Von Hörschel zur Hohen Sonne

Streckenwanderung auf bequemen Wegen, leichte Anstiege. (Autor: Tassilo Wengel)
15 km
470 m
4.00 h
Wir starten in Hörschel am Ufer der Werra und gehen über den Hof der Pension »Tor zum Rennsteig«. Nach dem Überqueren der Straße sind wir schnell am Rennsteigwanderhaus mit dem großen »R« am Turm, das mit vielfältigen Informationen zum Rennsteig aufwartet. Am Eckhaus gegenüber weist eine Tafel auf den Beginn des Rennsteigs hin, wobei statt der angegebenen 171km nur 168,3km korrekt sind. Hier folgen wir dem Wegweiser zur Hohen Sonne und wandern allmählich leicht bergan. Gleich zu Beginn sehen wir rechts einen Gedenkstein für Julius von Plänckner, der 1991 anlässlich seines 200. Geburtstages aufgestellt wurde. Wiesen und Felder wechseln sich mit Wald ab, von der Bank am Heimatblick bietet sich eine schöne Aussicht auf Neuenhof und vom Großen Eichelberg (310m) mit Schutzhütte lässt sich ein weiter Rundblick genießen. Er reicht im Osten bis zur Wartburg und im Westen liegt uns das Werratal zu Füßen. Dann taucht der Rennsteig in den Wald, führt am Franzosenfelsen vorbei und erreicht die Schutzhütte beim »Flüchtigen Hirschen«. Beim Grenztor, einer ehemaligen Sperre an der innerdeutschen Grenze, schwenken wir nach rechts und dann nach links. Hier bietet sich ein Abstecher zur Waldgaststätte Rangenhof (250m) an.
Unser Weg führt durch den Wald und entlang einem Weidegatter nach Clausberg. Hier verläuft der Rennsteig neben der Straße und trifft beim Vachaer Stein auf eine Straße. Über diese hinüber gelangen wir auf einigen Stufen zur B84, wo sich ein Wanderparkplatz mit Bushaltstelle nach Eisenach befindet. Diesen überqueren wir nach rechts und gelangen auf eine Forststraße, auf der wir bleiben. Unser Weg führt zum Hainichblick mit Sitzplatz, bald erreichen wir bei der Albert-Hoffmann-Linde einen weiteren Sitzplatz und können hier einen Blick zur Wartburg durch die Bäume erhaschen. Über die Kreuzung gelangen wir nach kurzem Anstieg zum Steinkreuz Wilde Sau mit der Jahrszahl 1483. Dabei handelt es sich um den ältesten Stein am Rennsteig. Von einer Bank aus können wir hier einen schönen Blick zur Wartburg genießen. Unser Weg führt weiter zur Schutzhütte Krumme Kahre, wo auf einem Stein an drei historische Rennsteigdaten erinnert wird: 1330 erste urkundliche Erwähnung als »Rynnestieg« im »Frankensteiner Kaufbrief«, 1830 die erste Beschreibung einer Rennsteigwanderung durch Plänckner und 1990 die Wiedereröffnung des gesamten Rennsteigs nach der Wiedervereinigung. Beim Kisselblick treffen wir auf den Pummpälzweg, der am 7.6.2001 im Palas der Wartburg seinen Namen erhielt. Über den Eckardshauser Blick mit Sitzplatz erreichen wir die Passhöhe Hohe Sonne, wo die erste Etappe unserer Wanderung endet.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied470 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHörschel, Werraufer.
EndpunktHohe Sonne.
TourencharakterDie erste Etappe des Rennsteigs führt allmählich zwischen Wiesen und Waldfluren bergan. Schöne Aussichten bestimmen diese Strecke bis zur Passhöhe. Hohe Sonne ebenso wie kulturhistorische Sehenswürdigkeiten, von denen das Steinkreuz Wilde Sau der älteste Stein am Rennsteig ist.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte Naturpark Thüringer Wald, Nr.1, Maßstab 1:30000, grünes herz, verlag für tourismus oder Fritsch-Wanderkarte Nr.45 1:50000, Westlicher Thüringer Wald und Vordere Rhön.
Markierungen»R« für Rennsteig.
VerkehrsanbindungAutobahn A4, Ausfahrt Eisenach-West, über Stedtfeld nach Hörschel.
GastronomieHörschel: Tor zum Rennsteig; Unterwegs: Waldgaststätte Rangenhof; Hohe Sonne: Restaurant Zur Hohen Sonne mit Biergarten am Parkplatz und Imbiss.
Tipps
Der Pummpälzweg. Er verbindet die Burgen Frankenstein und Wartburg sowie die Städte Bad Salzungen und Eisenach und wurde am 9. Juni 2001 durch den damaligen Ministerpräsidenten von Thüringen, Bernhard Vogel, seiner Bestimmung übergeben. Eingebunden wurde der Sagenschatz von Ludwig Bechstein und Christian Ludwig Wucke bei der Herstellung von holzbildlichen Figuren auf dem Weg. Der Pummpälz ist der Sage nach ein haariger Kobold, der all denen in den Nacken springt und Ohrfeigen gibt, die die wichtigen Dinge im Leben zu leicht nehmen und das Finstere suchen.
Unterkunft
Hörschel: Gaststätte & Pension »Tor zum Rennsteig«, Tel. 036928/92699, www.rennsteig-beginn.de
Tourismusbüro
Hörschel: Rennsteigwanderhaus, Rennsteigstraße 9, 99819 Eisenach/OT Neuenhof, Tel. 036928/91194. Tourismus Eisenach GmbH, Markt 2, 99817 Eisenach, Tel. 03691/7923-0, www.eisenach-tourist.de.

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