Von Oberstdorf nach Gerstruben

Eine einfache Talwanderung mit einem nicht allzu langen Anstieg nach Gerstruben, die beeindruckende Blicke auf das Allgäuer Hochgebirge bietet. Wählt man als Auf- und Abstieg nach Gerstruben die Fahrstraße, kann die Tour auch im Winter auf geräumten Wegen unternommen werden. (Autor: Bernhard Irlinger)
13 km
390 m
4.00 h
Von der Talstation der Nebelhornbahn in Oberstdorf gehen wir kurz an der Trettach entlang flussaufwärts zu einer Straßenbrücke. An ihrer rechten, westlichen Seite (Wegweiser Gerstruben) setzt ein Wanderweg an, der uns am Fluss entlang zur Brücke am Café Jägerstand bringt. Auf ihr links über die Trettach und danach auf der Kiesstraße nach rechts. An der nächsten Kreuzung geradeaus, bald vorbei am Gasthof Gruben und auf schönem Alleeweg zu den ersten Häusern von Dietersberg. Der Weg schwenkt rechts zum Fluss und stößt neben einer Brücke auf eine Fahrstraße, der wir links nach Dietersberg folgen.
Die nach Gerstruben abzweigende Straße bleibt unbeachtet. Wir gehen geradeaus, bis wir links (Wegweiser Gerstruben über Hölltobel) auf einen schmalen Weg abbiegen. Er schlängelt sich bald links des Hölltobels aufwärts und ein Steg bietet tiefe Einblicke in die enge Schlucht. Weiter links der Klamm aufwärts, bis ein kurzer Abstecher nach rechts einen atemberaubenden Blick auf einen Wasserfall bietet. Der Weg wendet sich nach links und führt uns zur Fahrstraße, die uns rechts über Wiesen in das nahe Gerstruben (1155m) hinaufführt. An der Weggabelung vor dem ersten Hof nach rechts und nach dem Gebäude rechts über die Wiese abwärts (Wegweiser Christlessee über Rautweg). Über eine seilgesicherte Felsstelle zum Dietersbach und jenseits der Brücke aufwärts zur Rautwiese. Anschließend führt uns der Weg in Kehren durch den Waldhang zu einem breiten Wanderweg hinab. Auf ihm nach rechts (Wegweiser Oberstdorf) und in Gottenried auf schmaler Teerstraße zu einer Kreuzung vor dem Dietersbach. Für einen Abstecher zum Christlessee folgen wir der breiten Schotterstraße nach links und überqueren geradewegs die Trettach und eine Teerstraße. Vorbei an der gleichnamigen Wirtschaft erreichen wir nach kurzer Strecke den geheimnisvoll schimmernden Christlessee. Anschließend zurück zur Kreuzung in Gottenried und links über den Dietersbach (Wegweiser Oberstdorf) zum Abzweig in den Hölltobel.
Geradeaus geht es nun auf schon bekanntem Weg über Dietersberg und Gruben zurück zur Talstation der Nebelhornbahn in Oberstdorf.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied390 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDie Talstation der Nebelhornbahn.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterSüdlich von Oberstdorf zwängt sich das Trettachtal, über dem eindrucksvolle Berggestalten wie die Höfats und die Trettachspitze aufragen, in die Allgäuer Alpen. Von den Wiesen im Talgrund führt ein steiler Anstieg an der tief eingeschnittenen Klamm des wilden Hölltobels entlang zur malerischen Höhensiedlung Gerstruben mit ihren wettergegerbten Höfen, die uns in längst vergangene Zeiten zurückversetzen.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50000 des Bayerischen Landesvermessungsamtes, Blatt Allgäuer Alpen.
MarkierungenWanderwegweiser.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der B19 durch das Illertal nach Oberstdorf und der Beschilderung folgend zur Talstation der Nebelhornbahn am südöstlichen Ortsrand. Oberstdorf ist mit der Bahn und verschiedenen Buslinien hervorragend zu erreichen.
GastronomieMehrere Gasthöfe entlang der ganzen Strecke.
Tipps
Gerstruben. Hoch über dem Trettachtal liegt am Fuße der Höfats Gerstruben, die schönste Höhensiedlung im Allgäu. Besiedelt wurde Gerstruben ebenso wie das Kleinwalsertal im 14.Jh. von Walsern aus dem Lechtal. Dorthin waren dann auch über die Jahrhunderte die Verbindungen viel enger als in das nahe Oberstdorf. Ende des 19.Jh. gaben die letzten Bauern von Gerstruben den einsamen Kampf gegen die übermächtige Natur auf. Das Dorf verfiel, bis es 1953 von Oberstdorfer Bürgern gekauft wurde. Sie restaurierten liebevoll die letzten vier Hofgebäude, die Kapelle und die Säge am Dietersbach und retteten so diese einzigartige Bergidylle, die vom harten, längst vergangenen Leben der Bergbauern erzählt.
Unterkunft
In Oberstdorf.
Tourismusbüro
Kurverwaltung Oberstdorf, Tel. 08322/7000; www.oberstdorf.de

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