Wanderung zu Haarbacher- und Pichleralm

Sehr leichte Rundtour durch die Klamm und entlang der Schwarzache zu beliebten Chiemgauer Almen (Autor: Dr. Wilfried und Lisa Bahnmüller)
4 km
300 m
2.00 h
Vom Parkplatz laufen wir über die kleine Brücke auf die andere Seite der Weißbach und wenden uns dort nach rechts, der Beschilderung »Kaitel-, Haarbacher-, Pichleralm« folgend. Kurz darauf sind wir schon am Beginn der Vorderen Schwarzachenklamm. (Achtung - Die Klamm ist im Winter gesperrt. Oft rauschen Lawinen die steilen Bergflanken hinunter; dann dauert es lange, bis der Zugang wieder frei ist.) Zunächst wandern wir an der ehemaligen Trasse der Waldbahn entlang, die einst den Holztransport vereinfachte; Informationstafeln am Wegesrand liefern uns historische Beschreibungen der gefährlichen Arbeit des Holztriftens.
Herrlich schattig steigt der Weg entlang des Wasserlaufs an, und wir gewinnen zunächst kaum merklich an Höhe. An der Bäckinger Klause (762m), wo früher das Wasser für die große Holztrift aufgestaut wurde, verlassen wir die Schlucht (hierher werden wir nach dem Almbesuch wieder zurückkommen). Zunächst steigen wir nun rechts den steilen Weg bergan. Die Anstrengung währt nicht lang, und bald haben wir die Haarbacheralm erreicht. Auch wenn sie uns keine sensationelle Aussicht vergönnt, sitzt man hier doch sehr gemütlich auf der Wiesenfläche vor der Hütte. Die Alm ist ganz auf Gäste, Mountainbiker und Wanderer eingestellt, und da die Tour auch eine sehr beliebte Strecke für Familien mit Kindern ist, kann es an einem Wochenende schon mal voll werden. Den Aufstieg entlang der plätschernden Schwarzache schaffen selbst die Kleinsten spielend, und Spaß haben sie dabei auch noch. Auf den letzten anstrengenden Höhenmetern hilft uns vor allem die Aussicht auf eine leckere Brotzeit auf der Alm, wo Eltern dann auf dem ungefährlich weitläufigen Almgelände ihre Kinder beruhigt toben lassen können.
Etwas ruhiger geht es ein paar hundert Meter weiter auf der Pichleralm (850m) zu. Auch hier werden wir von den freundlichen Almpächtern mit Brotzeit und Getränken verwöhnt – lassen Sie sich auf keinen Fall den feinen selbst gebackenen Kuchen entgehen! Wer möchte, kann nun weitere 30-40Min bis zur Kaitlalm (970m) aufsteigen, die auf einem herrlichen Sattel liegt. Der breite, einer Forststraße ähnelnde Weg ist jedoch sehr sonnig. Der einfachste Rückweg führt wieder zum Holzplatz an der Bäckinger Klause. Hier nun rechts, noch einmal ein kurzes, steiles Stück zum Almund Forstweg hinauf und diesem dann folgend links leicht bergab zurück zum Parkplatz. Alternative.
Wer noch Energie übrig hat, wendet sich zwischen der Haarbacher- und der Bichleralm nach links und steigt noch ein Stück zur Hientalklause (920m) auf. Dort erwartet uns zusätzlich der Klausen-Themen-Weg, der die gefährliche Holzarbeit am Berg genau erklärt. Von dort führt der Forstweg ebenfalls zurück ins Tal.

Gute Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (Bus/Bahn)

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied300 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
Startort Weißbach
AusgangspunktNördliches Ortsende von Weißbach an der Alpenstraße, Wanderparkplatz Mautnerfeld
EndpunktNördliches Ortsende von Weißbach an der Alpenstraße, Wanderparkplatz Mautnerfeld
TourencharakterDie Runde gleicht schon eher einem kleinen Spaziergang, als einer handfesten Wanderung.Aber erstens müssen wir es ja nicht übertreiben, und zweitens können wir nach Lust und Laune die Tour noch zur einer dritten Alm, der Kaitelalm, verlängern!
Und nach der Wanderung haben wir noch allemal Zeit, den Weißbacher Gletscherschliff, ein bekanntes Naturdenkmal an der deutschen Alpenstraße, zu besichtigen.
Hinweise
Gute Erreichbarkeit mit Bussen/Bahnen
KartentippKompass 1 - 50 000, Blatt 14 Berchtesgadener Land–Chiemgauer Alpen
Markierungen
VerkehrsanbindungAuto. Von München auf der A 8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Siegsdorf, weiter nach Süden und auf der B 305/306 über Inzell Richtung Weißbach. Der Parkplatz befindet sich ein Stück nach dem Weißbacher Gletscherschliff auf der rechten Straßenseite. Bahn. München- Salzburg, Umsteigen in Traunstein, Dort direkte Busverbindung nach Weißbach
GastronomiePichler- und Haarbacheralm, bewirtschaftet von Ende Mai bis Anfang Oktober
Tipps
Verleih
Informationen
Weißbacher Gletscherschliff. Dieser Gletscherschliff ist ein Überbleibsel der Würm- Eiszeit; er wurde beim Bau der Deutschen Alpenstraße in den 1930er-Jahren entdeckt. An den freigelegten Felsstücken kann man gut erkennen, wie das Geröll, das vom fließenden Schmelzwasser zwischen Eis und Fels durchgepresst wurde, alle möglichen Formen in den Fels geschliffen hat. Gegenüber dem Gletschergarten gibt es noch die sehenswerten Weißbachfälle zu bewundern.
Höchster Punkt
Unterkunft
Tourismusbüro
Touristinformation Weißbach-Schneizlreuth, Tel. 08665/74 89, www.schneizlreuth.de