Von Thale nach Treseburg

Schluchtwanderung auf zuweilen steinigen Pfaden und Steigen, die an ausgesetzten Stellen geländergesichert sind; Rückkehr auf meist bequemen Waldwegen. (Autor: Chris Bergmann)
17 km
640 m
6.00 h
Von Thale leitet der Weg in sachtem Anstieg durch die Laubwälder des Bodetals und erreicht bald nach Passieren des Katerstegs, der ersten Brücke, die Granitwände des sagenumwobenen Siebenbrüderfelsens, der 1948 zur Erinnerung an die Bodetal-Wanderungen des Dichters in Goethefelsen umbenannt wurde. Gleich darauf lädt am Jungfernsteg das Gasthaus Königsruhe zur Rast, und kurz hinter der Abzweigung des »Schurre« genannten Serpentinensteigs zur Rosstrappe verengt sich das Tal zu einer Klamm: Auf Stegen und Bohlen führt der geländergesicherte Weg über dem Fluss dahin. Hinter der Teufelsbrücke wird der von 200 m hoch aufragenden Felsen flankierte Bodekessel mit seinen großen, trichterförmigen Strudeltöpfen erreicht.
Geländergesichert führt der Felssteig weiter aufwärts und schraubt sich in Serpentinen auf den Kesselrücken hinauf; oben bietet sich ein hervorragender Blick zum Rosstrappenfelsen. Nun senkt sich der Weg in prachtvollem Schluchtwald bis fast zur Bode hinab und folgt ihr in sachtem Auf und Ab durch den Steilhang, punktuell geländergesichert. Am oberen Ende des Naturschutzgebiets überqueren wir die Bode auf einer Holzbrücke und gehen an der Kurverwaltung Treseburg vorbei zur Straße: Wer mit dem Bus zurückfährt, überquert auf der Staßenbrücke die Bode und gelangt zur Bushaltestelle, wer zurückwandert, folgt der Straße kurz links in Richtung des Luppbodetals, bis der mit der Markierung »rote Scheibe« bezeichnete Weg abzweigt. Steil führt er hinauf zum Aussichtspunkt Weißer Hirsch (414 m), wo sich ein faszinierender Tiefblick auf Treseburg bietet. Auf einem bequemen Waldweg geht es weiter zur Schutzhütte an der Hagedornstraße und zum Dambachshaus (Forsthaus), dann am Pfeildenkmal (errichtet zu Ehren des Forstlehrers Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil) vorbei zum Hexentanzplatz hoch über dem Bodetal. Von dort führt der serpentinenreiche Sachsenwallweg teilweise steil hinab nach Thale.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied640 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktTalstation der Hexentanzplatz-Schwebebahn und des Rosstrappe-Sessellifts in Thale wenige Gehminuten entfernt vom (Bus-)Bahnhof.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDiese Wanderung führt durch das dramatischste Schluchttal des Harzes in den Kurort Treseburg und über die bewaldeten Höhen rechts des Bodetals zurück nach Thale.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im Ostharz (Landesvermessungsamt Sachsen-Anhalt).
MarkierungenNamentliche Ausschilderungen, blaues Dreieck bis Treseburg, rote Scheibe zurück.
VerkehrsanbindungBusverbindung Treseburg – Thale.
GastronomieThale, Hirschgrund, Treseburg, Hexentanzplatz.
Tipps
Der als Naturschutzgebiet ausgewiesene Abschnitt des Bodetals zwischen Thale und Treseburg ist das landschaftlich großartigste Schluchttal des Harzes. Die in den Hangmooren des Brockenmassivs entspringende Bode hat hier eine der eindrucksvollsten deutschen Felslandschaften nördlich der Alpen ausgewaschen, fast 250 m stürmen Felsflanken und -wände neben dem Fluss himmelwärts.
Unterkunft
Als einer der bedeutendsten Fremdenverkehrsorte im Harz verfügt die Stadt Thale über ein reiches Angebot an Unterkunftsmöglichkeiten einschließlich Jugendherberge. Auch in Treseburg besteht Unterkunftsmöglichkeit.
Tourismusbüro
Thale-Information, Bahnhofstr. 3, 06502 Thale, Tel. 03947/2597, Internet: www.thale.de; Kurverwaltung Treseburg, Ortsstraße 24, 38889 Treseburg, Tel./Fax 039456/2 23.

Buchtipp

Chris Bergmann

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