Von Fürstenberg zum Peetschsee

Sehr abwechslungsreiche Wanderung auf breiten Wegen, mehrere Badestellen, zwischen Steinhavelmühle und Steinförde neben verkehrsarmer Autostraße. (Autor: Tassilo Wengel)
Wir starten bei der Tourist-Information in Fürstenberg, wo wir einen Wanderwegweiser Steinhavelmühle 3,5km, Steinförde 4,5 km (Markierung blauer Querstrich) vorfinden. Wir folgen ihm durch die Bahnunterführung, kommen am Strandbad vorbei und gelangen über die Schützenstraße und Straße Röblinsee Nord in den Wald. An einer Gabelung folgen wir dem Wegweiser Steinförde, Havelweg und wandern durch hohen Kiefernwald zu einem Sitzplatz am Havelufer (45 Min.).
Unser Weg führt nun am Hang entlang der Havel, an einer Gabelung halten wir uns links und kommen zur Straße. Hier schwenken wir wieder nach links und gehen am Rande der Straße auf dem Radweg nach Steinhavelmühle (1 Std.).
Die folgenden 2 km führen am Rande einer wenig befahrenen Autostraße, links schweift der Blick über eine Endmoränenlandschaft, und an der folgenden Gabelung (Wegweiser Steinförde 1 km) schwenken wir nach links. In Steinförde (1:30 Std.) überqueren wir die Steinhavel und kommen zur Gaststätte Haveleck, wo sich im kleinen Biergarten eine Rast anbietet.
Dann folgen wir bei der Gaststätte dem Wegweiser Neuglobsow, kommen am Ortsausgang an einem schönen Rastplatz vorbei und wandern auf einer Kopfsteinpflasterstraße bis zu einer Gabelung. Hier wählen wir den rechten Weg (Wegweiser Dagow Nord, Neuglobsow, Markierung gelber Querstrich), gelangen zu einem Parkplatz mit Schlagbaum und folgen nun dem linken Weg zum Peetschsee. Am Ufer schwenken wir nach rechts, an einem Rastplatz sehen wir einen Gedenkstein für Achim von Arenstorff (von 1906–1919 Oberförster in Steinförde) und wandern nun auf einem schönen Uferweg durch Wald. Mehrere Badestellen laden zum Verschnaufen ein, bevor wir auf einen breiten Forstweg stoßen. Hier wenden wir uns nach links und kommen zum Alten Panzergraben (2:45 Std.).
Variante.
Vom Alten Panzergraben dem Wegweiser nach Neuglobsow (Markierung grüner Querstrich) folgen. (Weglänge hin und zurück zusätzlich 1:30 Std.).
Wir folgen weiter der Markierung gelber Querstrich durch Buchenwald bis zum Grenzstein 3050, hier schwenken wir nach links und wenden uns gleich noch mal nach links und folgen nun der Markierung blauer Querstrich. Es erwartet uns ein breiter Weg durch Mischwald, der sich immer mehr dem Hochufer des Peetschsees nähert und gelegentlich den Blick auf den See freigibt. Die schönste Aussicht können wir vom berühmten Augustablick (3:45 Std.) genießen, der nach der mecklenburgischen Großherzogin Augusta Caroline benannt wurde, die diese Stelle am Ostufer des Sees besonders geliebt haben soll.
Wir folgen der Markierung blauer Querstrich nach Steinförde, schwenken bei der Gaststätte Haveleck rechts – nach wenigen Metern sehen wir den Wegweiser Fürs-tenberg, Röblinseesiedlung – und wandern nun auf einer Sandstraße in Richtung Fürstenberg. Bei einem Sitzplatz mit großen Findlingen halten wir uns links und genießen auf dem Uferweg am Röblinsee die schöne Aussicht. Der Weg führt auf die Steinförder Straße, auf der wir zur Brandenburger Straße gelangen und nach einem Linksschwenk den Ausgangspunkt am Marktplatz in Fürstenberg erreichen (5:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktFürstenberg, Tourist-Information.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterFürstenberg, direkt an der Havel gelegen, gehört erst seit 1990 zu Brandenburg und wird auch gern das »Tor zur Mecklen- burger Seenplatte« genannt. Die Havel entspringt im Dambecker See in Mecklenburg und bildet zahlreiche Seen, auch in der Umgebung von Fürstenberg, an deren Ufern schöne Wanderwege entlang führen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wander- und Radtourenkarte Nr. 743, Ruppiner Land, 1:50000.
MarkierungenGrüner Querstrich, gelber Querstrich, blauer Querstrich.
VerkehrsanbindungAuf B 96 bis Fürstenberg/Havel.
GastronomieSteinförde: Gasthaus Haveleck, Dorfstraße 10–11.
Tipps
Fürstenberg am Oberlauf der Havel trägt den Beinamen Wasserstadt, denn die aus dem Röblinsee im Westen austretende Havel teilt sich in drei Arme, die in den Baalensee im Südosten und den Schwedtsee im Nordosten münden. Mit dem vierten, künstlich angelegten Schiffahrtskanal bildeten sie drei Inseln, auf denen Fürstenberg im 13. Jh. von askanischen Markgrafen angelegt wurde. Theodor Fontane bemerk-te zur Havel: »Schlicht, schmal, ein Wässerchen nur, tritt sie aus dem Mecklenburgischen in die Mark, um dann, auf ihrem ganzen Oberlaufe, ein Flüsschen zu bleiben, das nicht Inseln leicht und frei wie schwimmende Blätter trägt, sondern sich teilen muss, um hier und dort ein Stückchen Land mit dünnen Armen zu umspannen.«
Unterkunft
Fürstenberg: Haus an der Havel, Tel.033093/39069, Fax 033093/37245. E-Mail: haus-an-der-havel.de
Tourismusbüro
Tourist-Information, Am Bahnhof, 16798 Fürstenberg/Havel, Tel. 033093/32254, Fax 033093/32307.

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