Von Freising nach Moosburg

Leicht, jedoch über die Hügel und Dörfer da und dort Orientierung anhand der Karte erforderlich. (Autor: Ludwig Graßler)
19 km
80 m
5.00 h
Mit den weithin sichbaren Anhöhen Weihenstephan und Domberg endet die Münchner Schotterebene, und das tertiäre Hügelland beginnt. Die drei bebauten Hügel in Freising werden wegen der Art ihrer Ausbildungsstätten im Volksmund auch Nähr-, Lehr- und Wehrberg genannt. Das Hügelland zwingt den Lauf der Isar in eine nordöstliche Richtung. In Flussnähe entkommt man, genau wie in München, am schnellsten dem lauten und geschäftigen Treiben der Stadt. Von hier bis Landshut bleiben wir auf der nördlichen Isarseite. Auf langen Strecken kann der Wanderer zwischen dem Uferweg oder einem Pfad am Hochwasserdamm entscheiden. Zwei prächtig blühende Fremdlinge haben sich überall in den Isarauen breit gemacht - die in goldenen Rispen blühende Kanadische Goldrute und das Drüsige Springkraut. Beide werden über 2m hoch und blühen im Sommer und Herbst. Das Drüsige Springkraut stammt aus dem Himalaya und ist eng verwandt mit dem gelb blühenden Echten Springkraut (Impatiens noli tangere), dem Rührmichnichtan. Bei Flusskilometer 110,2 unterquert der Fußpfad die Brücke östlich von Marzling. Noch knapp 2,5km bleiben wir am Wasser. 200m nach dem Flusskilometer 108 gehen wir links über die Moosach und dann den steilen Hang hinauf. Die Ortschaft Rudlfing bleibt links liegen. Wir schlendern auf dem wenig befahrenen Panoramasträßchen entlang dem Hochufer und genießen den weiten Blick über das Erdinger Moos. Hangenham kann mit einer bekannten Ausflugsgaststätte aufwarten. Kunstliebhabern sei ein Blick in die Dorfkirche St.Philippus und Jakobus empfohlen (Schlüssel beim Mesner). Die beiden Apostelfiguren wurden Anfang des 18. Jahrhunderts geschaffen, das Kruzifix 1584 (Hans Kepfl); der Ursprung der Kirche ist romanisch (Anfang 13. Jahrhundert). Die Auenlandschaft unterhalb von Hangenham bis Moosburg ist dank der zahlreichen Bäche noch einer der letzten Reste einer vielfältig strukturierten Auenlandschaft. Sie wurde deshalb von der Regierung von Oberbayern als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Nach der Kirche in Hangenham schwingt sich ein Steig wieder hinunter zu einer Brücke über die Moosach. Über sie erreichen wir erneut den nördlichen Uferweg an der Isar. Um nicht in die Sackgasse zwischen der Mündung der Moosach in die Isar zu gelangen, verlassen wir bei der Kilometermarke 103,8 den Uferweg, überqueren nach etwa 500m wieder die Moosach und erreichen unterhalb der Ortschaft Oberhummel den Rand des Auwaldes. Nach gut 300m treffen wir auf die Ortsverbindungsstraße. Ihr folgen wir etwa 150m waldeinwärts (östlich). Dann wenden wir uns wieder nach links zu einem Wirtschaftsweg in Richtung Nordosten. Gut 600m verläuft er am westlichen Fuß des Hochwasserdammes, anschließend noch weitere 500m durch den Wald. Damit sind wir am Ostrand des Dorfes Niederhummel angekommen, überqueren hier den Mühlbach und gehen im Ortsbereich nordwärts. Im oberen Dorf schwenken wir an der dritten Straßengabelung unterhalb der Kirche rechts, das heißt in Richtung Osten, und kommen so in der freien Landschaft an den oberen Rand einer zum Auwald hin abfallenden Böschung. Dieser Hangkante folgt die Wanderstrecke über Grünseiboldsdorf bis an den Amper-Überführungskanal am südlichen Ortsrand von Moosburg (Niederhummel – Ortsmittel Moosburg = ca. 7km). Am südlichen Rand des Kanals wandern wir gut 1km ostwärts (nach rechts) und überschreiten dann auf der dritten Brücke den Kanal nach Norden. Zuerst geht es rechts, aber schon nach wenigen Metern erneut in Richtung Norden. So erreichen wir durch ruhige Siedlungsstraßen und auf einem Fußgängersteg, der die B11 überquert, den Ortskern von Moosburg. Vom südöstlichen Ortsbereich führt östlich der Autostraße ein ruhiger Parallelweg in die Ortsmitte.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied80 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktFreising, Isarbrücke zwischen Domberg und Ortsteil Lerchenfeld (linkes Ufer).
EndpunktMoosburg
TourencharakterAm einfachsten ist es, auch nach Moosburg am Flusslauf weiterzuwandern. Abwechslungsreicher ist es jedoch, das ab Freising beginnende tertiäre Hügelland mit den Dörfern und weiten Ausblicken in die Wanderung mit einzubeziehen.
Beste Jahreszeit
KartentippFreising, Isarbrücke zwischen Domberg und Ortsteil Lerchenfeld (linkes Ufer). Topografische Karte Landshut und Umgebung, 1 - 50000; Karte Isarradweg München-Deggendorf, 1:100000, Galli Verlag Hohenwart; an den Infostellen erhältlich.
MarkierungenAn der Uferroute durchgehend vorhanden, über die Dörfer da und dort Hinweisschilder
VerkehrsanbindungIn Freising S-Bahn nach München und auch Fernzüge, in Moosburg Züge nach München sowie nach Regensburg und Plattling (weiter über Deggendorf oder Passau).
GastronomieIn Marzling und Hangenham
Tipps
Fluss-km Freising 113,5; Hangenham 106,8; Moosachmündung 103,0; Moosburg 95,0 Moosburg Keimzelle war ein Benediktinerkloster aus dem 8. Jahrhundert. Dieses wurde 1021 in ein Chorherrenstift umgewandelt. Durch seine Verlegung nach Landshut 1598 verlor Moosburg an Bedeutung. Die Grafen von Moosburg starben 1281 aus. Das Schloss Asch, ursprünglich eine Wasserburg, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es steht in der Bahnhofstraße. Am 30. Dezember 1805 bezog Napoleon in Moosburg Quartier. Kirche St.Kastulus (1160–70), ehemalige Stiftskirche mit romanischem Portal und gotischen Schnitzwerken von Hans Leinberger (Hochaltar, zwei Kreuze, vier Halbreliefs); Chorgestühl aus dem späten 15. Jahrhundert. Kirche St.Johannes, 1347 an der Stelle einer alten Hauptkirche erbaut. Michaelskapelle auf dem Friedhof, 13. Jahrhundert. Pfarrhof mit spätgotischen Treppengiebeln. Stiftsherrenhäuser im Gries.
Unterkunft
Pension »Irene« Klaus Fischalek, Münchner Str. 5, 85368 Moosburg, Tel. - 08161/61126; Hotel Gh. Huber, Viehmarktstr. 5, 85368 Moosburg, Tel.: 08161/76030, Fax: 760340; Hotel Gh. »Zur Länd«, Lände 1 (Westseite Isarbrücke), 85368 Moosburg, Tel.: 08161/2384, Fax: 62559.
Tourismusbüro
Im Rathaus von Moosburg, Stadtplatz 13, Tel.: 08161/68400, Fax: 684770, Internet: www.moosburg.de.
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