Von Wiesen auf den Hohen Sang

Bequeme Wanderung auf breiten Wegen, schöne Aussichten nach Wiesen, besonders reizvoll im Mai. (Autor: Tassilo Wengel)
7 km
120 m
1.00 h
Wir starten bei der Alten Dreschhalle in Wiesen und folgen zunächst der Markierung Nr. 5 in Richtung Sportplatz, wenden uns dort nach links und überqueren die Straße Wiesen–Flörsbach. Hier treffen wir auf die Markierung roter Querstrich und wandern nun auf einem Asphaltsträßlein aufwärts (Wegweiser Bieber). Zwischen Streuobstwiesen hindurch, an Wildobsthecken vorbei können wir die herrlichen Aussichten nach Wiesen genießen. Schließlich führt unser Wanderweg in den Wald und erreicht den Dr.-Kihn-Platz. Hier steht ein großer Gedenkstein, der an den Heimatforscher Dr. Karl Kihn (1854–1934) erinnert. An dieser Stelle treffen wir auf den Eselsweg (Markierung schwarzes E) und schwenken nach links. Ein breiter Waldweg führt uns zur Kreuzkapelle auf der Anhöhe Hoher Sang. Sie wurde 1883 auf Betreiben des Wiesener Pfarrers Dr. Friedrich Frank errichtet, der seinen Gläubigen den weiten Pilgerweg zur Kreuzkapelle nach Frammersbach ersparen wollte. Sehr sehenswert sind die Kreuzwegstationen bei der Kirche mit farbigen Bildstöcken. Das Steinkreuz rechts von der Kapelle erinnert an die Zeit um 1600, als in dieser Gegend die Pest ausbrach. Von der Kapelle folgen wir zunächst dem Eselsweg, Markierung schwarzes E, der bald nach rechts schwenkt. Für uns gilt nun die Markierung roter Schrägstrich, mit der wir nach Wiesen gelangen. Am Ortseingang biegen wir nach links ein in die Kapellenstraße, dann nach rechts in die Waldstraße und treffen auf die Aschaffenburger Straße. Hier wenden wir uns nach links und gelangen bei der Aubachbrücke nach rechts zur Alten Dreschhalle.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied120 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWiesen, Alte Dreschhalle.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterIn einem reizvollen Talkessel gelegen, präsentiert sich Wiesen als hübscher Ausgangspunkt für schöne Wanderungen. Von den Höhen lässt sich das das Ortsbild prägende Ensemble von barocker Pfarrkirche St. Jakobus sowie dem einstigen Mainzischen Schloss aus dem 16. Jh. gut erkennen.
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Spessart, Blatt Nord, Maßstab 1:50000.
MarkierungenRoter Querstrich, E für Eselsweg, roter Schrägstrich.
VerkehrsanbindungA 66, Ausfahrt Bad Orb/Wächtersbach, auf B 276 über Biebergemünd, Bieber nach Wiesen.
GastronomieIn Wiesen: Restaurant Spessarteinkehr, Hauptstraße
Tipps
Wiesen – wichtiger Wirtschaftsstandort im Mittelalter. Wiesen lag im späten Mittelalter um 1400 am Knotenpunkt zweier wichtiger Handelsstraßen, der Birkenhainer Straße und dem Eselsweg. Damals stand anstelle des heutigen Schlosses eine Burg der Grafen von Rieneck, die von hier aus beide Handelswege kontrollierten, denn die Gegend um Wiesen wurde damals von der Produktion von und dem Handel mit Glas geprägt. Im Aubachtal gab es im späten Mittelalter mehrere Glashüttenstandorte. Der Bau des Schlosses wurde 1597 begonnen. Es bildet zusammen mit der Kirche eine malerische Baugruppe am Rande des Dorfkerns. Interessant ist, dass bei Ausgrabungen im Schloss gotische Ofenkacheln zutage traten. Sie lassen darauf schließen, dass der Burgherr gegen 1400 einen Ofen besaß, der nicht nur praktische Bedeutung hatte, sondern auch Schmuckstück war. Die Kacheln sind mit Reliefs besetzt und zeigen Menschen, Tiere und Wappen
Unterkunft
In Wiesen: Restaurant-Pension Berghof, Tel. 06096/330 und 97100, Fax 971040, E-Mail: berghof-schmid@spessart-touristinfo.de, www.berghof-schmidt.fwo.de
Tourismusbüro
Gemeindeverwaltung Wiesen, Dr.-Frank-Straße 2, 63831 Wiesen, Tel. 06096/984940, Fax 984941, www.gemeinde-wiesen.de

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Tassilo Wengel

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