Von Elmau über den Kämikopf zum Zirbelkopf

Genau genommen kommt man bei der beschriebenen Rundtour gar nicht auf den Kämikopf, sondern auf den ihm südlich vorgelagerten, unbenannten Punkt 1861m, der um 40 Meter höher ist als der Kämikopf selbst. Höhepunkt und alpinistisches Glanzlicht aber ist der Zirbelkopf, ein Gipfel, der ziemlich selten Besuch bekommt. Beim Anstieg zu diesem scharfen Zahn geht es ordentlich zur Sache. Das letzte Stück dieser Route ist zwar sogar stellenweise rot markiert, aber es bleibt luftig und anspruchsvoll (I-II). (Autor: Siegfried Garnweidner)
Die Wanderung beginnt am Wanderparkplatz südlich von Elmau. Auf der Schachenstraße neben dem Elmauer Bach anfangs recht flach nach Süden, dann Südwesten hinauf. Das Sträßchen wird einmal deutlich steiler, flacht aber wieder ab und verzweigt sich. Dort links abdrehen und auf die zweite folgende Seitenstraße (Bannholzweg) links abbiegen. In ein paar Kurven nach Osten hinauf und über den Holzplatz oberhalb einer nassen Waldwiese. Erst am oberen Rand dieser Lichtung nach rechts auf den rauen und steilen Holzziehweg abzweigen. Auf keinen Fall darf man dem Wanderweg zur Wettersteinalm folgen. Am Ziehweg relativ forsch hinauf und den bezeichneten Schützensteig queren. Dort geradeaus und dann am unmarkierten Rückeweg weiter. Er schnürt sich zu einer Fahrspur und später zu einem Bergweg zusammen und steigt unter dem Kämikopf zu einer schönen Bergwiese an. Dort schwenkt er nach links ab und führt noch vor einem Waldgraben den Berg hinauf. Am oberen Grabenrand dreht er rechts ab und quert das Tälchen. Im Latschenbuschwerk schlängelt er sich dann nach Süden durch das Kämital hinauf, und dabei hat man die wilde Wettersteinwand vor Augen. Am unteren Rand der Geröllreiße dreht der Anstieg links ab und führt über einen Latschenrücken in die Einsattelung zwischen Wettersteinwand und Kämikopf. Von dort sind es zum Latschengestrüpp am Punkt 1861m nur ein paar (weglose) Minuten hinauf. Aufregender gibt sich anschließend der Übergang zum Zirbelkopf. Aus dem Sattel geht es erst einmal auf schwer zu findender Trittspur abwärts, bis in der Nähe von groben Felsenblöcken ein Bergpfad erreicht wird. Er quert die tristen Hänge unter der Wettersteinwand noch immer abfallend und steigt von der tiefsten Stelle des Übergangs als unmarkierte Trittspur über einen sehr steilen Wiesenhang nach Osten an. In einer Senke schwenkt er nach links, und die Pfadspuren verlieren sich immer wieder mal im Nichts. Um den richtigen Anstieg zu finden, muss man sich auf der rechten Hangseite halten. Neben einem Felsenkopf geht es in eine enge Scharte, dort links und in schroffe Felsen. Beherzt durch eine kurze, steile Rinne hinauf, der markierten Route nach rechts folgen, ein Felsenband queren und durch Latschengebüsch am Gipfelgrat zum höchsten Punkt hinauf. Der Abstieg verläuft anfangs entlang der Aufstiegsroute, dabei muss man darauf achten, in der Hangmulde unter dem grünen Gratsattel rechtzeitig links zu gehen, damit man nicht in eine steil abbrechende Rinne hineinkommt. Dann am Aufstiegsweg absteigen und hinter den großen Sturzblöcken rechts abdrehen. Von dort fällt ein steiler, aber einigermaßen guter Bergpfad gegen Norden ab. Auf ihm an der Wildfallhütte vorbei, den Bannholzweg queren und etwa 100 Höhenmeter weiter unten abermals zu einem Fahrweg. Diesen wiederum queren und gleich dahinter nach links auf ein schmales Sträßchen abbiegen. Kurz etwas aufwärts, der Forststraße folgen, an der Wildfütterung vorbei und erst in der Rechtskehre den Fahrweg verlassen, um dem Weg zu folgen, der zum Reiterhof abfällt. Bald darauf kommt man zum Elmauer Bach und zum Ausgangspunkt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied1275 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz südlich von Elmau, am Anfang des Schachenwegs
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterIm Winter ist hin und wieder eine Gruppe Soldaten mit Skiern zum Kämikopf unterwegs, um das Tourengehen im unerschlossenen Berggelände zu üben. Im Sommer dagegen ist es ausgesprochen ruhig an diesem netten Aussichtspunkt. Dabei kann man in der warmen Jahreszeit sogar noch zu einem relativ markanten Bergziel weitergehen, nämlich dem Zirbelkopf, der ebenfalls ein recht einsames Dasein fristet. Es gibt zwar ein Gipfelbuch am höchsten Punkt, aber dort trägt sich nur höchst selten jemand ein und wenn, dann meistens ein Soldat.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 31 »Werdenfelser Land«, 1:50000, Bayer. Landesvermessungsamt; Kompass Wanderkarte, 1:50000, Blatt 5; Freytag & Berndt Wanderkarte, 1:50000, Blatt 322.
MarkierungenMarkierungspunkte und einzelne Wegtafeln, streckenweise auch unmarkiert.
VerkehrsanbindungBahnverbindung ab München bzw. Innsbruck bis Krün. Von dort auf Mautstraße zum Ausgangspunkt.
GastronomieElmau.
Tipps
Den alten, im oberen Bereich deutlich zu erkennenden Abstiegsweg (östlich der vorgeschlagenen Abstiegsroute) sollte man keinesfalls wählen. Er ist verfallen und führt in dichtes Unterholz hinein.
Unterkunft
Elmau.
Tourismusbüro
Krün.
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