VON GAMMERTINGEN NACH SIGMARINGEN

Talabwärts im zunächst engen, ab Veringenstadt breiten Tal der Lauchert und über einen bewaldeten Hügelrücken in das Donautal; wenige leichte Anstiege; überwiegend asphaltierte Rad- und Wirtschaftswege, gelegentlich ruhige Straßen. (Autor: Ute und Peter Freier)
26 km
90 m
2.00 h
Von Gammertingen nach Veringenstadt Vom Bahnhof Gammertingen fahren wir bergab, auf der Ortsdurchfahrt (B 32) nach links und biegen nach ca. 500 Metern vor einem Gewerbegebiet rechts ab. Unmittelbar vor einer Brücke über die Lauchert wenden wir uns nach links auf einen Fuß- und Radweg, verlassen den Ort und erreichen entlang des mäandrierenden Flüsschens eine Fabrikanlage und das Dorf Hettingen mit einem auf einem Sporn sitzenden Barockschloss, in dem die Ortsverwaltung untergebracht ist. Geradeaus radeln wir durch den Ort, halten uns nahe der Mündung der Fehla in die Lauchert an einer Fischzuchtanlage links und gelangen in das Dörfchen Hermentingen, wo wir uns bei der Bahn-Haltestelle nach rechts zum Talhang wenden. Hier tritt die Gallusquelle aus, die als eine der größten Karstquellen der südwestlichen Alb gilt. Benannt ist sie nach dem irischen Mönch Gallus, dem »Alamannen-Apostel«, der um das Jahr 600 in Alamannien missionierte. Weiterhin bequem talabwärts erreichen wir Veringenstadt, dessen kleiner Stadtkern unter Denkmalschutz gestellt wurde. Beherrscht wird das Städtchen von einer Burgruine, in deren Innenhof die Peterskapelle mit Wandmalereien der Künstlerfamilie Strüb steht. An der Straße Im Städtle steht das Fachwerkhaus, in dem diese Familie zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert lebte. Mehrere Familienmitglieder waren als Maler tätig und wurden bekannt als Meister von Veringen, Sigmaringen und Messkirch. Nach Sigmaringen Beim Verlassen von Veringenstadt ist rechter Hand, oberhalb eines Straßentunnels, die Göpfelsteinhöhle zu sehen, die den Neandertalern zeitweilig als Jagdlager diente. Dieser Menschenart wurde auf der unteren Lauchertbrücke mit einer recht grobschlächtig ausgefallenen Skulptur eines Neandertalers ein Denkmal gesetzt. Entlang des Flüsschens und der Bahnlinie erreichen wir Veringendorf, wo wir auf die andere Talseite wechseln und der Ortsdurchfahrt folgen, vorbei am unauffälligen Nepomuk-Turm, der an eine Pestepidemie erinnert. Wer sich für romanische Fresken interessiert, sollte am Ortsende den kurzen Abstecher zur doppeltürmigen Kirche St. Michael machen. Links der Lauchert gelangen wir im nun breiteren Tal mit sanft ansteigenden Hängen nach Jungnau, wo wir die Talstraße (B32) kreuzen und nach links ansteigen. In einer Rechtskurve des Sträßchens zweigt der Radweg links ab und verläuft in leichtem Auf und Ab auf zwei Kilometer Länge auf einer ehemaligen römischen Straße. Während die Lauchert nach Osten abknickt, halten wir uns geradeaus, unterqueren in einem Waldgebiet die von Albstadt herführende B463 und folgen kurz darauf an der Gaststätte Nollhof nach rechts einem Forstweg, der kurz vor Sigmaringen in ein Sträßchen einmündet. Nach links unterqueren wir die B32 und gelangen, mit Blick auf das Hohenzollernschloss, nach Sigmaringen und in eine schöne Grünanlage an der Donau. Nach links halten wir auf das Schloss zu, überqueren die Donau und wenden uns in der Altstadt nach links in die Fürst-Wilhelm-Straße. Hier schieben wir die Räder gegen den Einbahnstraßenverkehr, anschließend in einer Fußgängerzone. Falls eine Schlossbesichtigung beabsichtigt ist - Aus der Fußgängerzone steigt man zum Eingang des Schlosses hoch. Wo die Fußgängerzone endet, radeln wir geradeaus, überqueren die Bahngleise und folgen nach rechts der Landesbahnstraße zum Bahnhof.

BADEMÖGLICHKEITEN Hallenbad in Gammertingen; Freibad am Ortsrand Sigmaringen (Abstecher 2 km hin und zurück).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour26 km
Höhenunterschied90 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGammertingen.
EndpunktSigmaringen.
TourencharakterDas Laucherttal mit nur wenigen kleinen Städten wie Trochtelfingen, Gammertingen und Veringenstadt ist ein sehr ruhiges Tal. Diese Tour führt von Gammertingen in die an der Donau gelegene Kleinstadt Sigmaringen mit einem mächtigen Hohenzollernschloss, das zahlreiche Besucher anlockt.
KartentippRadwanderkarte des Landesvermessungsamts Baden-Württemberg, Blatt 53 (Neckar-Alb), 1 - 100000.
MarkierungenBis Veringenstadt Schwäbische Alb-Weg, anschließend Radwegweiser.
VerkehrsanbindungPkw - B27 Stuttgart–Rottweil; bei Hechingen auf die B32 nach Gammertingen; zum Parkplatz am Bahnhof. Bahn: Gammertingen ist Station an der Linie Sigmaringen–Hechingen. RÜCKFAHRT Von Sigmaringen mit dem Rad-Wander-Shuttle der Hohenzollerischen Landesbahn zurück nach Gammertingen. Radtransport nur sonn- und feiertags 1. Mai–ca. 20. Okt.; Abfahrt gegen 15.30 Uhr; Auskunft Tel. 01805/779966, www.hzl-online.de
GastronomieIn allen Orten an der Strecke; kurz vor Sigmaringen die Gaststätte Nollhof.
Tipps
DAS HOHENZOLLERNSCHLOSS IN SIGMARINGEN Ein mächtiger Felsklotz unmittelbar an der Donau trug im Mittelalter eine Burg, die die Grafen von Zollern im 16. Jahrhundert modernisierten und zu einem wohnlicheren Schloss umbauten. Im Laufe der Jahrhunderte brannte das Schloss zweimal aus und wurde im jeweils gängigen Baustil mit Erweiterungen wieder aufgebaut, sodass heute der Gebäudekomplex aus mehreren Bauteilen zusammengesetzt erscheint. Das heutige Aussehen der Schlossanlage, noch immer Wohnsitz der fürstlich-hohenzollerischen Familie, stammt überwiegend aus dem 19. Jahrhundert. Höchst beeindruckend und wirklich sehenswert sind einige Säle wie die große Waffenhalle mit rund 3000 historischen Waffen, die Portugiesische Galerie mit wertvollen Gobelins oder die Hubertushalle mit Jagdtrophäen; Information unter Tel. 07571/729230, www.hohenzollern.com
Tourismusbüro
Tourist Information, Fürst-Wilhelm-Str.15, 72488 Sigmaringen, Tel. 07571/106222, www.sigmaringen.de

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