VON RIEDLINGEN ZUR HEUNEBURG

Bequeme, weitgehend schattenlose Rundtour am Talhang der Donau und auf der Talsohle; auf der ersten Streckenhälfte nach einem Anstieg in leichtem Auf und Ab zur Heuneburg, anschließend im breiten Donautal zurück nach Riedlingen; nahezu durchgehend asphaltierte Wirtschaftswege, kurze Abschnitte auf ruhigen Straßen. (Autor: Ute und Peter Freier)
29 km
100 m
2.00 h
Von Riedlingen über Altheim nach Heiligkreuztal Riedlingen besitzt einen historischen Stadtkern - Am Marktplatz stehen einige Fachwerkhäuser, in der Nähe befinden sich die Pfarrkirche St.Georg, eine schlichte Basilika mit spätgotischen Wandmalereien, sowie das Zwiefalter Tor mit dem Zellemeesturm; malerisch ist auch die Ecke um den Marktplatz mit dem ehemaligen Spital, in dem ein Heimatmuseum mit einer Hinterglasbildersammlung untergebracht ist. Vom Parkplatz am Riedlinger Sportgelände fahren wir auf die Altstadt zu, biegen unmittelbar nach Überqueren einer Donaubrücke links ab auf den Donau-Radweg und verlassen ihn nach wenigen Minuten am Ende eines Wäldchens nach rechts. Zwischen Wiesen und Getreidefeldern führt der Weg nach Altheim mit einer Martinskirche, die im 18. Jahrhundert u.a. durch den Stuckateur Josef Anton Feuchtmayer und den Maler Franz Josef Spiegler barock ausgestaltet wurde. Am Ortsrand folgen wir der Straße Altheim–Waldhausen nach links, biegen nach 200 Metern rechts ab und gelangen anhand der Markierungen in den kleinen Ort Heiligkreuztal und in den Klosterbezirk. Das Kloster Heiligkreuztal Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster ist vollständig erhalten. Einige Gebäude der Klosteranlage dienen heute als Bildungsstätte des Stefanuswerks, einer katholischen Laienbewegung. Sehenswert ist der Kreuzgang mit spätgotischen und barocken Wandgemälden sowie die Kirche St.Anna mit einem Chorfenster aus dem 14. Jahrhundert, einem kreuztragenden Christus, spätgotischen Fresken des Meisters von Meßkirch und der »Johannesminne«, einer bemalten Holzgruppe, die Johannes an der Brust von Christus zeigt. Weitere Informationen unter www.historisches-wuerttemberg.de/kloester/kreuztal Zum Freilichtmuseum Heuneburg und nach Hundersingen Durch das Untere Tor verlassen wir das Kloster und biegen kurz vor der Straße Heiligkreuztal–Binzwangen rechts ab auf einen nach Binzwangen führenden Wirtschaftsweg. Gleich am Ortsanfang folgen wir der rechts abzweigenden Straße in Richtung Hundersingen und fahren durch ein Waldgebiet, an dessen südlichem Rand sich einige große keltische Grabhügel erheben; vermutlich handelte es sich bei den Bestatteten um keltische Fürsten. Wenig später erreichen wir den links der Straße gelegenen einstigen keltischen Fürstensitz, die sogenannte Heuneburg. Nach der Besichtigung kehren wir zur Straße zurück und gelangen bequem nach Hundersingen. Eines der ersten Gebäude zur Linken ist das Heuneburgmuseum, das in der ehemaligen Zehntscheuer des Klosters Heiligkreuztal eingerichtet wurde. Abstecher Wer Hohmichele, einen der größten keltischen Grabhügel Europas, besteigen möchte, biegt kurz vor dem Heuneburgmuseum rechts ab in eine Seitenstraße und folgt gleich darauf nach rechts einem Wirtschaftsweg, der 1,5 Kilometer weit zu einem Waldgebiet führt. Nach 500 Metern entlang des Waldrands wenden wir uns nach rechts auf einen Waldweg, der nach 300 Metern zu dem monumentalen Grabhügel führt; auf gleichem Weg zurück nach Hundersingen. Im Donautal nach Riedlingen In Hundersingen folgen wir der Ortsdurchfahrt hinunter in das breite Donautal und biegen kurz nach der Überquerung der Donau links ab auf den Donau-Radweg, der sehr bequem auf der Talsohle, zuletzt entlang eines Kanals, nach Riedlingen führt. Nach links und vor der Donaubrücke erneut nach links kehren wir an unseren Ausgangspunkt zurück.

BADEMÖGLICHKEITEN Hallenbad in Riedlingen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour29 km
Höhenunterschied100 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRiedlingen.
EndpunktRiedlingen.
TourencharakterEine kurzweilige Tour, die vor allem historisch und kunsthistorisch Interessierte ansprechen wird, führt sie doch zum hervorragend erhaltenen Kloster Heiligkreuztal sowie zu monumentalen Grabhügeln und einem Fürstensitz aus der Keltenzeit bei Hundersingen.
KartentippRadwanderkarte des Landesvermessungsamts Baden-Württemberg, Blatt 54 (Oberschwaben), 1 - 100000.
MarkierungenAuf der ersten Streckenhälfte Radwegweiser mit grüner Aufschrift; bis Heiligkreuz- tal auch Wandermarkierung blaues Dreieck; ab Hundersingen Donau-Radweg.
VerkehrsanbindungPkw - Von Ulm auf der B311 im Donautal über Ehingen nach Riedlingen; kurz nach B312-Unterführung abbiegen in Richtung Stadtmitte und unmittelbar vor der Donaubrücke links abbiegen zu Parkplatz am Sportgelände. Bahn: Riedlingen ist Station an der Donaubahn Ulm–Sigmaringen– Tuttlingen–Neustadt.
GastronomieGaststätten in allen Orten an der Strecke; Gaststätte im Kloster Heiligkreuztal; Café im Freilichtmuseum Heuneburg.
Tipps
DIE HEUNEBURG Auf einem Plateau an der Kante des steil zur Donau abfallenden Talhangs bestanden seit dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend immer wieder Siedlungen. Seit einigen Jahren stehen hier ein rekonstruiertes Teilstück einer Befestigungsmauer, die aus sonst nur im Mittelmeerraum üblichen luftgetrockneten Ziegeln besteht, und einige anhand von Grabungsfunden rekonstruierte Holzgebäude. Es handelt sich um einen von dem Griechen Herodot von Halikarnassos im fünften vorchristlichen Jahrhundert als »Stadt Pyrene« bezeichneten keltischen Fürstensitz aus der Zeit um 600–450 v.Chr. Zahlreiche Grabungsfunde wie Fibeln aus Oberitalien und Bronzespiegel aus dem südostalpinen Raum beweisen, dass die hier lebenden Keltenfürsten Handelsbeziehungen mit dem Mittelmeerraum pflegten. Informationen zu den Kelten und zur Heuneburg vermitteln eine Ausstellung in einem der rekonstruierten Gebäude und Erläuterungstafeln sowie das Heuneburgmuseum in Hundersingen; www.heune- burg.de
Tourismusbüro
Städtisches Verkehrsamt, Marktplatz 1, 88499 Riedlingen, Tel. 07371/1830, www.riedlingen.de

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Peter Freier

Das perfekte Rad-Wochenende in Baden-Württemberg

Ab in die Natur! Dieser neue Radführer stellt 30 einfache und spannende Touren für die ganze Familie vor.

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema