Genusstour in Franken

Von Pottenstein nach Gößweinstein

Eine Wanderung durch das Püttlachtal führt auch nach Tüchersfeld, einem zauberhaften Dörfchen. Die Häuser schmiegen sich dicht an bizarre Felstürme. Hubertusfelsen, Bischofsgruppe oder Wachposten gehören zu den imposanten Felsgebilden, die den kleinen Ort in wildromantischer Lage überragen. (Autor: Tassilo Wengel)
12 km
90 m
5.00 h
Wir starten beim Städtischen Verkehrsamt in Pottenstein und gehen die Forchheimer Straße bis zur B 470, wo wir uns nach rechts wenden und der Straße etwa 200 m folgen. Dort überqueren wir die Straße und gehen in den links abzweigenden Waldweg (Leo-Jobst-Weg, Markierung rotes Kreuz). Wir steigen leicht aufwärts, bis bei einer Bank rechts ein Pfad mit mehreren auffälligen Markierungen erscheint, zu denen auch unsere Markierung gehört.

Hier wenden wir uns nach rechts, wandern mal leicht ansteigend, dann wieder abwärts parallel zur Straße und der Püttlach. Wir steigen einige Stufen abwärts und sehen bald durch die Bäume auf der genüberliegenden Seite den Campingplatz »Bärenschlucht« liegen (45 Min.). Unser Weg führt an Felswänden vorbei, die auch bei Kletterern beliebt sind. Wir nähern uns immer mehr der Püttlach, und es bietet sich uns eine schöne Aussicht ins Tal.

Die erste Rast können wir auf der Terrasse der Gaststätte beim Campingplatz »Fränkische Schweiz« einlegen, der direkt am Wanderweg liegt (1:45 Std.). Wir gehen auf dem Leo-Jobst-Weg weiter und kommen auf einem schmalen Waldweg nach Tüchersfeld, dem Felsendorf mit seiner imposanten Ansicht (2 Std.). Hier errichtete man schon Mitte 13. Jh. zwei Burgen, Burg Ober- und Untertüchersfeld, die aber zerstört wurden. Aus den Ruinen der Burg Untertüchersfeld entstand Anfang des 18. Jh. der markante Fachwerkbau, Judenhof genannt, in dem das Fränkische-Schweiz-Museum untergebracht ist.

Variante: Vom Wanderweg in Tüchersfeld bietet sich ein kürzerer Rückweg über Hühnerloh an (Markierung blauer Ring).

Wir folgen weiter dem Leo-Jobst-Weg (Markierung rotes Kreuz), nähern uns der Straße und wandern in den Wald (an dieser Stelle ohne Markierung). Bald ist die Markierung rotes Kreuz wieder sichtbar, mit der wir nach Behringersmühle kommen (2:45 Std.).
Das heißt, wir steigen nicht ab, sondern folgen dem Pfad ohne Markierung weiter (Wegweiser Gößweinstein) aufwärts, kommen an eine Wegkreuzung und schwenken rechts (Hinweis »Gö« am Baum). Wir gelangen auf einen breiteren Weg, halten uns hier rechts, beschreiben mit unserem Weg einen Linksbogen und erreichen auf einem Wiesenweg Gößweinstein (3:15 Std.) an der August-Sieghardt-Straße.

Zunächst gehen wir geradeaus weiter, links oben ist der Gasthof Schönblick, und biegen kurz danach links in die Straße Büchenstock (Wegweiser Bösenbirkig, Hühnerloh, Pottenstein, Markierung blauer Senkrechtstrich). Wir befinden uns auf dem Wallfahrtsweg zwischen Gößweinstein und Pottenstein, wandern aufwärts und kommen zwischen Wiesen und Feldern nach Bösenbirkig (3:45 Std.). Am Dorfteich rechts vorbei, verlassen wir nach der Gaststätte Sebald die Teerstraße links (Wegweiser Hühnerloh, Pottenstein) und wandern zwischen Feld und Wiese nach Hühnerloh, wo sich im Gasthof Bayer eine Rast lohnt (4:15 Std.).

