Wandern auf dem heiligen Weg

Angenehm zu gehende Wanderung, vorwiegend auf Feld- und Wiesenwegen, wenig Schatten. (Autor: Tassilo Wengel)
9 km
85 m
2.00 h
Zu alten Eichen Wir starten in Straupitz bei der Kirche mit ihren Zwillingstürmen, einem Meisterwerk des Klassizismus, das nach Plänen Karl Friedrich Schinkels zwischen 1828 und 1832 erbaut wurde. Hier gehen wir die Kirchstraße entlang, kommen am Fährhafen Straupitz vorbei und folgen dem Wegweiser Byttna (Markierung grüner Punkt). Wir wandern auf einer schmalen Asphaltstraße am Schlosspark vorbei und verlassen die Asphaltstraße bei einer großen Eiche am Wegweiser Rundwanderweg Straupitz nach links. Nun wandern wir auf einem festen Sandweg zwischen von Baumgruppen umkränzten Wiesen mit allerlei Heilkräutern wie zum Beispiel Schafgarbe und Johanniskraut weiter. Beim nächsten Abzweig gehen wir nach links, überqueren einen Graben, wo sich viele Libellenarten aufhalten, und wandern bis zu einem Querweg. Hier bietet sich ein Abstecher (500m) zur Kaiser-Wilhelm-Eiche an. Unser Wanderweg führt nach rechts weiter, auf einem breiten Fahrweg begleiten uns zahlreiche alte Eichen, zu denen auch die Christoph-Heinrich-Eiche gehört. Die älteste ist allerdings die Florentineneiche mit einem Stammumfang von 8,35 Meter, vor deren »Ruine« wir bald stehen. Dennoch lohnt es sich, vom Sitzplatz aus diese altehrwürdige Göttereiche mit ihren gespenstig anmutenden Aststummeln zu bestaunen.Zum Byhlegurer See Wir setzen unseren Weg fort und kommen zur Straße, diese überqueren wir schräg nach links und erreichen an der Straße nach Byhlen einen Parkplatz mit Wegweiser.Variante: Vom Parkplatz ist der Rückweg nach Straupitz (2,5km) möglich (Markierung grüner Punkt).Wir folgen dem Wegweiser »Byhlegure« nach rechts und wandern parallel zur Straße auf einem Pfad zwischen Bäumen hindurch, überqueren die Straße und wandern zum Seeufer. Hier kann man nach eigenem Ermessen eine Umrundung des Sees (5,5km) vornehmen (Markierung gelber Querstrich) oder nur einen Teil des Weges am See entlanggehen und an einer der stillen Badebuchten verschnaufen.Der Rückweg erfolgt wie der Hinweg bis zum Parkplatz an der Straße nach Byhlen, von dort folgen wir dem Wegweiser nach Straupitz (Markierung grüner Punkt) auf einem schattigen Weg, der von alten Akazien gesäumt wird. Am Ortseingang von Straupitz wenden wir uns nach links und gehen auf der Bahnhofstraße zum Ausgangspunkt.Die Holländermühle in Straupitz Die Holländerwindmühle in der Laasower Straße 11a in Straupitz ist Deutschlands einzige funktionierende Dreifachschaumühle. Sie wurde 1810 anstelle einer Bockwindmühle von 1640 gebaut, 1995 wurde sie nach umfassender Restaurierung als Ölmühle, Sägemühle und Kornmühle eingeweiht. Seit 1998 betreibt der gemeinnützige Mühlenverein Holländermühle e.V. die Mühle. Der Mühlenturm konnte allerdings erst 2001/2002 im Rahmen einer Komplettsanierung restauriert werden und erhielt eine völlig neue Turmhaube aus Holland und neue Flügel. Auf einem Rundgang können die einzelnen Bereiche besichtigt werden, Besichtigung nach Anmeldung unter Tel. 035475/16997. Frisch und warm gepresstes Leinöl gibt es dienstags bis donnerstags zwischen 16 und 18Uhr. im Café Müllerhaus. Hier oder im Kaffeegarten kann auch die Spreewälder Spezialität Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl genießen (geöffnet Mitte März bis Mitte Oktober, Mo Ruhetag).Ausflug nach Burg Burg ist eine Streusiedlung mit drei Ortsteilen. Am besten genießt man diese Spreewaldlandschaft bei einer Kahnfahrt, die an spreewaldtypischen Holzbohlenhäusern, an Heuschobern, Fischkästen und durch Schleusen führt. Burg selbst bietet auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Am Hafen lädt in einem reetgedeckten spreewald-typischen Blockhaus die Heimatstube mit kleiner, aber feiner Ausstellung ein. Informationen gibt es zur Ur- und Kirchengeschichte, Haus- und Landwirtschaft sowie zu den Spreewaldtrachten. Nördlich von Burg erhebt sich der 29 Meter hohe Bismarckturm auf dem Schlossberg. Er wurde zwischen 1914 und 1917 erbaut und ist ein Werk Bruno Möhrings, der sich am Stil David Gilly orientierte. Er steht an der Straße Burg – Straupitz und ist von April bis Juni und September/Oktober täglich außer donnerstags 10–18Uhr, im Juli/August täglich 10–190Uhr geöffnet. Von hier bietet sich ein Spaziergang zur Weidenburg – Arena Salix – an (Byhlegurer Straße), ein ökologisches Denkmal aus geflochtenen Weidenruten. Hier gibt es Kultur- und Umweltbildungsangebote. Lohnend ist auch ein Besuch des Arznei- und Gewürzkräuterpflanzengartens (Byhlegurer Straße 17), wo man auch Pflanzen und Sämereien von diesen Pflanzen kaufen kann (www.burg-spreewald-tourismus.de).

