Von Haslach zu den Höhehäusern

Waldwanderung mit vielen Aussichtsstellen.
Vor dem Bahnhof Haslach queren wir die Schwarzwaldstraße (B33) und gelangen durch die Gerbergasse in die sehenswerte Fachwerkaltstadt, am Rathaus vorbei zur katholischen Stadtkirche, dahinter rechts (Seilerbahn) und über die Klosterbrücke zum ehemaligen Kapuzinerkloster mit dem Schwarzwälder Trachtenmuseum. Durch die Klosterstraße folgen wir der Markierung blaue Raute durch die Kloster- und die Eichenbachstraße bergwärts, zuletzt geht es auf dem Eichenbachweg hinein in den Wald und mit stellenweise exzellenter Aussicht zu den Sieben Lochen genannten Grenz-
steinen sowie zu einer so genannten Schwedenschanze, wie sie von Bauern im Dreißigjährigen Krieg zum Schutz vor mordgierigem Kriegsvolk angelegt wurde.
Hier mündet unser Weg auf den von Steinach heraufführenden Großen Hansjakobweg, der weiter zum Fehrenbacher Kreuz führt, in dessen Nähe der in einer der Erzählungen Hansjakobs genannte Fehrenbacher Hof liegt. Im Wald geht es weiter aufwärts und über das Hesseneck am Confinium Alemannorum und zum Gasthof Zum Kreuz in Biederbach-Höhehäuser. Die Höhehäuser im Quellbereich der Schutter und auf der Wasserscheide zwischen Schutter und Elz sind einer der aussichtsreichsten Plätze an der Grenze der Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und Südschwarzwald. Imposant ist vor allem der Blick über das Elztal hinweg bis hin zum Kandel. An den Höhehäusern kreuzen sich der Kandel-Höhenweg, der Große Hansjakobweg und der Querweg Lahr – Rottweil.
Schon vor Erreichen des Gasthofs zweigt der Hansjakobweg links ab und führt im Gleichlauf mit dem Querweg Lahr – Rottweil (rotgelbe Raute) hinab zur Lache, der Passhöhe zwischen Hofstetten und Oberbiederbach. In sachtem Anstieg geht es aufwärts zum Gasthof an der Biereck; hier wird an Pfingsten wie auf dem Fohrenbühl noch der Schellenmarkt abgehalten. Gleich unterhalb des aussichtsreich gelegenen Gasthofs geht es weiter zur ehemaligen Heidburg, von diesem »Steinschlössle« (1531) auf einem Buntsandsteinkegel ist kaum etwas erhalten. Wenig später trennt sich der Hansjakobweg vom Querweg und führt geradeaus weiter am Flachenberger Kreuz vorbei über den Pfusbühl und senkt sich schließlich steil hinab zum Bannstein Bächlewald an der Grenze von Hofstetten und Haslach und schwingt wenig später an der Willi-Kern-Hütte links zur Hansjakobkapelle, der Grabkapelle des Volksschriftstellers am Rand von Hofstetten. Nun noch eine knappe halbe Stunde im Tal des Hofstetterbachs, und wir sind zurück in Haslach.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour25 km
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Haslach an der Schwarzwaldbahn.
EndpunktBahnhof Haslach an der Schwarzwaldbahn.
TourencharakterVom Kinzigtal führt diese erstklassige Panoramawanderung zu den Höhehäusern, einem der besten Aussichtsplätze im mittleren Schwarzwald. Von dort führt der Hansjakobweg zurück in die Fachwerkstadt Haslach.
KartentippFreizeitkarte 1:50000 Blatt 503 Offenburg/Naturpark Schwarzwald Mitte Nord Blatt 3 (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg) oder ADAC Wander & Rad Karte Schwarzwald Blatt 7 Lahr Mittleres Kinzigtal Schuttertal.
MarkierungenBlaue Raute (Zugangsweg), Schlapphut (Hansjakobweg), gelbe Raute und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungSchwarzwaldbahn Offenburg – Gengenbach – Haslach – Hausach. A5 Basel – Karlsruhe Ausfahrt Offenburg, weiter auf der B33 an Offenburg vorbei durch das Kinzigtal bis Haslach.
GastronomieHaslach, Höhenhäuser, Biereck, Hofstetten.
Tipps
Fehrenbacher Kreuz Das Fehrenbacher Kreuz auf der sog. Teufelsküche an der Gemarkungsgrenze zwischen Hofstetten und Welschensteinach wurde 1872 von Wendelin und Genovefa Fehrenbacher gestiftet. Neben dem Kreuz ist ein Höllenhund begraben, der ab 1863 auf dem Fehrenbacher Hof sein Unwesen getrieben hatte. Der Höllenhund, der die Bewohner des Hofs auch in Gestalt einer Schlange in Angst und Schrecken versetzt hatte, war von einem Haslacher Kapuziner gebannt worden und hatte vor seiner Beerdigung zu erkennen gegeben, dass er der böse Geist des prozesswütigen Bauern Josef Fehrenbacher sei. Die Errichtung des Sandsteinkreuzes war mit dem Wunsch verbunden, die Seele Josef Fehrenbachers möge für immer ihre Ruhe finden.
Tourismusbüro
Tourist Information Haslach, Im Alten Kapuzinerkloster (Klosterstr.1), 77716 Haslach im Kinzigtal, www.haslach.de

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