Von Moosburg nach Landshut

Leichte, jedoch nach der Isar-Amper-Brücke bei Volkmannsdorf 15km lange und teilweise einförmige Strecke. (Autor: Ludwig Graßler)
21 km
25 m
6.00 h
Ausgangspunkt für die Weiterwanderung ist der Gasthof »Zur Lände« auf der Nordwestseite der Isarbrücke. Die Route für den Fußwanderer bleibt auf der Westseite der Isar, die hier gen Norden fließt. Nach der Siedlung tauchen wir nach rechts wieder in den Auwald ein, kommen auf einem Parkweg an Sitzgruppen vorbei, überschreiten auf einer kleinen Brücke einen Bachlauf und biegen schließlich auf dem Hochwaserdamm nach links (Norden) ab. Dem von links nach rechts kreuzenden Weg folgen wir bis zum Isarufer und wandern dann, mit dem Wasser zur Rechten, durch die hier besonders reizvolle Flusslandschaft. Etwa bei der Flusskilometermarke 91,4 stellen wir fest - Wir sind zu beiden Seiten von Wasser umgeben. Unmerklich hat sich die aus der Gegend von Schloss Linderhof und vom Ammersee herbeifließende Amper (Flusslänge 175km) uns zur Seite gesellt (oberhalb des genannten Sees heißt sie Ammer). Der betonierte und mit großen Steinen gesicherte Weg verhindert eine vorzeitige Vereinigung der beiden Flüsse. Erst bei Flusskilometer 90,8 wird das Zusammenfließen erlaubt. Vorher steigen wir 33 Stufen zur Isar-Amper-Brücke hinauf. Von links oben grüßt die Ortschaft Volkmannsdorf. Gut 1,5km Weglänge (einschließlich Rückweg) müssen wir zusätzlich in Kauf nehmen, wenn wir einen Abstecher zum Schloss Isareck unternehmen wollen. Hierzu steigen wir an einem alten Holzstadel mit Schindelwalmdach vorbei die Treppe nach Volksmannsdorf hinauf und durchqueren das Dorf amperaufwärts. Das Schlossgebäude wurde 1559–1570 für den Wittelsbacher Herzog Albrecht V. von einem Moosburger Maurermeister erbaut. 1648 brannte es aus und wurde 1664 wieder hergestellt. Auch die Bauten an der Zufahrt stammen aus dem 16. Jahrhundert. Besitzer sind die Grafen La Rosé. Die Schlosskapelle zum hl. Georg ziert eine Stuckdecke von 1660. Am Hang zwischen der Straße Isareck – Volkmannsdorf und dem Amperfluss verläuft die Eisenbahnlinie München–Landshut–Regensburg bzw. Landshut–Passau. Zurück auf der Isar-Amper-Brücke verlassen wir diese über die Stufen hinunter zum Nordufer der hier sich vereinigenden Alpenflüsse. Zum weiteren Verlauf der Tageswanderung auf dem nordseitigen Isarufer bedarf es keiner umfangreichen Wegbeschreibung; ein Verlaufen ist nicht möglich. Der mehr oder weniger mit Gras eingewachsene Uferweg von der Ampermündung bis zur Isarinsel in Landshut ist ungefähr 16km lang. Man wandert demnach drei bis vier Stunden durch Grünbereiche am Fluss. Nach der Einmündung des Mittleren Isarkanals hat der Bergfluss endlich wieder seine volle Wassermenge. Schon von fern sieht man die wehrhafte Burganlage der Trausnitz. Unbehindert vom Verkehr werden die Autostraßen unterquert. Parkbänke laden zum Verweilen ein, und aus der Altstadt grüßt der 130m hohe Turm von St.Martin herüber. Auf kurzweiligem Weg erreicht der Wanderer den Gasthof auf der Insel oder die »Sonne« in der Altstadt.

Höhenunterschied - ?25 m ?32 m

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour21 km
Höhenunterschied25 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMoosburg
EndpunktLandshut, Isarinsel
TourencharakterBei Hochwasser kann die nachfolgend beschriebene Fußstrecke zur Isar-Amper-Brücke bei Volkmannsdorf unpassierbar sein. In diesem Fall ist diese Brücke entlang dem rechtsseitigen Hochwasserdamm und über einen Nebenweg bei der Volkmannsdorferau erreichbar.
Beste Jahreszeit
KartentippFreising, Isarbrücke zwischen Domberg und Ortsteil Lerchenfeld (linkes Ufer). Topografische Karte Landshut und Umgebung, 1 - 50000; Karte Isarradweg München-Deggendorf, 1:100000, Galli Verlag Hohenwart; an den Infostellen erhältlich.
MarkierungenNur spärlich; Orientierung ab der Ampermündung völlig unproblematisch; die Radroute ist ausreichend beschildert.
VerkehrsanbindungAm Ausgangs- und Endpunkt Bahnverbindungen nach München sowie nach Platt- ling und Passau; ab Plattling mit der Waldbahn über Deggendorf nach Spiegelau und Grafenau.
GastronomieKeine
Tipps
Fluss-km Moosburg 95, Einmündung der Amper 90,8, des Werkkanals 87,8, des mittleren Isarkanals 78,2 und Landshut 75. Landshut 393m, zirka 60000 Einwohner, Sitz der Regierung des Bezirkes Niederbayern. Der Name wird abgeleitet von der ursprünglichen Bezeichnung für die Burg - »zu wer, schutz und huet des lands«. Gegründet 1204; 1255–1503 Hauptstadt des Teilherzogtums Niederbayern, 1800–1826 Universität. Die berühmte historische »Fürstenhochzeit« von 1475 wird alle vier Jahre aufgeführt. Sehenswürdigkeiten: Die einheitlich gotische Altstadt – sie ist einmalig in Deutschland; das gotische Münster St.Martin (1389 bis um 1500) mit dem höchsten Backsteinkirchturm der Welt; im Kirchenschiff Leinberger-Madonna, großes Kruzifix von 1495, spätgotischer Hochaltar von 1424, beeindruckendes, kühn gebautes Kirchenschiff. Gegenüber dem Rathaus steht die zu besichtigende herzogliche Stadtresidenz. Das Zisterzienserkloster Seligenthal wurde 1231 von Ludmilla, der böhmischen Fürstentochter, Witwe des Grafen von Bogen und Gemahlin des Herzogs Ludwig I. des Kelheimers, nach dessen Tod gestiftet.
Unterkunft
Hotel-Gasthof Zur Insel, Badstraße 16, 84028 Landshut, Tel. - 0871/923160, Fax: 9231636; Hotel-Gasthof Goldene Sonne, Neustadt 520, 84028 Landshut, zentral gelegen, Tel.: 0871/92530; Jugendherberge Ottonianum, Richard Schirrmannweg 6, 84028 Landshut, Tel.: 0871/23449, Fax: 274947.
Tourismusbüro
Verkehrsverein im Rathaus Landshut, Altstadt 315, Tel.: 0871/92205-0, Fax: 89275, Internet: www.landshut.de.
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