Straupitz – Florentineneiche 1Std. –

Byhlegurer See 0.45Std. – Straupitz 1Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied85 m
Dauer2.00 h
AusgangspunktStraupitz, Kirche.
EndpunktStraupitz, Kirche.
TourencharakterZwischen Straupitz und Byhleguhre befindet sich das Naturschutzgebiet Byttna mit einer vielfältigen Pflanzenwelt, aber auch tausendjährigen

Eichen, zu denen der im Volksmund sogenannte »heilige Weg« führt.
KartentippKompass Wander- und Radtourenkarte Nr.748 Spreewald, 1:50000.
VerkehrsanbindungAuto: Autobahn A13, Abfahrt Freiwalde oder Duben, über Lübben nach Straupitz. Bahn/Bus: Mit Regionalbahn RB14 von Berlin Hbf. bis Lübben, mit dem Bus bis Straupitz.
GastronomieStraupitz: Fischrestaurant »Zum Wassermann«, Cottbusser Straße 1; Gasthaus zur Byttna, Cottbusser Straße 28; Café in der Windmühle, Laasower Str. 11a; Kornspeicher, Kirchstraße 12, April–Okt. Mo Ruhetag.
Tipps
Alter Kornspeicher in Straupitz Am Weg zwischen der Schinkelkirche und dem Schloss steht der 1798 gebaute Kornspeicher, der bis 1992 noch in dieser Funktion genutzt wurde. Seit 2005 als Museum geöffnet, bietet er auf mehreren Etagen Ausstellungsräume mit einer Fülle von antiquarischen Zeitzeugen der jahrhundertealten Dorfgeschichte sowie einer als Schauwerkstatt eingerichteten Töpferei. Gleich im Erdgeschoss kann man im gemütlichen Café bei einer Tasse Kaffee frisch gebackenen Kuchen und Brot genießen (geöffnet April–Oktober Di–So 10–18Uhr, Führung auch außerhalb nach tel. Vor- anmeldung, Tel. 035475/804709).
Unterkunft
Lübben: Spreewaldhotel »Stephanshof«, Tel. 03546/2721-0, www.spreewaldreisen.de; Hotel-Restaurant »Spreeblick«, Tel. 03546/2320, www.hotel-restaurant-spreeblick.de

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