Wandern in der Fränkischen Schweiz

Wanderung zu Burg Feuerstein und Rote Marter

Ebermannstadt – im Herzen der Fränkischen Schweiz gelegen – ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen, aber auch der Ort selbst hat seinen eigenen Charme. Den Marktplatz schmücken hübsche Fachwerkhäuser, das Wasserschöpfrad dreht sich schon seit 1603, und mit der Museumsbahn blieb ein kleines Stück Nostalgie erhalten. (Autor: Tassilo Wengel)
17 km
208 m
4.00 h
Wir überqueren beim Wasserschöpfrad die Brücke, gehen über den langgestreckten Marktplatz bis zur katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus, schwenken nach rechts und queren die Forchheimer Straße. Wir folgen der Schulstraße und gehen in den Kirchenweg nach links. Unser Weg führt an der evangelischen St. Emmauskirche vorbei, zwischen Wohngrundstücken in der Von-Ketteler-Straße bis zur Schlegelleite. Allmählich gewinnen wir an Höhe, schwenken nach rechts in die Breslauer Straße und wandern bald auf einem Schotterweg an Kirschplantagen vorbei. Nach links bietet sich ein schöner Blick auf das Wiesenttal und hinüber zum »Walberla« (siehe Wanderung 24). An einem Abzweig (Wegweiser Feuerstein, Eschlipp) schwenken wir nach rechts und wandern durch einen Hohlweg aufwärts.

Herrliche Wiesenfluren umgeben uns, die im Sommer mit allerlei blühenden Kräutern wie Wegwarte, Malven, Johanniskraut, Dost, Kreuzkraut und Hohem Weidenröschen aufwarten können. Der rechte Lebensraum für Schmetterlinge, die zahlreich von Blüte zu Blüte flattern. Unser Weg mündet auf eine Asphaltstraße, rechts sehen wir einen Steinbruch mit steiler Kalksteinwand aus dem Jura-Meer und erreichen die Wanderwegtafel an der Burg Feuerstein (1:15 Std.). Hier schwenken wir nach rechts, gehen zur Burg, wenden uns nach links und beim Wirtschaftshof abermals links. Nun wandern wir auf einem Schotterweg durch Wald und zwischen Wiesen, kommen am Pfadfinderhaus Lindenberg vorbei zu einer Kreuzung. Wir biegen nach rechts und folgen der Markierung roter Ring bis Eschlipp (2:15 Std.).

Bei der Wanderwegtafel und dem Gasthaus Zur grünen Linde im Ort halten wir uns rechts und folgen dem Wegweiser Ebermannstadt, Rote Marter nach links. Auf einer Asphaltstraße verlassen wir Eschlipp, halten uns an der Gabelung rechts und wandern nach dem Überqueren der Straße nach Ebermannstadt auf einem herrlichen Wiesenweg, wo uns im Sommer viele Blumen und Schmetterlinge begleiten. An einer Wegkreuzung mit Bank schwenken wir nach rechts und an der folgenden Gabelung ebenfalls (Wegweiser Ebermannstadt). Wir wandern allmählich abwärts und kommen zum Sitzplatz bei der Roten Marter, einer rot gestrichenen Holzsäule (3:15 Std.). Hier soll sich der Überlieferung nach ein Schäfer bei der Schafschur verletzt haben und ist verblutet sein.

Wir folgen der Markierung roter Ring auf wechselnd schmalen und breiten Wegen weiter, es geht abwärts, teils steil, bis wir den schmalen Pfad nach links verlassen und einem Lehrpfad folgen (siehe Wanderung 23). Wo mehrere Lehrtafeln über Frühblüher, heimische Vögel und andere beieinander stehen, gehen wir nach rechts, durch einen Hohlweg abwärts und kommen zur Straße Schottenberg. Hier schwenken wir nach links und gelangen über Obere Röth, Friedhofstraße und Mühlgraben zum Ausgangspunkt am Wasserschöpfrad (4:15 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied208 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktEbermannstadt, Wasserschöpfrad.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterAbwechslungsreiche und bequeme Wanderung auf Waldund Feldwegen, der Abstieg vom Oberen Berg nach Ebermannstadt streckenweise steil. 
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz Veldensteiner Forst – Hersbrucker Alb, Blatt Süd, 1:50 000.
MarkierungenRoter Ring.
VerkehrsanbindungAutobahn A 9, Ausfahrt Pegnitz-Grafenwöhr, auf B 2/ B 470 über Pottenstein, Gößweinstein nach Ebermannstadt, Autobahn 73, Ausfahrt Forchheim Nord, auf B470 über Forchheim nach Ebermannstadt. Bahnverbindung mit Forchheim.
GastronomieBurg Feuerstein: Burgschänke mit Biergarten, Mittwoch, Donnerstag Ruhetag. Eschlipp: Gasthaus Zur grünen Linde, Eschlipp 22.
Tipps
Nach der Stillegung der Bahnstrecke zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle gründeten Eisenbahnfreunde den Verein »Dampfbahn Fränkische Schweiz«, um die 16 km lange Strecke im romantischen Wiesenttal zu erhalten. Seit 1983 verkehren von Mai bis Oktober jeden Sonntag historische Züge, außerdem gibt es Sonderfahrten. Auskünfte erteilt der Verein »Dampfbahn Fränkische Schweiz«, Tel. 09194/79 45 41, Fax 09194/79 45 42.
Unterkunft
Ebermannstadt: Hotel Resengörg, Tel. 09194/7 39 30, Fax 09194/73 93 73. Hotel Schwanenbräu, Tel. 09194/209, Fax 09194/58 36. Brauereigasthof Hotel Sonne, Tel. 09194/76 74 80, Fax 09194/67 48 80.
Tourismusbüro
Touristinformation Ebermannstadt, Bahnhofstraße 5, 91320 Ebermannstadt, Tel. 09194/5 06 40, Fax 09194/5 06 41, E-Mail: touristinfo@ebermannstadt.de.

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