Von Meiningen zum Melkerser Felsen

Theatralische Aussichten (Autor: Norbert Forsch)
13 km
180 m
4.00 h
Meiningen ist als Theaterstadt berühmt geworden. Viele Bauwerke zeugen von einer bewegten Vergangenheit, darunter das Schloss Elisabethenburg, die Stadtkirche, das Büchner’sche Haus und nicht zuletzt das Schlundhaus. Der Sage nach wurden dort die Thüringer Klöße erfunden.
Zum Diezhäuschen.
Wir beginnen die Wanderung auf dem Markt in Meiningen und verlassen ihn durch die Schlundgasse. Dann biegen wir rechts in die Ernestinerstraße ein und schwenken links in die Schlossgasse. Die Burggasse queren wir rechts versetzt und gelangen so auf den Schlossplatz. Der Wanderweg führt nun am Schloss vorbei auf einen Gehweg. Er ist mit Bronzeplaketten des Johannes-Brahms-Weges markiert. Auf der Bogenbrücke überschreiten wir die Werra, halten uns halbrechts und wandern bergan. Bald müssen wir scharf nach links und die Herrenbergstraße queren und steigen auf gewundenem Weg zum aussichtsreichen Diezhäuschen hinauf.
Zum Melkerser Felsen.
Wir setzen die Wanderung Richtung Herpf fort, richten uns nach dem roten Balken und dem roten Keil gegen die Spitze und steigen weiter den Berg hinauf. Auf der Höhe kommen wir auf einen breiten Forstweg, der uns zur Kreuzung Sternplatz bringt. Dort schwenken wir nach rechts und halten uns sofort wieder links. Dann wandern wir geradeaus, queren die Hochspannungsleitung und einen breiten Forstweg und kommen auf einen Pfad. Wir folgen ihm am Waldrand entlang in die Waldecke und geradeaus in den Wald. Abwärts erreichen wir einen breiten Forstweg und biegen links ein. Die folgende Kreuzung nehmen wir rechts und erreichen eine Forststraße. Wir schwenken nach rechts und achten auf das grüne Dreieck, das nur ab und an auf Bäumen zu sehen ist. Nach etwa 2 km folgen wir der Linkskurve des Weges. In der Rechtskurve kurz danach biegen wir links in einen Waldpfad ein und erreichen die Hütte auf dem Melkerser Felsen. Weit schweift der Blick über das Herpftal mit Melkers und Walldorf.
Habichtsburg und Schaubachhütte.
Wir gehen zur Linkskurve zurück und geradeaus auf einen unbefestigten Waldweg. Nun leitet der grüne Tropfen gegen die Spitze. An der folgenden Gabelung halten wir uns rechts, dann geradeaus und gehen bald immer steiler bergab. Der Weg verengt sich und zieht nach rechts zu einer breiten Forststraße. Wir folgen einem Wegweiser nach rechts Richtung Habichtsburg und schwenken gleich links auf einen steil ansteigenden Pfad. Stufen helfen beim Aufstieg.
Der Pfad führt am alten Brunnen der frühmittelalterlichen Habichtsburg vorbei. Die wenigen Ruinenreste auf der Höhe fallen kaum ins Auge. An der nächsten Kreuzung gehen wir rechts zu einer Schutzhütte und halblinks weiter. Die Route führt stetig ansteigend am Berghang entlang, leicht links haltend über die Kreuzung vor einer Ruhebank und rechts auf den folgenden Querweg. Nun halten wir uns geradeaus, unterqueren die Hochspannungsleitung und wandern am Sendemast vorbei zur Schaubachhütte. Von dort führt uns der grüne Tropfen zum Sternplatz. Dann wandern wir auf bekanntem Weg über das Diezhäuschen nach Meiningen zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied180 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMarktplatz Meiningen
EndpunktMarktplatz Meiningen
TourencharakterWaldwanderung auf Kieswegen und Pfaden; Panoramablicke.
Beste Jahreszeit
KartentippTK 50 W »Thüringische Rhön«, 1:50 000, Blatt 52, Thüringer Landesvermessungsamt
MarkierungenJohannes-Brahms-Weg bis Diezhäuschen; roter Balken, roter Keil gegen die Spitze und anschließend grünes Dreieck zum Melkerser Felsen; grüner Tropfen gegen die Spitze bis Diezhäuschen; Johannes-Brahms-Weg bis Meiningen
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A 71 zur Anschlussstelle Meiningen; Meiningen liegt am Schnittpunkt der Bundesstraßen 19, 89 und 280. Bahnstrecke Eisenach–Bad Neustadt an der Saale.
GastronomieMeiningen: Hotel Schlundhaus&Rautenkranz, Schlundgasse 4, Tel. 03693/81 38 38, www.meininger-hotels-mit-flair.de; Pension Ratsstube, Anton-Ulrich-Str. 1, Tel. 03693/811 70, www.thuringia-online.de/ratsstube; Posthalterei im Sächsischen Hof, Georgstr. 1, Tel. 03693/45 70, www.sächsischerhof.com; Turmcafé im Hessensaal, Schloßplatz 1, Tel. 03693/ 88 10 36
Tipps
FREIZEIT-TIPP: DIE GOETZ-HÖHLE Vom Schloss Elisabethenburg in Meiningen ist es nicht weit zur Goetz-Höhle am südwestlichen Ortsrand. Man erreicht sie zu Fuß auf dem sogenannten Meininger, einer 13,5 km langen Extratour des Premiumwanderweges Hochrhöner. Der Weg ist mit einem roten M markiert. Die Goetz-Höhle wurde 1915 von dem Kaufmann Reinhold Goetz entdeckt und als Schauhöhle hergerichtet. Mit einem 450 m langen Führungsweg ist sie die größte für den Besucherverkehr zugelassene Kluft- und Spalthöhle in Europa. Für Kinder unter sechs Jahren ist sie allerdings nicht geeignet. Geöffnet 1. Mai–30. Sept. Di–So 10–17 Uhr, 1. Okt.–30. April Di–So 11–15 Uhr; Tel. 03693/50 34 84, www.goetz-hoehle.de REZEPT: THÜRINGER KLÖSSE Die berühmten Thüringer Klöße, auch »Hütes« genannt, wurden der Sage nach im Meininger Schlundhaus von Frau Holle persönlich zum ersten Mal hergestellt. Mit dem traditionellen Hütesfest feiern die Meininger alljährlich im Juli die Legende vom Kartoffelkloß und ihre besondere Leibspeise. Zutaten: mehlige Kartoffeln, Salz, geröstete Semmelstückchen. Zubereitung: Kartoffeln schälen. Aus 1/3 einen dünnen Kartoffelbrei kochen. Die restlichen 2/3 reiben und auspressen. Die Brühe stehen lassen, bis sich die Stärke abgesetzt hat. Die geriebenen Kartoffeln zusammen mit dem heißen Kartoffelbrei, der Stärke und einer Prise Salz gut vermischen. Klöße mit den Händen formen, dabei in der Mitte ein paar geröstete Semmelstückchen hineindrücken. In heißem, aber nicht kochendem Wasser ziehen lassen, bis die Klöße an die Oberfläche steigen. EINKEHR-TIPPS Meiningens Gastronomie besticht durch Vielfalt. Sie reicht von der Thüringer Bratwurst auf dem Markt bis hin zur Haute Cuisine in historischen Gemäuern. An dieser Stelle seien drei Häuser genannt, die zu den ersten Adressen zählen. Europas schönstes Barockcafé ist das Turmcafé im Hessensaal hoch oben im Mittelresalit von Schloss Elisabethenburg. Mit einem fantastischen Blick auf die Stadt kann man hauseigene Kuchen, Kaffee- und Schokoladenspezialitäten sowie erlesene Teesorten genießen. Das historische Schlundhaus ist Inbegriff für die Leibspeise der Meininger, die Hütes, gemeinhin als Klöße bekannt. In der Gaststube des Hauses wurden der Überlieferung nach die Thüringer Klöße erfunden. Im Romantik-Hotel Sächsischer Hof verspricht die Kutscherstube Gemütlichkeit bei thüringischen Spezialitäten. Das Restaurant in den ehemaligen Räumen der Fürstlich Thurn und Taxis’schen Poststation bietet ein einzigartiges Ambiente und besondere Gaumenfreuden.
Unterkunft
Meiningen: Hotel Schlundhaus&Rautenkranz, Schlundgasse 4, Tel. 03693/81 38 38, www.meininger-hotels-mit-flair.de; Pension Ratsstube, Anton-Ulrich-Str. 1, Tel. 03693/811 70, www.thuringia-online.de/ratsstube; Posthalterei im Sächsischen Hof, Georgstr. 1, Tel. 03693/45 70, www.sächsischerhof.com; Turmcafé im Hessensaal, Schloßplatz 1, Tel. 03693/ 88 10 36

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