Von Pessenbach auf den Rabenkopf

Bis zur Staffelalm und mit Gipfelanstieg über den Südhang insgesamt einfache Bergwanderung; im zweiten Wegabschnitt (Hangquerung) einige exponierte Wegstellen, die konzentriertes Gehen verlangen; der felsdurchsetzte Gipfel- Direktanstieg über die steile Nordflanke erfordert etwas Übung; dank der separaten Position des Rabenkopfs beeindruckender Ausblick. (Autor: Bernd Riffler, Heinrich Bauregger)
Der Aufstieg beginnt beim Pessenbacher Wanderparkplatz (650 m) an der B 11 zwischen Benediktbeuern und Kochel. Vom Parkplatz geht’s zuerst über die B 11, dann in südwestlicher Richtung über eine Wiese und in den Waldschatten hinein. Nach der ersten Steiletappe lichtet sich wieder das Gehölz, so dass bei sommerlichen Temperaturen einige schweißtreibende Mühen anstehen. Nach einem wieder schattigen Wegabschnitt trifft man auf dem Wiesenboden der Ortereralm (1089 m) ein, wo eine Holzhütte und mehr noch ein Brunnen die Stimmung heben.

Der ausführliche Flüssigkeitsnachschub ist auch nötig, weil gleich danach der steile Girgl- Fischer-Steig einsetzt, der mit einigen Serpentinen einen Wiesenhang erklimmt. Auf der Höhe wird noch ein Blick auf die malerisch platzierte Ortereralm geworfen und anschließend der Querweg zum Sattel unterhalb des Rabenkopfgipfels aufgesucht, der zwar nahezu eben verläuft, aber mit einigen exponierten Wegstellen aufwartet, die konzentriertes Gehen verlangen. Nach einem kurzen Anstieg steht man auf dem bereits genannten Wiesensattel zwischen Glaswand und Rabenkopf, der mit schönen Ausblicken und gemütlichen Rastplätzen auch einen längeren Aufenthalt ermöglicht.

Hier entscheidet man sich, ob man den schräg rechts abzweigenden Direkt-Pfad zum Gipfel wählt (nur für Geübte!) oder aber auf der gefahrlosen Route noch eine Zeit lang am Südhang entlangwandert und über die Staffelalm (1.321 m) zum Gipfelkreuz des Rabenkopfs (1.555 m) aufsteigt. Wer sich die Direttissima zutraut, wird die erste Variante wählen, weil im anderen Fall der Gipfelsturm über den ungeschützten südseitigen Wiesenhang erst nach der ausgiebigen Brotzeit ansteht und dem gemäß meist Theorie bleibt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied910 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortPessenbach (650 m)
AusgangspunktPessenbach (650 m) an der B 11 zwischen Benediktbeuern und Kochel, Wanderparkplatz neben der Straße.
EndpunktPessenbach (650 m) an der B 11 zwischen Benediktbeuern und Kochel, Wanderparkplatz neben der Straße.
TourencharakterDer Rabenkopf bei Pessenbach vor Kochel reißt mit seiner Höhe von »nur« 1.559 Metern zwar keinen gestandenen Alpinisten vom Hocker. Dennoch ist der waldreiche Vorgebirgsgipfel vom Geheimtipp längst in die Bestsellerränge aufgestiegen, weil er mit einer umfassenden Aussicht aufwartet, die so mancher berühmten Aussichtskanzel durchaus das Wasser reichen kann. Auf der mittlerweile wieder bewirtschafteten Staffelalm war übrigens der Maler Franz Marc gern zu Gast.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte LVG 1:50000, Bad Tölz – Lenggries und Umgebung; Kompass Wanderkarte 1:50000, Nr. 182 Isarwinkel.
MarkierungenBestens markierte Wege.
VerkehrsanbindungAutobahn München – Garmisch, Ausfahrt Penzberg, Bichl, B 11 Benediktbeuern, Richtung Kochel. Bahnstation Benediktbeuern oder Kochel, Bus zum Ausgangspunkt.
GastronomieStaffelalm, aber auch Verpflegung aus dem Rucksack
Informationen
Schmied von Kochel: Aus Kochel stammte einer unbewiesenen Überlieferung nach der legendäre »Schmied von Kochel«, der 1705 in der denkwürdigen Sendlinger »Mordweihnacht« vor den Toren Münchens eine heldenhafte Rolle gespielt haben soll. Der Inkarnation bayerischer Urgewalt wurde im Kochler Ortszentrum ein stattliches Denkmal gesetzt.
Unterkunft
Benediktbeuern, Kochel.
Tourismusbüro
Tourist-Info Kochel am See, Kalmbachstr. 11, 82431 Kochel, Tel. 08851/338, Fax 5588, E-Mail: info@kochel.de, Internet: www.kochel.de

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