Von Schnepfau auf den Hirschberg

Mittelschwere, aber recht lange Gipfeltour über Straßen, Güterwege und gute Bergsteige. Ausdauer und Trittsicherheit günstig. (Autor: Karin Pegoraro, Manfred Föger)
17 km
880 m
6.00 h
Wir verlassen Schnepfau auf der Hauptstraße durch das Dorf in östlicher Richtung und bleiben auf dieser recht wenig befahrenen Nebenroute bis hinauf zur Einsattelung des Schnepfeggs (900 m). Hier folgen wir rechts dem für den öffentlichen Verkehr gesperrten Güterweg aufwärts in Richtung Hirschbergalm. In zahlreichen Serpentinen geht es zunächst durch den dichten Wald, später auch über Weideflächen. An der Unteren Hirschbergalpe vorüber gelangen wir zur Oberen und in die Nähe der Bergstation des Sesselliftes, der von Bizau heraufzieht. Wir wenden uns jedoch nicht links zur Bergstation, sondern folgen dem Wanderweg, der zwar immer noch befahrbar, aber deutlich weniger breit ist.
In östlicher Richtung gehen wir über die Almflächen Mittlerer und Oberer Hirschberg (Namensgleichheit!) weiter. Eine Abzweigung zu unserer Rechten zwischen den beiden ignorieren wir. Sie wird für uns erst beim Abstieg wichtig. An einem Kreuz etwa 250 Meter nach der Alm Oberer Hirschberg wandern wir links auf den Rücken des Hirschbergs hinauf. Wo der deutlich schwierigere Steig über die Nordflanke mit unserem zusammentrifft, wenden wir uns abermals links und erreichen nach nur mehr wenigen Höhenmetern den höchsten Punkt (1834 m; 3:45 Std.). Zunächst blicken wir in die nähere Umgebung: Während die Südseite des Hirschbergs, über die wir aufgestiegen sind, zwar steil, aber eigentlich ein Grashang ist, fällt die Nordseite schrofendurchsetzt zur Wölfersguntenalp hin ab. Im Kleinen ist unser Ziel damit fast ein »Spiegelbild« der Kanisfluh, deren Grundaufbau recht ähnlich ist.
Nachdem wir das weitere Panorama ausgiebig genossen haben, treten wir den Abstieg an, der zunächst unserem Anstiegsweg entspricht. Doch an der zuvor beschriebenen Abzweigung gehen wir links hinunter zur Unteren Giblenalpe. Hier halten wir uns rechts und kommen bald zu einem Bach, den wir queren. Jetzt an seiner orografisch rechten Seite steigen wir Richtung Westen gegen Schnepfau ab. Weiter unten geht es nochmals über den Bach und bald darauf erreichen wir die schon bekannte Straße auf das Schnepfegg, der wir zurück zum Ausgangspunkt folgen (6 Std.) .

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied880 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchnepfau (731 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterHirschau und Schnepfau liegen in der letzten weiten Talmulde des vorderen Bregenzerwaldes. Unmittelbar südlich erhebt sich der mächtige Abbruch der Kanisfluh, landschaftlicher Höhepunkt der Gegend. Eine leichte Bergwanderung führt von Schnepfau hinauf auf den Hirschberg, von dem sich eine prächtige Aussicht auf die Kanisfluh und den nahen Diedamskopf bietet.
Beste Jahreszeit
Kartentippfreytag & berndt-WK Bregenzerwald, 1:50 000. Kompass-WK 2 Bregenzerwald – Westallgäu, 1:50 000.
MarkierungenÜbliche Wanderwegemarkierung; Wegweiser an allen wichtigen Kreuzungspunkten.
VerkehrsanbindungSchnepfau ist über die Bregenzerwald-Bundesstraße B 200 leicht zu erreichen. Es liegt an der alten Trasse der Straße, die einst durch das Hauptdorf und seinen Ortsteil Kirschau führte. Von der heutigen Trasse ist der Ort etwa 500 m entfernt. Parkmöglichkeiten im Ort. Die Busse der Linie 40 (Dornbirn–Warth) halten unweit der Schnepfauer Pfarrkirche.
GastronomieVerschiedene Einkehrmöglichkeiten im Talort; unterwegs Gasthof am Schnepfegg und mehrere Alpen auf dem Hirschberg.
Unterkunft
Verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten in Schnepfau und dem Ortsteil Hirschau.
Tourismusbüro
Gemeindeamt Schnepfau, Haus Nr. 133, A-6882 Schnepfau, Tel. 05518/21 14, www.schnepfau.at
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