Von Neuglobsow zum Stechlinsee

Schöne Wanderung auf bequemen Wegen, vorwiegend im Wald, oft sehr reizvolle Aussichten auf den See. (Autor: Tassilo Wengel)
Wir starten beim Parkplatz am Ortseingang von Neuglobsow, gehen zum Badestrand und schwenken nach links (Markierung roter Querstrich). Am Seeufer entlang erreichen wir das Institut für Gewässerökologie, müssen den Uferweg verlassen und können nach dem Gebäude wieder zum Uferweg zurückkehren. Wir überqueren den Polzowkanal auf der Leddernbrück (1:30 Std.) und folgen nun der Markierung gelber Querstrich. Auf schönem Pfad wandern wir am Ufer einer kleinen Halbinsel – Hölzchen genannt – entlang.
An einer Schutzhütte treffen wir wieder auf die Markierung roter Querstrich, überqueren den Auslaufkanal am ehemaligen Kernkraftwerk Rheinsberg. Wir gehen nach links über die Brücke, schwenken dann nach rechts und folgen dem Weg in Richtung Nordufer (Markierung grüner Querstrich).
Nun wandern wir auf schönem Weg direkt am See entlang, uralte Buchen hängen weit herab und berühren mit ihren Zweigen die Wasserfläche. Wir passieren das Totalreservat Stechlin, das vollkommen naturbelassen ist. Über einen kleinen Rücken gelangen wir wieder zum Seeufer, der Weg wird breiter, und Badebuchten mit Sandflächen laden zum Verweilen ein. Wo unser Wanderweg einen blau markierten Weg tangiert, halten wir uns rechts und gehen auf dem anfangs noch grün markierten Weg am Seeufer weiter. Links erheben sich kleine Hügel, die mit dem Fenchelberg ihren höchsten Punkt erreichen. Wir wandern auf dem Uferweg weiter, kommen am Strandbad vorbei und gehen die Stechlinseestraße zurück zum Ausgangspunkt (4:15 Std.).
Variante.
Nach dem Polzowkanal weiter der Markierung roter Querstrich folgen. Nach leichtem Anstieg durch Wald führt der Weg zu einer kleinen Schutzhütte, wo sich mehrere Wege vereinen. Die Variante ist 3,5 km kürzer.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktNeuglobsow, Parkplatz am Ortseingang.
EndpunktWie Ausgangspunkt
Tourencharakter»Zwischen flachen, nur an einer einzigen Stelle steil und quaiartig ansteigenden Ufern liegt er da, rundum von alten Buchen eingefasst, deren Zweige, von ihrer eigenen Schwere nach unten gezogen, den See mit ihrer Spitze berühren«, so schwärmte Theodor Fontane vom Stechlinsee. Wahrlich bietet sich bei einer Umrundung des Sees eine wunderschöne Wanderung.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wander- und Radtourenkarte Nr. 743, Ruppiner Land, 1:50000.
MarkierungenRoter Querstrich, grüner Querstrich.
VerkehrsanbindungAutobahn A 10 Berliner Ring, Ausfahrt Birkenwerder, auf B 96 über Oranienburg, Löwenberg, Gransee nach Neuglobsow.
GastronomieNeuglobsow: Restaurant & Café Haus am Dagowsee, Dorfstraße 9; Restaurant & Logis Luisenhof, Stechlinseestraße 8.
Tipps
Die Entstehung Neuglobsows geht auf eine Glashütte zurück, die etwa 1780 ihren Betrieb aufnahm und grünes Glas herstellte. Um 1900 begann die Entwicklung zum Erholungsort, denn betuchte Berliner entdeckten die Schönheit der Gegend und bauten prächtige Sommervillen. Als 1928 eine Kleinbahn zwischen Gransee und Neuglobsow gebaut wurde, stieg die Zahl der Besucher sprunghaft. Allerdings wurde das Bahnzeitalter mit der Demontage 1945 beendet, der Tourismus dagegen entwickelte sich bis heute weiter.
Unterkunft
Neuglobsow: Gaststätte & Pension Fontanehaus, Tel. 033082/ 6490; Hotel »Brandenburg«, Tel. 033082/656000, Fax 033082/ 656066.
Tourismusbüro
Touristinformation des Erholungsortes Neuglobsow, Stechlinseestraße 9, Tel. 033082/70202.

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