Von Frasdorf auf die Hochries

Anspruchsvolle Bergwanderung, teils auf schattigen Almstraßen, teils steinige Bergwege (Autor: Dr. Wilfried und Lisa Bahnmüller)
19 km
870 m
5.00 h
Ab dem Parkplatz Stüblach ist die Straße für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Wir wandern auf ihr in den Wald, halten uns bei der Weggabelung links und steigen durch den Mischwald aufwärts. Nach einer guten halben Stunde erreichen wir die Wiesen der Rauchalm. Wer früh genug dran ist, kann hier den Rehen beim Grasen zuschauen; sie wissen genau, dass ihnen von den Wanderern keine Gefahr droht. Wir passieren die Abzweigung zum Sagberg, dann bringen uns zwei Serpentinen zum Frasdorfer Haus (945m).
Bei der nächsten Abzweigung halten wir uns rechts; links taucht das Felsenriff der Kampenwand auf. Wenige Meter nach einem Marterl wendet sich die Almstraße nach rechts. Wir gehen auf dem steinigen Weg geradeaus, queren eine Straße und wandern dann wieder auf der Almstraße weiter. An der Abzweigung zum Spitzstein vorbei treffen wir wieder auf einen Weg mit groben Steinen, dem wir folgen. Schließlich kommen wir erneut zu einer Almstraße, die uns zur Riesenhütte (1345m) der Münchner Alpenvereinssektion Oberland bringt.
Wir überqueren die Wiese und steigen vom Wegweiser aus auf dem steinigen Weg den letzten Hang hinauf, erreichen ein erstes Bergkreuz, das von der Seilbahngesellschaft errichtet wurde, und stehen wenige Meter weiter am Hochries-Haus (1563m), das 1913 von der Alpenvereinssektion Rosenheim direkt am Gipfel gebaut wurde. 1959 ersetzte man es allerdings durch einen Neubau. Die riesige Sonnenterrasse lädt zur Rast und schenkt uns einen weiten Blick bis in die Hochalpen hinein - Der Spitzstein steht als markanter Berggipfel genau im Süden und ist durch den Höhenrücken, der sich vom Laubenstein über der Riesenalm über den Predigtstuhl nach Südwesten zieht, mit dem Wall der Hochries verbunden. (Dieser Bergrücken ist von zahlreichen Höhlen durchzogen, von denen aber keine für die Öffentlichkeit freigegeben ist; nur anerkannte Höhlenforscher dürfen in das noch größtenteils unbekannte Innere des Berges.) Hinter diesem Rücken stehen die Kalkwände des Kaisergebirges, dann folgt das Inntal, das von den Zillertaler Eisbergen überragt wird. Der Pendling fällt extrem steil ins Inntal ab, und wie eine Felsbarriere steht der Brünnstein rechts daneben. Davor erheben sich das Kranzhorn, der Doppelgipfel des Heubergs und darüber, über dem Inntal, der Wendelstein. Tief unter uns im Norden sehen wir den Samerberg mit Törwang Roßholzen und Grainbach und im Hintergrund die Kreisstadt Rosenheim und den Simssee, der als idealer Badesee sehr beliebt ist. Rechts spitzt der Kirchturm von Frasdorf hervor, dahinter glänzt der Chiemsee mit der Herreninsel. Gehen wir auf die andere Seite derHütte, so fallen die Felsenriffe der Kampenwand insAuge; dahinter kann man bei guter Wetterlage über das Berchtesgadener Land bis ins Salzkammergut schauen.
Der Rückweg erfolgt auf dem Anstiegsweg.

Gute Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (Bus/Bahn)

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied870 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortFrasdorf
AusgangspunktFrasdorf, Parkplatz Stüblach
EndpunktFrasdorf, Parkplatz Stüblach
TourencharakterNormalerweise wird die Hochries, die vor allem bei den Bergfreunden aus Rosenheim sehr beliebt ist, der Einfachheit halber von vielen Fußfaulen mit der Bahn »befahren«. So sind wir beim Gipfelglück zwar nicht allein, aber unserer Tour verläuft von Frasdorf aus auf eher stillen und ruhigen Wanderwegen zu einem der schönsten Aussichtspunkte des Chiemgaus. Dabei können wir gleich in drei verschiedenen Berggasthäusern einkehren.
Hinweise
Gute Erreichbarkeit mit Bussen/Bahnen
KartentippKompass 1 - 50 000, Blatt 10 Chiemsee
Markierungen
VerkehrsanbindungAuto. Über die A 8 München– Salzburg bis zur Ausfahrt Frasdorf, weiter in die Ortsmitte, dort links in die Sagbergstraße und am Wohnmobilparkplatz vorbei zum Ende der Straße und zum Parkplatz Stüblach Bahn. München - Salzburg Haltestelle Prien, dann Busverbindung bis Frasdorf
GastronomieFrasdorfer Haus; Riesenhütte; Restaurant Bergstation der Hochries-Seilbahn; Hochries-Haus
Tipps
Verleih
Informationen
Knapp 2 km nördlich von Frasdorf steht frei auf dem Feld eine auf den ersten Blick unscheinbare Kirche mit Satteldachturm. Doch die gotischen Fenster der Kirche St. Florian und die Schalllöcher im Turm in romanischen Formen lassen auf ein hohes Alter schließen, und das bestätigt sich auch bei einem Blick ins Kircheninnere. Hier steht ein herrlicher gotischer Schnitzaltar in ausgezeichneter Qualität, der sich im Chiemgau höchstens noch mit dem Hochaltar von Rabenden vergleichen lässt.
Höchster Punkt
Unterkunft
Tourismusbüro
Tourist-Info Frasdorf, Schulstr. 7, 83112 Frasdorf, Tel. 08052/179625, www.frasdorf.de