Von Haslach nach Hausach

Bequeme Waldwanderung mit vielen Aussichtsstellen.
Vor dem Bahnhof Haslach queren wir die Schwarzwaldhochstraße (B33) und gelangen durch die Gerbergasse in die sehenswerte Fachwerkaltstadt. Am Rathaus geht es vorbei zur katholischen Stadtkirche, hier halb links weiter durch die Mühlenbacher Straße und nach Queren der Grafenstraße (B294) geradeaus durch die Rotkreuzstraße zum Wald hinauf. Der Hansjakobweg macht am Beginn der Rotkreuzstraße einen Schlenker nach links zum Hansjakobhaus (Freihof) und führt von dort rechts zur Rotkreuzstraße zurück. Bald geht die Rotkreuzstraße in den Rotkreuzweg über und erreicht an der Rotkreuzhütte bei der Waldteufelseiche den Wald. An der Rotkreuzhütte mündet die Markierung blaue Raute auf unseren Weg, der rechts weiter aufwärts im Wald führt, bis am sagenumwobenen Heiligen Brunnen Bänke zur Rast laden. Nächste Raststation ist die Sandhaasenhütte (Schutzhütte), bei der sich eine schöne Aussicht bietet. Sie ist benannt nach Carl Sandhaas (1801–59), dem »närrischen Maler« von Haslach; er errichtete sich um 1830 an dieser aussichtsreichen Stelle eine Hütte. Weiter durch den Wald wandernd, gesellt sich beim Bannstein (Grenzpunkt der Gemarkungen von Haslach, Mühlenbach und Hausach) als weitere Markierung das Muschelzeichen des Kinzigtäler Jakobswegs zu unserer Route, während uns die blaue Raute bald darauf verlässt. Nun treten Hansjakob- und Jakobsweg in aussichtsreiche Wiesenflur, am Oberen Hof (Mathesenhof) bietet sich ein prachtvoller Blick über das Kinzigtal hinweg zum Brandenkopf. Im Wald geht es nun hinab nach Hausach-Dorf; die Dorfkirche neben dem Friedhof enthält sehenswerte gotische Fresken.
Wer zurück nach Haslach wandern will, folgt der Markierung rotes Andreaskreuz am Dorfbauernhof vorbei auf dem Kaiserwaldweg nach Hechtsberg; dort geht es mit dem Zeichen roter Strich weiter zur Teufelskanzel, einem sagenumwobenen Aussichtspunkt über dem Kinzigtal, und zurück zur Rotkreuzhütte.
Mit Ziel Hausach gehen wir bei der Dorfkirche rechts weiter durch die Dietersbachstraße, die unterhalb von Burg Husen auf die Hauptstraße mündet, der steile Abstecher zur Burg ist ausgeschildert. Die weithin sichtbare Burgruine Husen auf einem Bergsporn hoch über dem Städtchen bietet dank ihrer exponierten Lage eine hervorragende Aussicht ost- und westwärts in das Kinzigtal sowie nordwärts in das Einbachtal mit dem darüber aufragenden Brandenkopf, dem »König des Schwarzwalds«. Die Ruine ist frei zugänglich, der Bergfried ist von Mai bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat von 12–18Uhr geöffnet. Der Hauptstraße folgt der Hansjakobweg durch Hausen bis zur Abzweigung der Breitenbachstraße, während wir noch ein Stück weiter bis zum Bahnhof gehen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Haslach an der Schwarzwaldbahn/Kinzigtalbahn.
EndpunktBahnhof Hausach an der Schwarzwaldbahn/Kinzigtalbahn.
TourencharakterVon der sehenswerten Haslacher Fachwerkaltstadt führt die erste Etappe des Hansjakobwegs zum Heiligen Brunnen und durch die Wälder über dem Kinzigtal in die Burgstadt Hausach; von dort geht es mit Bahn oder Bus oder auf dem attraktiven Rotstrichweg zurück in die »Hauptstadt des Kinzigtals«.
KartentippFreizeitkarte 1:50000 Blatt 503 Offenburg/Naturpark Schwarzwald Mitte Nord Blatt 3 (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg) oder ADAC Wander & Rad Karte Schwarzwald Blatt 7 Lahr Mittleres Kinzigtal Schuttertal.
MarkierungenSchlapphut, blaue Raute, Muschel, gelbe Raute und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungSchwarzwaldbahn Offenburg – Gengenbach – Haslach – Hausach. A5 Basel – Karlsruhe Ausfahrt Offenburg, weiter auf der B33 an Offenburg vorbei durch das Kinzigtal bis Haslach.
GastronomieHaslach, Hausach-Dorf, Hausach.
Tipps
Heiliger Brunnen Das Wasser des Heiligen Brunnens soll die Fruchtbarkeit fördern, weshalb die Quelle auch Kindlesbrunnen genannt wird. Anders als an anderen Quellen, um die sich ähnliche Legenden ranken, bitten am Heiligen Brunnen nicht Frauen um die Erhörung von Kinderwünschen, sondern Einzelkinder wünschen sich hier ein Brüderchen oder ein Schwesterchen und stellen zum Zeichen dafür ein Holzkreuz an die Quelle. Die Quelle soll dem Boden entsprungen sein, als ein hier lebender Einsiedler namens Rudolfus von Mordgesindel umgebracht wurde. Zu Erinnerung daran wurde unter den alten Buchen eine Kapelle erbaut.
Tourismusbüro
Tourist Information Haslach, Im Alten Kapuzinerkloster (Klosterstr.1), 77716 Haslach im Kinzigtal, www.haslach.de; Verkehrsamt Hausach, Hauptstraße 40, 77756 Hausach, www.hausach.de

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