Von Sankt Andreasberg zum Oderteich

Längere, jedoch leichte Wald- und Aussichtswanderung auf fast durchgehend bequemen Wegen. (Autor: Chris Bergmann)
18 km
300 m
5.00 h
Beim Kurhaus in Sankt Andreasberg queren wir die Clausthaler Straße (Durchgangsstraße), entdecken die Markierungen »blaues Dreieck« und »gelbes Dreieck«, folgen ihnen am Wilhelm-Trute-Denkmal vorbei und nach 50 m links in die Straße Am Gesehr. Am Nationalpark-Bildungszentrum vorbei führt die kleine Straße auf die aussichtsreiche Jordanshöhe, passiert das Naturfreundehaus und die Eichsfelder Hütte und senkt sich hinab zum Mundloch des Gesehrstollens; er nimmt das Wasser des Rehberger Grabens auf und bringt es durch den Gesehrberg nach Sankt Andreasberg. Ab hier gibt der Rehberger Graben bis zum Oderteich die Route vor.

Aussichtsreiche Wanderwege im Harz

An der Wegekreuzung Kienrauchshütte mündet der Sonnenberger Graben in den Rehberger Graben, wenig später lädt die autofreie Nationalpark-Waldgaststätte Rehberger Grabenhaus zur Rast, danach schwingt der Rehberger Graben nach und nach aus dem Hang des Kellwassertals in den Hang des Odertals ein, wobei sich mehrfach reizvolle Blicke hinab in das Tal und hinüber zu den Hahnenkleeklippen bieten. Lehrtafeln informieren über die Geschichte des Grabensystems, über geologische und botanische Besonderheiten. Ein besonders eindrucksvoller Platz ist der Goetheplatz unterhalb der Hohen Klippen. Hier lohnt der kurze Aufstieg auf dem steilen Klippenweg zur Wilhelm-Block-Hütte bei der Hedwigsquelle, wo sich ein wunderbarer Ausblick auf Brocken, Wurmberg und Achtermann bietet.

Auf den Sankt Andreasberg

In teilweise stimmungsvollem Wald führt unser Weg neben dem passagenweise fast zugewucherten Rehberger Graben weiter aufwärts, zwischendurch wartet ein Rastplatz an der Sarghai-Hütte, schließlich erreichen wir nach Queren der B 242 den Oderteich; die 1715–22 erbaute Talsperre ist ein schöner Platz für eine Rast. Wir folgen der Straße über den Damm und biegen auf den mit dem Zeichen »grünes Dreieck« markierten Weg in das Odertal ab. Er führt anfangs rasch hinab in das im Nationalpark gelegene Tal und folgt dann in sachtem Abstieg der Oder, bis bald nach Überqueren des Flusses und kurz vor der Nationalpark-Waldgaststätte Rinderstall ein mit dem Zeichen »rotes Dreieck« markierter Weg rechts hinauf Richtung Sankt Andreasberg abzweigt. Er überquert das Kellwasser, führt als schöner Pfad steil aufwärts und mündet oben auf einen Forstweg, der im Wald rechts und dann links schwingend nach Sankt Andreasberg zurücklenkt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied300 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz am Kurhaus in Sankt Andreasberg (650 m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterLängs des Rehberger Grabens führt diese Aussichts- und Waldwanderung durch den Nationalpark Harz zum Oderteich, der ältesten Talsperre im Harz. Der Rückweg begleitet uns durch das tief eingeschnittene Odertal.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im Westharz (Landesvermessungsamt Niedersachsen).
MarkierungenNamentliche Ausschilderung, grünes, blaues und gelbes Dreieck.
VerkehrsanbindungB 27 Bad Lauterberg – Braunlage, am Oderhaus abzweigen nach Sankt Andreasberg. Der DB-Busbahnhof befindet sich wenige Minuten südlich des Ausgangspunkts am Glockenberg bei der Tourist-Information.
GastronomieRehberger Grabenhaus, Rinderstall (kurzer Abstecher).
Tipps
Die ehemalige Silbererzgrube Samson in Sankt Andreasberg mit der weltweit einzigen noch betriebsfähigen Fahrkunst sowie zwei Wasserrädern mit 12 und 9 m zählt zu den bedeutendsten Montandenkmälern und historischen Schaubergwerken Deutschlands. Der 780 m tiefe, direkt auf dem Erzgang niedergebrachte Schacht ist als letzter seiner Art im Harz noch offen und bis in eine Tiefe von 190 m befahrbar. Dem Besucherbergwerk Grube Samson ist das Heimatmuseum angeschlossen. Am Samson, Tel. 05582/12 49, Führungen täglich 11.00 Uhr und 14.30 Uhr, Heimatmuseum täglich geöffnet 8.30-16.30 Uhr.
Unterkunft
Als heilklimatischer Kurort und Wintersportplatz verfügt Sankt Andreasberg über Unterkunftsmöglichkeiten aller Kategorien.
Tourismusbüro
Kurverwaltung Sankt Andreasberg, Am Glockenberg 12, 37444 Sankt Andreasberg, Tel. 05582/8 03 36, Fax 05582/8 03 39, Internet www.sankt-andreasberg.de.

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Chris Bergmann

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