Wandern in der Sächsischen Schweiz

Wanderung im Sebnitztal

Streckenwanderung, Rückfahrt mit der Semmeringbahn, bequeme Wald- und Wiesenwanderung auf gut begehbaren Wegen. In Sebnitz das Dr.-Petzold-Bad. (Autor: Tassilo Wengel)
5 km
142 m
2.00 h
Günstiger Ausgangspunkt dieser Wanderung in der Sächsischen Schweiz ist der Bahnhof Ulbersdorf, der mit der Bahn von Sebnitz oder Bad Schandau erreichbar ist. Dort steigen wir gleich zur Sebnitz ab (Markierung roter Punkt), gehen am Ufer entlang und kommen an einer Feuchtwiese vorbei. Dann steigt der Weg leicht an, gibt einen schönen Blick auf das Flüsschen frei und führt uns in den Wald. Im Schatten der Bäume fallen Pflanzen wie der Waldgeißbart auf, in leichtem Auf und Ab windet sich der Weg am Hang entlang und erreicht nach dem Viadukt einen breiten Teil des Tales.

Wir gehen über einen kleinen Felsvorsprung, überqueren die Sebnitz über eine kleine Eisenbrücke bei einem Tunnel, wechseln wieder die Bachseite über eine Eisenbrücke und steigen recht steil aufwärts. Wir kommen an einem überdachten Sitzplatz im Wald vorbei und gehen ein Stück an den Bahngleisen entlang. Abermals müssen wir die Sebnitz über eine Eisenbrücke überqueren und erreichen den Haltepunkt Mittelndorf.

Der Ort liegt etwa 40 Min. vom Haltepunkt entfernt und ist ein geeigneter Ausgangspunkt für Wanderungen in das Kirnitzschtal (siehe Wanderung 10). Wir setzen unsere Sebnitztaltour fort und wandern an weiten Wiesenflächen vorbei, die im Süden von Mischwald eingefasst sind. Eine Bank am Wegrand lädt zum Verweilen ein und lässt die reiche Flora genießen. Wir kommen an einem Hinweisschild auf die Buttermilchmühle vorbei, die hier einst stand.

Sie hieß Altendorfer Mühle und erhielt ihren Namen nach dem »Buttermilchfleckchen«, einem Wiesenstück, auf der sie 1845 gebaut wurde. Ende des 19. Jh. ein beliebtes Ausflugsziel im Sebnitztal, brannte sie 1985 durch Blitzschlag ab. Wir kommen beim Goßdorfer Raubschloss zu einer Kreuzung mit einem Wegweiser, biegen hier nach rechts und wandern auf einem breiten Waldweg.

Neben den Bahngleisen überqueren wir die Sebnitz wieder und gehen die Gleise entlang. Wir kommen zur Siedlung Alte Kohlmühle, überqueren die Gleise nach links und wandern neben den Gleisen bis zum Haltepunkt Kohlmühle. Es lohnt sich nicht, die Wanderung nach Bad Schandau fortzusetzen, da der Weg größtenteils auf der Straße entlang führt. Man kann mit der Sebnitzbahn nach Bad Schandau oder nach Sebnitz fahren.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied142 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBhf. Ulbersdorf.
EndpunktBhf. Goßdorf/Kohlmühle.
TourencharakterDie Ruhe im stillen Sebnitzgrund wird nur ab und zu durch das Geräusch der Sächsischen Semmeringbahn unterbrochen, die zwischen Bad Schandau und Bautzen verkehrt. Einer schönen Wanderung geht die romantische Fahrt mit dieser Bahn voraus, bei der man schon mal einen Blick auf die Wanderstrecke werfen kann.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1: 25 000 mit Wanderwegen, Blatt 45 Landesvermessungsamt Sachsen.
MarkierungenRoter Punkt.
VerkehrsanbindungVon der Autobahn A 4, Ausfahrt Burka, über Bischofswerda, Neustadt nach Sebnitz.
GastronomieSebnitz: Pension und Gaststätte Johannistal; Hotel-Restaurant Sebnitzer Hof, Markt.
Tipps
Die Sächsische Semmeringbahn. Durch den Bahnbau wurde das abgeschiedene Wandergebiet erst erschlossen. Und seit dieser Zeit befährt die Sächsische Semmeringbahn diesen ursprünglich weglosen Grund. Um die von Lausitzer Granit und Elbsandstein geprägte Landschaft mit der feuchten Niederung für den Bahnbau vorzubereiten, mussten zwei Viadukte, sieben Tunnel und 27 Brücken errichtet werden.
Unterkunft
Sebnitz: Pension Brückenschänke,Tel. 035971/57592, Fax 035971/57593. Hotel Sebnitzer Hof, Markt 13, Tel. 035971/9010, Fax 035971/901211.
Tourismusbüro
Touristeninformation, Schillerstraße 3, 01855 Sebnitz, Tel. 035971/53079, Fax 035971/53182, Internet www.oberelbe.de/sebnitz

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