Über eine Asphaltstraße kommen wir zu einer Dreiergabelung, wo wir den mittleren Weg wählen und danach eine Wegekreuzung überqueren. Nun wandern wir im Wald weiter, dürfen den folgenden Abzweig nach links nicht verpassen und folgen der Markierung blauer Querstrich bis zur Kreuzkapelle oberhalb von Pottenstein. Dort wenden wir uns nach rechts und steigen in das Tal, mit schöner Aussicht auf den Ort, abwärts. Über die Forchheimer Straße erreichen wir den Ausgangspunkt (5 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied90 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPottenstein, Städt. Verkehrsamt/Kurverwaltung.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVorwiegend auf gut begehbaren Wald- und Feldwegen, im Püttlachtal schöne Durchblicke und imposante Felsgebilde, auf dem Rückweg vor allem weite Feldlandschaft. 
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz Veldensteiner Forst – Hersbrucker Alb, Blatt Süd, 1:50 000.
MarkierungenRotes Kreuz, Blauer Senkrechtstrich.
VerkehrsanbindungAutobahn A 9, Ausfahrt Pegnitz/Grafenwöhr, auf B 2/B 470 nach Pottenstein. Busverbindung mit Bayreuth und Ebermannstadt.
GastronomieGößweinstein: Zahlreiche Gasthöfe und Cafés. Hühnerloh: Gasthof-Pension-Café Bayer. Behringersmühle: Gasthof Zur Behringersmühle, Haus Nr. 8.
Tipps
Forsthaus Schweigelberg, Behringersmühle
Ein schönes Forsthaus mit großem duftenden Kräutergarten erwarten den Wanderer hier. Unter dem Motto »Entspannen in der Natur und Genuss der frischen Kräuterküche« serviert Marga Linhard allerlei Schmankerl.
Adresse: Forsthaus Schweigelberg, Behringersmühle, 91327 Gößweinstein, Tel. 0172/ 812 08 71, www.forsthausschweigelberg.de
Öffnungszeiten: April bis Oktober Do–Mo und nach Vereinbarung
Plätze: 2 Gasträume mit 15 und 25 Plätzen, vor dem Haus vier Tische mit Bänken
Spezialitäten: Speisen aus frischen, saisonalen Produkten schonend zubereitet
Informationen
Ein Besuch im Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld ist zu empfehlen, weil es in vielfältiger Weise über den Landschaftsraum Fränkische Schweiz informiert. Geologische, archäologische und historische Gegebenheiten gehören ebenso dazu wie ein Überblick über die bäuerliche Lebensweise und das Handwerk. Die Synagoge vermittelt Informationen über die Juden, die seit dem Mittelalter in Franken siedeln. (Geöffnet April – Oktober Di – So 10.00 – 17.00 Uhr, Winter nur So 13.30 – 17.00 Uhr).
Unterkunft
Pottenstein: Hotel-Restaurant Forellenhof, Tel. 09243/9 24 20, Fax 09243/92 42 80. Hotel Schwan***, Tel. 09243/98 10, Fax 09243/73 51. Gasthof Goldene Krone, Tel. 09243/ 9 24 30, Fax 09243/92 43 10.
Tourismusbüro
Städtisches Verkehrsbüro/Kurverwaltung, Forchheimer Str. 1, 91276 Pottenstein, Tel. 09243/7 08 41, Fax 09243/7 08 40. Internet: www.pottenstein.de.

Buchtipp

Tassilo Wengel

Mystische Pfade Fränkische Schweiz

Mehr als wandern: Dieser Wanderführer Fränkische Schweiz lotst durch urwüchsige Landschaft, zu historischen Bräuchen und geheimnisvollen Kraftorten.

zum Shop
Mehr zum Thema