Von Schlehdorf auf den Rötelstein

Bis zum Gipfeleinstieg einfache Bergwanderung auf Forstwegen; Gipfelanstieg in der Direttissima sehr steil und nur für Geübte; vom Gipfel des Felssporns weitreichende Aussicht. (Autor: Bernd Riffler, Heinrich Bauregger)
20 km
790 m
5.00 h
Man kann von Schlehdorf auf einem teilweise ausgesetzten Steig am schattigen Kochelsee-Südufer bis zum Walchensee-Kraftwerk spazieren oder aber in Form eines abwechslungsvollen Rundwegs das Bauernhofmuseum auf der Glentleiten aufsuchen oder aber die Besteigung des Rötelsteins vornehmen, der vom Tal her als waldgesäumter Felszacken kaum ins Auge fällt, dann aber doch mit einem zuletzt zügigen Gipfelsteig und einer überraschend schönen Aussicht erheblich an Qualitäten gewinnt. Ein Geheimtipp also, der noch dazu seine Besucher mit erholsamer Stille verwöhnt. Und wenn nach der halbtägigen Unternehmung noch Zeit für eine ausführliche Einkehr bleibt, wird man in der Schlehdorf- Kochler Gegend nicht lange nach einer gediegenen Gastronomie Ausschau halten müssen. Der Kunstfreund wirft natürlich noch einen Blick in die Schlehdorfer Klosterkirche, die mit ihrer Ausstattung aus der Zeit des Barock durchaus eine Visite verdient.
Man wandert zunächst vom Schlehdorfer Klosterbräu auf der Rauter Straße bis zum südwestlichen Ortsrand Schlehdorfs (609 m) und folgt nach einer Bachüberquerung dem rechts von der Straße abzweigenden Forstweg in Richtung Heimgarten. Stets den Wegtafeln zum Heimgarten und nach Ohlstadt folgend, geht es, teils der Sonne ausgesetzt, teils durch lichten Mischwald, für längere Zeit auf der Forststraße bergan, wobei sich die Steigung in maßvollen Grenzen hält. Nach etwa 1 Std. stößt man auf eine querende Forststraße, auf der man bis zu einem abermals links abzweigenden Ziehweg in Richtung Rötelstein, Heimgarten marschiert. Nach einer weiteren Wegstunde ist man wieder auf der Forststraße, der man sich noch mal für ca. 15 Min. bis zum links abzweigenden, zuletzt jedoch steilen Gipfelanstieg zum Rötelstein (1394 m) anschließt, der ca. 20 Min. beansprucht. Nach der bereits gepriesenen aussichtsvollen Rast unterm stolzen Gipfelkreuz macht man sich wieder auf den Rückweg, der sich auf der Anstiegsroute vollzieht.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour20 km
Höhenunterschied790 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortSchlehdorf (609 m)
AusgangspunktSchlehdorf (609 m), Klosterbräu oder westlicher Ortsrand.
EndpunktSchlehdorf (609 m), Klosterbräu oder westlicher Ortsrand.
TourencharakterSelbst fürs verwöhnte Künstlerauge ist die malerische Filzwiesen- Idylle ums Schlehdorfer Kloster am Nordwestrand des Kochelsees immer wieder eine Offenbarung. So reichlich die Münchner »Landschafter« des 19. Jhs. in dieser Gegend ihre romantischen Motive fanden, so befriedigt kehrt der heutige Genusswanderer aus dieser Gegend zurück, die mit ein paar reizvollen Ausflugszielen und Höhenwanderungen aufwartet.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte LVG 1:50000, Bad Tölz – Lenggries und Umgebung; Kompass Wanderkarte 1:50000, Nr. 7 Murnau – Kochel – Staffelsee.
MarkierungenGut beschilderter Weg bzw. Steig.
VerkehrsanbindungAutobahn München – Garmisch, Ausfahrt Murnau- Kochel, Großweil, Schlehdorf.
GastronomieKeine Möglichkeit.
Informationen
Das Freilichtmuseum auf der Glentleiten: Das 1976 eingerichtete Freilichtmuseum auf der Glentleiten zählt zu den umfangreichsten Bauernhofmuseen in Bayern. Neben Bauernhäusern aus fünf Jahrhunderten finden sich originalgetreu eingerichtete historische Werkstätten und sogar ein alter Kramerladen. 82439 Großweil, Tel. 08851/1850, April bis Ende September, Di– So 9–18 Uhr; Mitte März bis ca. 10. November sowie an Feiertagen auch montags.
Unterkunft
Kochel, Schlehdorf
Tourismusbüro
Tourist-Info Kochel am See, Kalmbachstr. 11, 82431 Kochel, Tel. 08851/338, Fax 5588, E-Mail: info@kochel.de, Internet: www.kochel.de

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