Wandern in dern Fränkischen Schweiz

Von Hollfeld zum Schloss Freienfels

Das obere Wiesenttal ist reich an Burgen, Schlössern und Ruinen, Freienfels stellt dort ein beliebtes Ausflugsziel dar. Beeindruckend ist das hoch über dem kleinen Dorf Freienfels thronende gleichnamige Schloss, das auf einem 45 Meter hohen Felsen steht. Nähert man sich dem Schloss vom Weiler Schafhof, ist die exponierte Lage besonders deutlich zu erkennen.
7 km
20 m
3.00 h

Von Hollfeld nach Freienfels

Vom Oberen Tor gehen wir die Niklasengasse abwärts, überqueren die Kulmbacher Straße und gelangen über die Straße »Am Weiherer Weg« zur Bamberger Straße. Hier wenden wir uns nach rechts und folgen der Markierung blauer Punkt nach Weiher. Hier stand ursprünglich eine Mühle, die 1956 niederbrannte. Ein Schloss wurde erstmals 1376 als Besitz der Herren von Aufseß erwähnt. Im Hussitenkrieg 1430 zerstört, wurde es wieder aufgebaut, verfiel aber nach der Zerstörung 1525 im Bauernkrieg. An seiner Stelle entstand nach Plänen von Leonhard Dientzenhofer ein Barockschloss, das sich seit 1996 in Privatbesitz befindet.

In Weiher überqueren wir eine Brücke und folgen dem Wegweiser nach Freienfels. Der Weg verläuft folgt zunächst auf einer Asphaltstraße, bevor er an einer Gabelung auf einem breiten Sandweg durch den Wald weiterführt. Auf leicht ansteigendem Weg wandern wir zwischen Wiese und Gebüschfluren zu einer großen Linde mit Sitzplatz. Zur Markierung blauer Punkt gesellt sich die Markierung gelbes Dreieck, das für uns bald allein bestimmend ist. Unser Weg führt von der Forststraße auf eine Schotterstraße, schließlich geht diese in einen Plattenweg über, mit dem wir den Weiler Schafhof erreichen. Dort folgen wir der Markierung gelbes Dreieck an einer Linde weiter, kommen an einem steinernen Kreuz vorbei und gelangen auf einem steil abwärts führenden Teerpfad nach Freienfels.

Geradezu beeindruckend bei dieser Wanderung in der fränkischen Schweiz ist der Blick von der Höhe hinüber zum Schloss, das auf einem gewaltigen Felsklotz thront. Es diente den Edelfreien von Aufseß neben ihrer Stammburg als Stützpunkt. Nach häufigem Besitzerwechsel und Zerstörungen erfolgte ab 1718 der Ausbau zu einer kleinen, prachtvollen Residenz. Obwohl in Privatbesitz, sind in Teilen Exponate der jährlichen »Hollfelder Kunstausstellung« zu besichtigen. Wir überqueren eine Brücke und steigen am Fuße des Schlosses aufwärts. Oben angekommen, halten wir uns rechts und gelangen zu einer uralten Linde mit Kreuz.

Mit der Markierung gelbes Dreieck kommen wir zu einem Abzweig mit dem Wegweiser »Burgenweg« (Markierung gelbes Dreieck). Diesem folgen wir und wandern durch eine herrliche Lindenallee bis nach Neidenstein, wo in der flachen Landschaft eine Burgruine ins Auge fällt. Sie steht auf einer terrassenartigen Erhebung am rechten Ufer der Wiesent. Die ehemalige Burg wurde von den Herren von Aufseß erbaut und im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Nachdem wir die Wiesent überquert haben, wandern wir auf einem schönen Talweg am Fluss entlang nach Weiher und von dort auf bekanntem Weg zurück nach Hollfeld.

Gehzeiten: Hollfeld – Freienfels 1 3/4 Std. – zurück nach Hollfeld 1 1/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied20 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortHollfeld
AusgangspunktHollfeld, Oberes Tor.
EndpunktHollfeld, Oberes Tor.
TourencharakterAbwechslungsreiche Wanderung auf breiten Waldwegen, auch bequeme Feld- und Wiesenwege mit schöner Weitsicht. (Autor: Tassilo Wengel)
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst – Hersbrucker Alb, Blatt Süd, Maßstab 1 - 50000.
VerkehrsanbindungAuto: Auf der Autobahn A 70 bis zur Anschlussstelle Schirradorf oder Stadelhofen, weiter nach Hollfeld.
Bahn: Bahnstation Bayreuth oder Kulmbach, weiter mit Bus nach Hollfeld.
GastronomieFreienfels - Gasthof Campingplatz Waldmühle, Nr. 31, Tel. 09274/255.
Tipps
Waldmühle mit Campingplatz. Eine schöne Aussicht auf das Schloss Freienfels bietet sich auch von der Waldmühle. Die alte Mühle mit ihrem Gasthof wartet mit einem schattigen Biergarten unter Kastanienbäumen und deftigen Speisen auf. Eine Spezialität ist der hausgemachte Pressack. Gleich daneben befindet sich zwischen zwei Wiesentarmen der Campingplatz, der zur Gaststätte gehört.
Informationen
Veranstaltungstipp. In der prachtvollen, im Barock- und Rokokostil ausgestatteten Wallfahrtskirche St. Salvator in Hollfeld wird jedes Jahr am dritten Sonntag im September das Patronatsfest feierlich begangen. Es geht auf das Jahr 1634 zurück, als in Hollfeld die Pest wütete. Überlebt haben vom ganzen Ort nur vierzehn Ehepaare, und seitdem wird der »Pestheilige« an diesem Tag besonders geehrt.
Unterkunft
Hollfeld - Landhotel Wittelsbacher Hof, Langgasse 8, Tel. 09274/90960, www.wittelsbacher-hof-hollfeld.de
Gasthof-Pension Schrenker, Spitalplatz 2, Tel. 09274/201, www.gasthof-schrenker.de.
Tourismusbüro
Touristinformation Hollfeld, Marienplatz 18, 96142 Hollfeld, Tel. 09274/98015, E-Mail: stadt@hollfeld.de, www.hollfeld.de.

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