Von Gengenbach nach Biberach

Wald- und Aussichtswanderung, für die festes Schuhwerk erforderlich ist.
Aus dem Bahnhof Gengenbach tretend, wenden wir uns rechts der unter Denkmalschutz stehenden Altstadt zu und betreten sie am Niggelturm (Narrenmuseum) auf der Hauptstraße. Bei Tourist-Information und Rathaus geht es auf der Victor-Kretz-Straße links hinauf zum Oberen Torturm (1689), hinter dem sich die Wanderwegetafel des Schwarzwaldvereins befindet. Wir folgen der Schwedenstraße kurz rechts und biegen dann links in den Otto-Ernst-Sutter-Weg ein. Unterhalb vom Bergle (kurzer, lohnenswerter Abstecher!) wandern wir durch die aussichtsreiche Rebflur zum Schneckenmatt-Aussichtspavillon und erreichen bald nach Passieren der Portiunkulakapelle am Abtsberg den Ortsteil Hüttersbach. Hier verzweigen sich die Wege: Während der Tälerweg in den Hang wechselt, folgen wir dem Wenkweg hinauf zur Hochkopfhütte und wandern nun auf dem Kammweg zwischen Nordrach- und Kinzigtal. In sachtem Auf und Ab führt der Wenkweg über den Kamm, der von Schanzen geradezu überzogen ist; die meisten, wie die Schwedenschanze, werden in die Zeit aus dem Dreißigjährigen Krieg und später datiert.
Unterwegs sind mehrere Abstiegsvarianten zum Tälerweg angezeigt, darunter der Rotstrich-Weg ab Schwaibacher Eck, der Blaue-Raute-
Weg nach Schönberg und ein weiterer Rotstrich-Weg bei der Schutzhütte am Hangererstein; hier bietet sich eine schöne Aussicht auf Biberach, den Rauhkasten und die Burgruine Hohengeroldseck. Während der Wenkweg am Hangererstein nach Zell am Harmersbach hinabführt, folgen wir der Markierung blaue Raute Richtung Biberach hinab zum Waldterrassenbad in exzellenter Aussichtslage am Waldrand oberhalb von Biberach. Am Parkplatz befindet sich die Wanderwegemarkierungstafel: Wer mit der Bahn zurück nach Gengenbach fahren will, folgt der blauen Raute hinab nach Biberach und zum Bahnhof, während der mit dem Buchstaben »T« markierte Tälerweg am Waldterrassenbad rechts weiter und im Hang nach Schönberg führt. Mit immer wieder hervorragenden Aussichtsstellen geht es teils auf Wegen, teils auf Pfaden in stetem Auf und Ab via Bergach und Dantersbach. Von hier führt der Siebentälerpfad im Hang direkt weiter nach Schwaibach, lohnenswert ist jedoch der Abstecher zum Schwaibacher Heidenstein. Mit teils exzellenter Aussicht führt der Siebentälerpfad von Schwaibach zurück nach Hüttersbach, von wo wir auf derselben Route wie beim Hinweg nach Gengenbach wandern.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour32 km
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Gengenbach an der Schwarzwaldbahn.
EndpunktBahnhof Gengenbach an der Schwarzwaldbahn.
TourencharakterVon der mittelalterlichen Reichsstadt Gengenbach führt der abwechslungsreiche Wenkweg über den bewaldeten Kamm zwischen Kinzig- und Nordrachtal zum Waldterrassenbad von Biberach; von dort geht es (auf dem aussichtsreichen Siebentälerweg im Hang des Kinzigtals) zurück nach Gengenbach; alternativ kann man von Biberach mit Bahn oder Bus zurück nach Gengenbach fahren. Wer 8km sparen will, startet in Hüttersbach.
KartentippFreizeitkarte 1:50000 Blatt 503 Offenburg/Naturpark Schwarzwald Mitte Nord Blatt 3 (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg) oder ADAC Wander & Rad Karte Schwarzwald Blatt 5 Renchtal Offenburg und Blatt 7 Lahr Mittleres Kinzigtal Schuttertal.
MarkierungenBlaue Raute mit weißem W (Wenkweg), grünes Schild mit schwarzem T (Siebentälerpfad), gelbe Raute und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungA5 Basel – Karlsruhe Ausfahrt Offenburg und auf der B33 an Offenburg vorbei nach Gengenbach. Bahnhöfe Gengenbach und Biberach an der Schwarzwaldbahn Offenburg – Triberg – Singen/ Konstanz.
GastronomieGengenbach, Hüttersbach, Biberach, Dantersbach, Schwaibach.
Tipps
Jakobskapelle auf dem Bergle Die Jakobskapelle auf dem »Bergle« oberhalb der Stadt ist eines der Wahrzeichen von Gengenbach und eines der berühmtesten Kirchlein des Kinzigtals. Die schlichte kleine Wallfahrtskapelle (1681) mit steinerner Außenkanzel ist eine Station auf dem Kinzigtäler Jakobsweg, weit schweift der Blick hinauf auf die Höhen über dem Kinzigtal und hinaus in die Rheinebene. Die sog. Heiliggrabkapelle an der Nordseite der Jakobskapelle wurde über dem vorchristlichen Kultplatz errichtet, der sich auf dem Bergle seit keltischer Zeit befand, ehe der fränkische Herzog Ruthard hier um 725 ein Kloster gründete, das vom heiligen Pirmin der Benediktinerregel unterstellt wurde.
Tourismusbüro
Tourist-Information Gengenbach, Im Winzerhof, 77723 Gengenbach, www.stadt-gengenbach.de; Touristinfo Biberach, Hauptstraße 27, 77781 Biberach/Baden, www.biberach-baden.de

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