Leichte Wanderung in der Hocheifel

Wanderung zu Kyllburg und St. Thomas

An der südlichen Absenkung der Hocheifel breitet sich das Kyllburger Land aus, Herzstück eines hochbetagten Kulturbodens in Höhenlagen zwischen 300 m und 500 m, durchflossen von der Kyll. Kyllburg erscheint erstmals um 800 als »killiberg« in einer Schenkungsurkunde an die Abtei Prüm. Die Burg auf dem steil abfallenden Bergrücken errichtete 1239 der Erzbischof Theoderich von Trier.
9 km
320 m
2.15 h
Vom Bahnhof steigt der Weg an bis in den Ort Kyllburg. Vor dem ehemaligen Kurhotel Eifeler Hof bzw. an der Kreuzung nach rechts, dann neben der Kreissparkasse in die Marienstraße einbiegen und steil bergan gehen. Nach 200 m erinnert rechts vor der evangelischen Kirche ein Stein an die von den Nazis 1938 in der Reichskristallnacht zerstörte Synagoge. Hinter dem obersten Haus wird die Wanderroute B 4 vom Annenbergwald aufgenommen. Eine Schutzhütte bleibt zurück. Man stößt auf einen geteerten Weg – schöner Blick auf Kyllburg –, dem man 300 m bis zu einem Bildstock (407 m) folgt (30 Min.). Über die Kreuzung (Markierung B 4) geht es geradeaus in den Wald hinein.

Etwa 10 Min. später entscheiden wir uns an der Gabelung für den unteren Weg. Oberhalb des Pfades sind mehrere aufgelassene Buntsandsteinbrüche. Ungefähr 35 Min. nach dem Bildstock wird ein Teerweg betreten. Dieser führt rechts abwärts. Neben dem Haus von Kasholz steht ein 1736 gesetzter Gedenkstein. Bald tritt das Kloster ins Blickfeld. Nach einer Viertelstunde auf dem Sträßchen empfängt uns St. Thomas (288 m).

Vor dem Bahnkörper nun links zum Kloster. Rückweg ab Gasthaus Erasmy, das seit 150 Jahren im Familienbesitz ist. Man wandert in südliche Richtung auf der Hauptstraße weiter, die vom Kyllweg abgelöst wird: Die Hauptwanderlinie 4 ist mit einem schwarzen Keil markiert, der Fernwanderweg Rhein – Maas mit einer weißen Wellenlinie. Das Kylltal präsentiert sich nun in einer reizvollen Weitung. Danach spazieren wir im Wald, traversieren einen alten Steinbruch und machen am »Strengen Hals«, dem von der Kyllschleife umspülten Geländerücken mit Eisenbahntunnel, einen Rechtsknick. An der Wegteilung halb links (Markierung C 3) und entlang den Gleisen, unterhalb von Obstkulturen, zum Bahnhof.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied320 m
Dauer2.15 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKyllburg. Parken am Bahnhof.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterUnschwierige Rundwanderung. (Autor: Helmut Dumler)
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50 000, Blatt 5905 »Kyllburg«. Eifelvereins-Wanderkarte 1:25 000, Blatt »Kyllburger Waldeifel«.
Markierungen»B 4«, schwarzer Keil, »C 3«.
VerkehrsanbindungVon Bitburg 15 km, von Wittlich 28 km. Bahnhof der Strecke Trier – Köln. Busverbindungen.
GastronomieSt. Thomas.
Tipps
Der Abbau von Buntsandstein war einst die wichtigste Erwerbsquelle der Region und schuf zahlreiche Arbeitsplätze, vor allem 1873 nach Eröffnung der Kylltalbahn, die das Material rationell abtransportieren konnte.
Unterkunft
Hotel Zur Post, Unterstadt, Tel. 06563/22 16; Hotel-Pension Villa Rütt, Altstadt, Tel. 06563/22 45; Hotel-Pension Müller, Unterstadt, Tel. 06563/9 69 60; Gasthaus-Pension Erasmy in St. Thomas, Tel. 06563/27 23; Camping Kyllburg, Stadtrand, Tel. 06563/81 33.
Tourismusbüro
Hochstraße 19, 54655 Kyllburg, Tel. 06563/93 02, Fax 12 38, E-Mail tourist-info@kyllburg.de, Internet www.kyllburg.de.
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