Von Schollbrunn ins Kropfbachtal

Abwechslungsreiche Wanderung auf Asphaltstraßen, Forstwegen und Pfaden, teilweise schöne Aussichten in den Haslochgrund und das Kropfbachtal. (Autor: Tassilo Wengel)
Wir gehen vom Gasthof Zum Hirschen abwärts bis zur Wanderwegtafel in der Dorfmitte von Schollbrunn. Dort biegen wir nach links in die Friedhofstraße ein und folgen dem Symbol des Wilderers. Im Wald schwenken wir nach rechts und gehen immer abwärts in den Haslochgrund, bis wir bei der Zwieselmühle den Haslochbach überqueren. Variante: Vor dem Bach ohne Markierung auf Waldweg – oberhalb der Schreckenmühle vorbei – bis zur Straße gehen.
Wir gehen zur Zwieselmühle und schwenken dort nach rechts. Auf einer Asphaltstraße kommen wir oberhalb der Schreckenmühle vorbei und erreichen den Parklatz Holländerbrücke. Hier folgen wir der Hasenstabroute geradeaus weiter, kommen zur Nickelsmühle und gelangen kurz danach zur Markuskapelle, 1216 erstmals als Marienkapelle erwähnt und 1525 im Bauernkrieg zerstört. Bei der Ruine schwenken wir nach rechts, dann nach links und kommen zur Hammerschmiede bei Hasloch, dem letzten noch funktionierenden Eisenhammer im Spessart. Er wurde 1779 errichtet und stellt heute Glockenklöppel her.
Vom Parkplatz der Hammerschmiede folgen wir dem Hasenstab-Symbol zur Kartause Grünau, wo sich im Biergarten eine Rast anbietet. Aus dem Tor der Kartause tretend, wenden wir uns nach links zu den Angelteichen.
Variante: Wer den Weg erheblich abkürzen möchte, folgt gegenüber dem Tor dem Wegweiser Schollbrunn (Markierung roter Fuchs). Wir halten uns beim Angelteich halb rechts und gehen aufwärts. An der nächsten Gabelung wählen wir den linken Weg, ebenso an der folgenden Gabelung. Wir überqueren den Bach und folgen dem Wegweiser Schutzhütte nach rechts. Auf der Höhe der Straßenkreuzung Sandacker schwenken wir nach rechts und wandern auf einem Forstweg weiter. Nachdem wir den Kropfbach überquert haben, wenden wir uns nach links, folgen dem Wegweiser Hasenstabkreuz und treffen auf eine Wirtschaftsstraße. Hier schwenken wir nach links, dann rechts (Wegweiser J-A-H-St-Kreuz) und gehen bis zum steinernen Hasenstabkreuz, das an den Ort des Todes des berüchtigten Wilddiebes erinnert. Wir gehen geradeaus weiter, an der folgenden Gabelung ebenfalls geradeaus, folgen dann dem Rundwanderweg Schollbrunn nach rechts und überqueren an der Gabelung einer Forststraße die Straße schräg. Links führt ein Pfad (Wegweiser Schollbrunn und Hasenstabsymbol versteckt am Baum). Wir treffen auf eine Forststraße, halten uns rechts und gehen in Richtung Wildpark Schollbrunn (Wegweiser Wildpark). Beim Zauneck halten wir uns links, überqueren eine Forststraße und gehen beim Wildpark nach links abwärts. In Schollbrunn gehen wir die Spessartstraße abwärts und sind am Gasthof Zum Hirschen wieder am Ausgangspunkt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied450 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchollbrunn, Gasthaus Zum Hirschen.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Wanderroute auf den Spuren von Johann Adam Hasenstab führt durch zwei reizvolle Täler, zu Mühlen und einer historischen Hammerschmiede. Schließlich lädt die Kartause Grünau im schattigen Biergarten zur Rast ein, rundum eine vielseitige Wanderung.
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Spessart, Blatt Süd, Maßstab 1:50000.
MarkierungenSymbol des Wilddiebs Hasenstab (weißer Wilderer auf grünem Grund).
VerkehrsanbindungA 3, Ausfahrt Rohrbrunn, auf Straße 2310 nach Schollbrunn. Busverbindung mit Marktheidenfeld und Wertheim.
GastronomieIm Haselbachtal: Zwieselmühle, Nickelsmühle; im Kropfbachtal: Kartause Grünau mit schönem Biergarten.
Tipps
Der Wilderer Hasenstab. Johann Adam Hasenstab wurde am 21. September 1716 in Rothenbuch geboren und war als Wilderer berühmt. Zunächst stand er im Dienste des Kurfürsten, war Treiber und hatte die Aufgabe, das Wild für die Treibjagd zu mästen. Vor allem sollte er es vor Wilddieben schützen. Stattdessen wurde er selbst zum Wilddieb und hielt sich vor allem in den Wäldern um Schollbrunn auf, ging im Kropfbachtal oder im Haselbachtal auf Pirsch. Schollbrunn gehörte damals zum Teil zur Grafschaft Wertheim und zum Teil zum Hochstift Würzburg. Zum Wildern ging er ins Würzburgische und untertauchen konnte er in der Grafschaft Wertheim. Trotzdem wurde er mehrfach gefasst, schaffte jedoch immer wieder die Flucht und betrieb seine Wilderei weiter – bis 1773. Am 3. Juni wurde er vom Bischbrunner Forstmeister Sator im Kropfbachtal gestellt und erschossen. An dieser Stelle steht das steinerne Hasenstabkreuz aus Buntsandstein.
Unterkunft
In Schollbrunn: Gasthof Pension Zum Hirschen, Tel. 09394/97046, www.zum-hirschen.fwo.de; Spessart-Hotel Benz, Tel. 09340/8020, www.hotelbenz.de
Tourismusbüro
Gemeinde Schollbrunn, Zur Kartause 1, 97825 Schollbrunn, Tel. 09342/9262-0 oder 09394/2245, Fax 09342/92 62-33, E-Mail: poststelle@vgem-kreuzwertheim.bayern.de

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