Im obersten Teil der Route wird der Weg dann flacher und führt durch Weidegelände, bis die Hütte erreicht ist. Kurz vor Erreichen der Hütte kann man noch einen Schlenker nach rechts einbauen und bei der altehrwürdigen Ackernalm einkehren. Von dort aus führt dann ein Bergpfad direkt hinüber zur Priener Hütte.

Aufstieg von Ettenhausen

Der Anstieg kann natürlich mit dem Sessellift bis knapp unterhalb der Wuhrsteinalm verkürzt werden. Wer jedoch zu Fuß gehen will, benutzt den gesperrten Fahrweg (Mark.-Nr. 208), der von der Talstation in Schleifen durch Wald hinaufführt. Von der Wuhrsteinalm führt ein guter Bergwanderweg hinauf zur Wirtsalm, wo sich der Weg verzweigt. Hier wandern wir nun links auf markiertem Bergpfad hinauf in die Einsattelung, die den Geigelstein vom Breitenstein trennt, dann jenseits auf steilem, aber gut zu begehendem Pfad hinab zur Priener Hütte.

Über die Roßalm zur Priener Hütte

Von der Talstation der Geigelsteinbahn wandern wir auf gesperrtem Forstweg durch Wald (Mark.-Nr. 208) eine Viertelstunde bergan, bei der Weggabel halten wir uns rechts und bei der nächsten Verzweigung wieder links. Nun geht es in weiten Kehren durch Wald hinauf bis zum Ende des Wirtschaftswegs bei der Haidenholzalm. Von dort führt ein Bergwanderweg (Mark.-Nr. 207) zuerst steil über eine Geländestufe in das kleine Hochtal oberhalb, dann in einem Linksbogen hinauf zur Roßalm. Von der Roßalm geht es weiter bergan, dann auf einer Hochfläche eben weiter bis zum Sattel östlich des Wandspitz und jenseits hinab zur bereits sichtbaren Priener Hütte.

Vom Walchsee zur Priener Hütte

Von der Ortsmitte führt ein ausgeschildertes Sträßchen zum Ortsteil Winkel. Es geht nun weiter auf einem Wirtschaftsweg durch Wald in Richtung Ottenalm (das Gasthaus liegt rechts). Bei der Weggabelung halten wir uns dann links und wandern über die Baumgartneralm – zuletzt über freies Gelände – hinauf zu einem Jagdhaus und schließlich weiter die letzten Meter zur Priener Hütte.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied850 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDie 1925 erbaute Priener Hütte wirkt von außen wie ein recht funktionaler Bau, doch der mit einem Kachelofen ausgestattete Gastraum setzt einen gemütlichen Akzent. Die umweltfreundliche ver- und entsorgte Hütte ist ein Vorzeigeprojekt des Alpenvereins. Es gibt kein Dieselaggregat mehr, die Energie wird mit Holz und Pflanzenöl erzeugt. Zwei Hüttenberge – der Geigelstein und der Breitenstein – bieten sich als unschwierige Gipfelziele an. Direkt gegenüber liegt der Zahme Kaiser und rundet das Panorama hochalpin ab.
Hinweise
Dauer des Hüttenzustiegs: Von Sachrang: 3 Std.; von Ettenhausen: 3 Std. (bei Benutzung des Sessellifts: 1 1/2 Std.); über die Roßalm: 4 Std.; von Walchsee: 3 1/2 Std.
Schwierigkeit: Von Sachrang und Walchsee Wirtschaftswege. Anstiege von Ettenhausen auf Wirtschafts- und leichten Bergwanderwegen.
Gipfel: Von der Priener Hütte: 1 1/2 Std., Abstieg zur Hütte: 1 Std.; insgesamt: 2 1/2 Std.
Schwierigkeit des Gipfelanstiegs: Leichter Bergsteig, Trittsicherheit jedoch erforderlich.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Chiemsee – Chiemgauer Alpen (LVG).
GastronomieWeitere Hütten:
Ackeralm, 1200 m (im Sommer einfach bewirtschaftet).
Wuhrsteinalm, 1160 m (privat, bewirtschaftet von Mai bis Oktober und von Weihnachten bis Ostern, Übernachtungsmöglichkeit; Tel. 08649/218).
Haidenholzalm, 1350 m (privat, am Wochenende während der Weidezeit bewirtschaftet).
Rossalm, 1661 m (privat, im Sommer einfach bew.).
Jausenstation Ottenalm, 965 m (privat, ganzj. bew.).
Die Priener Hütte ist ganzjährig ohne Ruhetag bewirtschaft. Mehr Informationen unter http://www.dav-priener-huette.de oder per Telefon: +49 (8057) 428
Informationen
Der Hüttengipfel - Geigelstein, 1808 m: Der Blumenberg der Chiemgauer Alpen ist auf leichtem Wanderweg von der Priener Hütte zu ersteigen. Idealerweise kann man diesen Ausflug auch in Form einer Rundtour unternehmen. Von der Priener Hütte geht es zunächst auf Almweg bergan, bis nach wenigen Minuten der Wanderweg in Richtung Roßalm rechts abzweigt. Über die Almwiesen wandern wir dann rechts haltend in den Sattel nördlich des Geigelsteingipfels, dann rechts durch Latschen hinauf zum höchsten Punkt mit Gipfelkreuz und kleiner Kapelle. Jenseits geht es in Serpentinen über einen schrofigen Hang hinab, dann aber nicht nach links zur Wirtsalm absteigen, sondern auf dem Kamm bleiben. Auf Höhe der Priener Hütte zweigt rechts ein schmaler Pfad ab, der steil hinab zur Hütte führt.
Höchster Punkt
Priener Hütte, 1410 m; Geigelstein, 1808 m.
Unterkunft
Priener Hütte, 1410 m (AV-Hütte, Kat. II, mit Ausnahme von ein paar Wochen im Spätherbst und im frühen Frühjahr ganzjährig bewirtschaftet, 55 Betten, 85 Lager; Tel. 08057/428).

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