Von Krün zur Soierngruppe

Ausgedehnte, 2-tägige Bergtour, die einige Bergerfahrung erfordert; großartige Gipfelausblicke, insbesondere auf die atemberaubend nahen düsteren Karwendelmauern (Autor: Bernd Riffler, Heinrich Bauregger)
Der traditionelle Zugang führt von Krün (875 m) auf einer Forststraße zur Fischbachalm (1403 m), wo man sich bis zum Soiernhaus (1616 m) für zweierlei Routen entscheiden kann, entweder für den völlig gefahrlosen einstigen Reitweg durch den Hundsstall oder für den westlich davon angelegten, stellenweise etwas exponierten, aber wesentlich reizvolleren Lakaiensteig. Nach der Hüttennacht geht’s westwärts und links an den Soiernseen vorbei zur gewaltigen Sandreiße im steilen Kar zwischen Soiernspitze und Reißender Lahnspitze, durch das man zur Soiernscharte hinaufsteigt. Von hier aus ist’s links hinüber fast nur noch ein Katzensprung bis zur Paradekanzel der Soiernspitze (2257 m).
Anschließend kehrt man zur Scharte zurück und steigt über die freien Südhänge mit weiterhin großartigen Ausblicken zur Fereinalm und Krinner- Kofler-Hütte (1394 m) ab. Von der Alm wandert man im Seinsbachtal ca. 1 km westwärts bis zum links abzweigenden Jägersteig, der hoch überm Seinsbachgraben im Waldschatten dahinzieht und dann zur Aschauer Alm absteigt. Hinter der beliebten Ausflügler- Einkehr geht‘s schließlich rechts zur Fereinalm-Versorgungsstraße, auf dieser ca. 1 km nach links zur Bushaltestelle an der Seinsbachbrücke, wo der Bus nach Krün vorbeikommt. Neben dieser Standard-Runde stehen die klassischen Gipfeltouren rund um den Soiernkessel, die in verschiedensten Varianten möglich sind. So kann man eine Teilumrundung vornehmen, die vom Soiernhaus zunächst auf einem ehemaligen Reitsteig westwärts die Schöttlkarspitze (2050 m) ansteuert, dann zum Feldernkreuz (2048 m), über Felsstufen und Geröll zum Feldernkopf (2071 m) und anschließend mit etwas heikleren Passagen (ggf. Südumgehung benutzen) zur Reißenden Lahnspitze (2209 m) führt. Von hier geht’s schließlich über die Soiernscharte zur Soiernspitze (2257 m) und zuletzt auf der bereits genannten Sandreiße zu den Soiernseen und zum Soiernhaus zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour24 km
Höhenunterschied1390 m
Dauer9.00 h
Schwierigkeit
StartortKrün
AusgangspunktKrün (875 m), Parkplatz am südöstlichen Ortsrand bei der Isarbrücke.
EndpunktSeinsbachbrücke an der B 11 nördlich von Mittenwald, Bushaltestelle, bzw. Ausgangspunkt.
TourencharakterDie wuchtige Soierngruppe bei Krün ist mit ihrem Gipfelhufeisen um den wildromantischen Hochkessel mit den kleinen Soiernseen eine Welt für sich. Außerdem ist die Vorkarwendelgruppe eine der großartigsten Proszeniumslogen im bayerischen Gebirge. Insofern zählt die zweitägige Soierntour in der Bergsteigergunst mit Recht zu den unverwüstlichen Touren-»Klassikern«.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte LVG 1:50000, Karwendelgebirge; Kompass Wanderkarte 1:50000, Nr. 6 Walchensee – Wallgau – Krün.
MarkierungenZuverlässig bezeichnete und beschilderte Wege.
VerkehrsanbindungAutobahn München – Garmisch, auf der B 2 weiter in Richtung Mittenwald, Abzweigung Krün; oder auf der B 11 über Kochel, Walchensee, Wallgau nach Krün; Bahnstationen Garmisch, Mittenwald und Kochel, Busanschluss nach Krün.
GastronomieFischbachalm (im Sommer einfach bewirtschaftet), Soiernhaus, Gasthaus Jägerhaus (Fereinalm).
Informationen
»Lüftl«-Kunst: Der heitere Charakter der oberbayerischen Gebirgsorte wird nicht zuletzt von den farbenfrohen »Lüftl«- Fresken an den Hausfassaden bestimmt. Diese barocke Kunstgattung erreichte im ausgehenden 18. Jh. ihren Höhepunkt, als die bedeutendsten »Lüftl«-Maler, der Mittenwalder Franz Karner und der Oberammergauer Franz Zwinck, im Zenit ihrer Laufbahn standen. Schöne Zeugnisse der »Lüftl«-Kunst finden sich auch in Wallgau und Krün.
Unterkunft
Soiernhaus (Pfingsten– Mitte Okt. bewirtschaftet).
Tourismusbüro
Tourist-Information Krün, Schöttlkarspitzstr. 15, 82494 Krün, Tel. 08825/1094, Fax 2244, E-Mail: tourist-info@kruen.de, Internet: www.kruen.de

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