Von Schliersee auf den Schliersberg

Einfache Bergwanderung auf gepflegten Wanderwegen, nur zur Ruine kann es nach Regentagen etwas feucht werden; Verkürzung ist an vielen Stellen durch direkten Abstieg nach Schliersee möglich (Autor: Dr. Wilfried und Lisa Bahnmüller)
14 km
650 m
6.00 h
Von Schliersee könnte man mit der Kabinenbahn ganz bequem auf die Schliersbergalm fahren. Da der Weg aber wirklich nicht sehr weit ist und überdies wunderschöne Ausblicke auf den See und das Tal von Schliersee bietet, wollen wir lieber zu Fuß gehen. Am Ende der Leitenstraße, bei der Seilbahn-Talstation, biegen wir in den Dekan-Maier-Weg ein und wandern zunächst durch den Ort in langen Schleifen bergauf. Man kann sich nur wundern, wie geschickt die Architekten die letzten freien Flächen nutzen, um immer noch ein weiteres Wohnhaus an den Hang zu kleben. Aber irgendwann ist die Bebauung wirklich zu Ende, und es geht über die Almwiesen auf die Schliersbergalm zu. Das ist keinesfalls mehr eine Alm, sondern ein großes Gasthaus mit viel Freizeit- Remmidemmi drum herum. Aber der Blick von der Terrasse auf den See und die umstehenden Berge ist großartig.
Wir gehen vom Gasthaus zum Weg zurück und wandern weiter bergauf Richtung Taferlmoos. Der Weg führt oberhalb der Anlagen vorbei und stößt dann auf eine Forststraße. Hier biegen wir rechts ab und gehen nach ein paar Minuten an der Abzweigung Schliersberggipfel vorbei. Auf diesen Gipfel verzichten wir, denn er ist bloß ein flacher Höhenrücken ohne jede Aussicht. Von einer Weggabelung aus führen zwei Wege zum Taferlmoos. Wir entscheiden uns für den linken, bleiben also zunächst noch auf der Forststraße, bis ein paar Minuten später nochmals nach rechts ein Weg Richtung Zielmoos/Taferlmoos bergab abzweigt. Das Zielmoos ist nur eine ganz kleine Waldlichtung mit Rastbank. Weiter unten erreichen wir einen gut ausgebauten Wanderweg, der quer zu unserer Wegrichtung läuft. Hier ist das Taferlmoos. An dieser Stelle stand früher ein geschnitzter Bildstock, also ein »Taferl«, mit den Heiligen Sixtus von Schliersee und Martin von Fischbachau. Obwohl es dieses »Taferl« schon seit über 150 Jahren nicht mehr gibt, hat sich der Name gehalten. Wir wenden uns nach rechts und erreichen eine Forststraße, die wir weiter abwärts Richtung Schliersee wandern. Nach der ersten Serpentine können wir am Waldrand entlang auf einem kleinen Pfad eine zweite Wegschleife abkürzen. Auf der Forststraße gehen wir bis zur Schranke, dort links hinunter in den Leitner Graben und dann weiter den Bach entlang talwärts. Nach wenigen Metern gabelt sich dieser Weg, wir überqueren nach links den Bach und kommen an einer großen Geschiebesperre vorbei zu einem kleinen Parkplatz.
Zur Ruine Hohenwaldeck geht es nun links hinauf über die Wiesen des Bauern von Oberreiten. Kurz vor dem Hof führt unser Weg an einem alten Zaun entlang und über die Weidewiese zum Wald. Der Zaun ist noch eine raffinierte alte Konstruktion, die ohne Nägel auskommt. Im Wald müssen wir ein Stück aufsteigen, dann senkt sich der Weg wieder zur Ruine Hohenwaldeck. Wir klettern den kleinen Buckel hinauf und gehen an den gewaltigen Quadermauern vorbei zu einem Kreuz mit ein paar Bänken. Von hier hat man einen bezaubernden Blick auf den Schliersee. Trotz der dichten Besiedelung hat man den Eindruck, dass die Schlierseer das Maß gewahrt haben; kein einziger vielstöckiger Betonbau dominiert die Landschaft. Wir wandern weiter und erreichen in einer guten Viertelstunde die ersten Häuser von Fischhausen. Vorne an der Straße sehen wir das Leonhardskirchlein. Unser Rückweg ist einfach zu finden, er führt immer am Seeufer entlang zu unserem Ausgangspunkt im Ort Schliersee zurück.

geöffnet vor weihnachten

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied650 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
StartortSchliersee
AusgangspunktSchliersee, Talstation Schliersberg Seilbahn
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Weg über den Schliersberg ist perfekt zum Einwandern nach der Winterpause. Er ist nicht sehr anstrengend, und wenn die Kondition noch nicht ausreicht, kann man an vielen Stellen abkürzen und ganz schnell wieder ins Tal zurückkehren. Der Höhepunkt kommt ganz am Schluss - die Ruine Hohenwaldeck mit ihrer überraschenden Sicht ins Tal.
Beste Jahreszeit
KartentippKompasskarte Nr. 8, Tegernsee-Schliersee, 1 - 50 000
VerkehrsanbindungMit dem Auto. Von der A8 München–Salzburg, Ausfahrt Irschenberg, auf die B 307 (Deutsche Alpenstraße) nach Schliersee; parken kann man auf den kleinen Parkplätzen in der Leitenstraße (Auffahrt zur Schliersbergalm-Kabinenbahn) oder auf den großen Parkplätzen im Ort. Mit der Bahn. Schliersee liegt an der Bahnstrecke München– Holzkirchen–Bayrischzell, der Weg zur Schliersbergalm beginnt gegenüber dem Bahnhof (5Min.)
GastronomieSchliersbergalm: ganzjährig geöffnet. Infos unter www.schliersbergalm.de oder telefonisch: 08026 6722 ; Gasthäuser in Fischhausen
Tourismusbüro
Gäste-Information Schliersee, Perfallstraße 4, 83727 Schliersee, Tel. 08026/ 606 50, www.schliersee.de

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Dr. Wilfried und Lisa Bahnmüller

Die schönsten Tagesausflüge Isarwinkel, Tegernseer und Schlierseer Berge

Kulturspaziergänge, Brauchtum, Bootsfahrten, Berg- und Radtouren: Ihr Freizeitführer mit den besten Tipps für Isarwinkel, Tegernsee und Schliersee!

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema