Von St. Goar nach Oberwesel

Gemütliche, aussichtsreiche Streckenwanderung vorwiegend auf Feld- und Waldwegen und auch zwischen Weinbergen (Autor: Tassilo Wengel)
8 km
410 m
3.00 h
Von St.Goar ins Seelenbachtal.
Unser Ausgangspunkt ist der Bahnhof in St.Goar, wo wir zunächst dem gelb markierten Zubringer folgen, der uns durch die Unterführung und auf einem Treppenweg aufwärts zum Rheinburgenweg führt, welcher von der Burg Rheinfels kommt. Wir folgen ihm auf ein Plateau und genießen am Uhlenhorst beim Verschnaufen die schöne Aussicht.
Danach wandern wir zwischen Feldern und Wiesen zum nächsten Aussichtspunkt direkt gegenüber der Loreley. Am Weiterweg verlassen wir bei einer Schutzhütte die unmittelbare Nähe des Rheins. Der Rheinburgenweg leitet uns nun zwischen Wald und Wiesen auf der Hochfläche weiter, bis wir auf einem Pfad im schönen Laubwald ins Seelenbachtal hinab wandern. Besonders im Frühling erfreuen hier zahlreiche Blumen das Auge, die ihre Blüten im lichten Wald öffnen.
Zum schönsten Loreleyblick.
Den Bach überqueren wir auf einer kleinen Brücke, folgen dem Pfad auf der andern Seite wieder aufwärts und treffen bei einem Hochsitz auf einen breiten Waldweg. Auf diesem nach einem Linksschwenk hinab zum Galgenbach, mittels einer Brücke über diesen und auf dem Rheinburgenweg steil aufwärts. Dort, wo von rechts eine Alternativroute des Rheinburgenwegs auf unseren Wanderweg stößt, wenden wir uns nach links und gelangen nach kurzer Zeit auf die Höhe mit dem schönsten Loreleyblick weit und breit. Hier am Aussichtspunkt Maria Ruh finden wir einen gemütlichen Rastplatz vor, von dem sich der Blick hinüber zum Felsplateau der Loreley am besten genießen lässt. Ein Gedenkstein erinnert an die Schöpfer des Loreleylieds. Der besungene Felsen ragt an einer Engstelle 120Meter über dem Rhein auf und bezieht seinen Namen von dem Wort »Ley«, das im Rheinischen Schiefergebirge häufig für »Felsen« verwendet wird. Der zweite Name »Lore« wird mit »Rufen« gedeutet und erinnert wohl daran, dass hier vor dem Bau der Eisenbahnstrecke ein Echo zu hören war.
Zwischen Weinbergen nach Oberwesel.
Nach diesem geschichtlichen Exkurs wandern wir auf dem Rheinburgenweg weiter. Die schönen Ausblicke ins Rheintal genießend und an einem kleinen Rastplatz verschnaufend, geht es dann ins Tal des Meerbachs hinab. Nach dessen Überquerung steigen wir wieder aufwärts und wandern an der aussichtsreichen Hangkante entlang. Von einer Hütte blicken wir auf Oberwesel hinunter und erkennen am gegenüberliegenden Rheinufer den Roßstein, auf dem Rheinsteig und Rheinburgenweg zusammen entlangführen.
Kurz nach der Hütte leitet uns der Rheinburgenweg zu einem Weinberg, wo wir auf einem Pfad zu einem weiteren, höher ge-legenen Weinbergsweg hinaufkraxeln. Dort schwenken wir nach links und treffen, allmählich an Höhe gewinnend, auf einen Feldweg, der uns – das letzte Stück auf einem geschotterten Weg – zum Skulpturenpark führt. Hier kann der Wanderer moderne Kunst im Großformat bestaunen. Nach zweimaligem Überqueren der K95 gelangen wir zum Siebenjungfrauenblick mit einer Aussicht vom Rheintal mit Oberwesel bis zum Spitznack und zum Roßstein. Der Name des Aussichtsplatzes geht auf eine Sage mit Spuren im Rhein zurück, die allerdings heute nicht mehr erkennbar sind. Bis vor einigen Jahren gab es im Rhein die »Sieben Jungfrauen«, sieben Felsklippen, die im Zuge der Verbreiterung der Fahrrinne beseitigt wurden. Sie waren eine sagenhafte Erinnerung an sieben schöne Jungfrauen aus den Familien der Schönburger, die alle Freier abwiesen und sich schließlich in die sieben besagten Klippen verwandelt haben sollen.
Unser Rheinburgenweg führt weiter abwärts, überquert die K95 am Niederberger Turm und leitet uns nun auf einem schönen Weinlehrpfad ins Städtchen Oberwesel, wo diese Etappe endet. Über den Königsweg und die Niederbachstraße gelangen wir zur eindrucksvollen Stadtmauer – mit 16 von ursprünglich 21 Türmen sowie dem fast noch vollständigen Mauerzug eine der am besten erhaltenen Stadtmauern im Rheinland. Sie ist begehbar und wurde zwischen dem 13. und dem 15.Jahrhundert errichtet.

weinwandern. St.Goar – Loreleyblick 1.15Std. – Jungfrauenblick 1.15Std. – Oberwesel 0.30Std. Insgesamt 3Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied410 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSt.Goar
EndpunktOberwesel
TourencharakterDer schönste Blick auf die Loreley bietet sich von diesen Wanderwegen - Beim Aussichtspunkt Maria Ruh zeigt sich der auf der gegenüberliegenden Seite majestätisch aufragende Felsen in seiner ganzen Schönheit. Auch von zahlreichen anderen Punkten hat man herrliche Tiefblicke ins Rheintal, bevor man Oberwesel, die Stadt der Türme und des Weins, erreicht.
Beste Jahreszeit
KartentippRheinsteig mit RheinBurgenWeg, Topographische Freizeitkarte 1 - 50000, 2.Auflage 2006
VerkehrsanbindungAuto - Auf der B9 bis St.Goar. Bahn: Bahnstation St.Goar.
GastronomieIn Oberwesel mehrere Möglichkeiten
Unterkunft
In Oberwesel - Hotel Römerkrug, Markt- platz 1, Tel. 06744/7091; Hotel Weinhaus Weiler, Marktplatz 4, Tel. 06744/7003, www.weinhaus-weiler.de
Tourismusbüro
Touristinformation St.Goar, Heerstr. 86, 56329 St.Goar, Tel. 06741/383, touristinfo@st-goar.de, www.st-goar.de

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