Von Tann auf den Habelstein

Rund um den Habelberg (Autor: Norbert Forsch)
9 km
315 m
2.00 h
Durch dichten Wald geht es den Habelstein hinauf. Von dem steil abbrechenden Basaltfelsen schweift der Blick über das Dorf Habel hinüber zu Milseburg und Wasserkuppe.
Auf den Habelstein.
Von der Rhönhalle in Tann gehen wir zur B 278 hinab und rechts zum nahen Renaissance-Stadttor von 1557, dem Wahrzeichen der Stadt. Ebenfalls sehenswert sind das Elf-Apostel-Haus (16. Jh.), die St.-Nikolaus-Kirche, die Schlossanlagen der Freiherren von und zu der Tann und nicht zuletzt das Museumsdorf.
Beim Stadttor biegen wir links in den Weg Am Graben ein, steigen steil an der Stadtmauer entlang zur Querstraße hinab und schwenken links zur Ulster. Der Flussnahme »Ulster« und der Ortsname »Tann«, ursprünglich mit »Th« geschrieben, gehen vermutlich auf irische Mönche zurück, die bereits vor Bonifatius um die Wende des 6. zum 7. Jh. hier siedelten. Als Stadt wurde Tann erstmals 1197 erwähnt.
Wir überschreiten die Ulster und biegen an der folgenden Kreuzung rechts in einen Asphaltweg ein. Nun übernimmt der rote Keil gegen die Spitze die Führung. Am Ende der scharfen Linkskurve des Weges schwenken wir rechts auf einen unbefestigten Wiesenweg und schneiden somit die Kurve des Asphaltweges. Er geht alsbald in einen Kiesweg über. An der gleich darauf folgenden Kreuzung biegen wir links ab und wandern in den Wald hinauf. Der Weg verengt sich zu einem ansteigenden Pfad und erreicht einen breiten Querweg. Wir nehmen ihn links, gelangen bergan zu einer Gabelung und halten uns rechts. Ein Wegweiser leitet uns Richtung Habelstein/Heufeld geradeaus über die folgende Kreuzung, an einer Quelle vorbei und an einer Waldwiese entlang. Kurz vor einem bereits sichtbaren Unterstand schwenken wir scharf rechts auf einen Pfad. Wir folgen nun dem grünen Winkel und dem grünen Tropfen. Die Markierungen leiten uns an einer Übersichtstafel vorbei zum ungesicherten Aussichtspunkt auf dem Habelstein (681 m).
Über Forsthaus Rothof zurück.
Wir kehren zur Übersichtstafel zurück, schwenken links auf einen Pfad und wandern parallel zum Forstweg zu einer Pfadgabelung hinab. Dabei achten wir auf den grünen Winkel und den grünen Tropfen gegen die Spitze. Die Gabelung nehmen wir links und es geht abwärts zu einem breiten Querweg. Den nehmen wir ebenfalls links und wandern am Fuß des Habelsteins und am Habelsee, der sich als Tümpel entpuppt, vorbei. Wir gehen geradeaus über eine Kreuzung und verlieren auf breitem Forstweg weiter an Höhe. Er knickt nach einer Weile scharf rechts ab. Dann erreichen wir eine Kreuzung am Waldrand und schwenken nach links. Der rote Keil gegen die Spitze leitet uns nun mit Blick auf Lahrbach am Waldrand entlang und am alten Forsthaus Rothof vorbei. Wir nähern uns der Westseite des Habelberges, wo sich Reste einer keltischen Ringwallanlage verstecken. Dort wurde ein keltisches Schwert mit verzierter Scheide gefunden. Es ist im Vonderau-Museum in Fulda ausgestellt.
Wir bleiben auf dem Hauptweg. Er steigt etwas an und führt an eine Gabelung, die wir rechts nehmen. Nun müssen wir aufpassen: Kurz vor der Flur biegen wir rechts ab und folgen einem Wegweiser und der Markierung Nr. 6 zur Ludwigs-Eiche, die wir auf abwärts führendem Pfad erreichen. Der Rückweg führt geradeaus zur Ulsterbrücke und auf bekanntem Weg zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied315 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDie Rhönhalle in Tann
EndpunktDie Rhönhalle in Tann
TourencharakterBreite Forstwege und schmale Pfade, überwiegend Waldschatten.
Beste Jahreszeit
KartentippTF-50-RH-Nord »Rhön Nord«, 1:50 000, Hessisches Landesvermessungsamt; oder Fritsch Wanderkarte »Die Rhön, Naturpark und Biosphärenreservat«, 1:50 000
MarkierungenRoter Keil gegen die Spitze und Wegweiser zum Habelstein; dann grüner Winkel und grüner Tropfen gegen die Spitze bis Anschluss roter Keil, gefolgt von Nr. 6
VerkehrsanbindungMit dem Auto von Fulda auf der B 458 nach Hilders-Batten und links auf die B 278; in Tann vor dem Stadttor rechts zu den Parkplätzen bei der Rhönhalle (Tourist-Information) hinauf.
GastronomieTann-Lahrbach: Landhaus Kehl, Eisenacher Str. 15, Tel. 06682/387, E-Mail: Landhaus.kehl@t-online.de. Tann-Schlitzenhausen: Gasthof und Pension Lämmchen, Roßbergstr. 2, Tel. 06682/466, www.das-laemmchen.de
Tipps
DAS RHÖNER MUSEUMSDORF Einen vorzüglichen Einblick in das traditionelle Leben auf Rhöner Bauernhöfen des 18. und 19. Jh. erhält man im Rhöner Museumsdorf neben dem Schloss in Tann. Es besteht aus drei komplett eingerichteten Höfen mit Nebengebäuden und Stallungen. Darüber hinaus gibt es ein voll funktionsfähiges Backhaus, eine Schreinerwerkstatt und eine Schnapsbrennerei. Die Häuser wurden in den 1970er-Jahren in verschiedenen Ortschaften der hessischen Rhön ab- und in Tann wieder aufgebaut. Dem Rhöner Museumsdorf angegliedert ist das Naturkundemuseum. Es zeigt in 21 Dioramen die Tierwelt der Rhön von der Eiszeit bis heute. Geöffnet April–Okt. tägl. 10–12 und 14–17 Uhr EINKEHR-TIPP: GASTHOF LÄMMCHEN Der Gasthof Lämmchen liegt etwas abgelegen in Tann-Schlitzenhausen, ist aber allemal einen Umweg wert. Er verwöhnt mit deutscher Küche, bietet aber auch kulinarische Ausflüge in ferne Länder. Stets wird frischen und qualitativ hochwertigen Produkten aus der Rhön der Vorzug gegeben. Das Lämmchen pflegt auch die Jahreszeitenküche und serviert regionale Spezialitäten, wie den Dutsch, eine Kartoffelspezialität mit Hackfleisch und Lauch, der im hauseigenen Holzbackhaus gegart wird. Einkehren kann man im großen Kachelofenrestaurant, im rustikalen Schäferstübchen oder bei schönem Wetter im FLAIR!Garten. Rauchern steht ein kleines Bistro zur Verfügung. Beim KochenLIVE!-Küchenbuffet darf man den Köchen bei der Arbeit zuschauen und von den frischen Zubereitungen kosten.
Unterkunft
Tann-Lahrbach: Landhaus Kehl, Eisenacher Str. 15, Tel. 06682/387, E-Mail: Landhaus.kehl@t-online.de. Tann-Schlitzenhausen: Gasthof und Pension Lämmchen, Roßbergstr. 2, Tel. 06682/466, www.das-laemmchen.de

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