Von der Kenzenhütte auf die Hochplatte

Nichts für Highheels: Gratüberschreitung zum Fensterl am Fuß der Krähe: Für die Gratüberschreitung sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich. (Autor: Michael Pröttel)
22 km
900 m
5.00 h
Nachdem man mit dem Bus ohne jegliche Anstrengung
die Kenzenhütte erreicht hat, folgt man von dort zunächst einem
Fahrweg leicht bergan (Wegweiser Hochplatte, Gabelschrofen,
Geiselstein) und zweigt dann in der ersten Kurve nach rechts in einen
Fußweg ab. Gleich kommt man an eine Weggabelung und geht
hier links in Richtung Kessel Hochplatte. DerWeg steigt nun steiler
an und stößt wieder auf den Fahrweg. Hier geht es nach rechts.
Wieder ebener führt der Weg durch ein schönes freies Hochtal.
Dort wo es steiler wird und die Wegspuren sich aufteilen, hält man
sich rechts und ebenfalls an einer Gabelung (Schild Hochplatte).
Zunächst eben, dann leicht ansteigend quert der Weg einen Bergkessel
und führt kurz über Felsplatten in ein kleines Tälchen. An
den nächsten zwei Weggabelungen geht es wieder nach rechts in Richtung Hochplatte. Durch das nun zumeist weglose Latschenund
Karstgelände leiten rote Markierungen zum Gipfelkamm der
Hochplatte. Nach einem Aufschwung wird ein ausgesetztes Gratstück
mit Zuhilfenahme eines Geländers überschritten, von dem
aus man dem wieder breiteren Kamm zum 2082 Meter hohen
Gipfelkreuz der Hochplatte hinauffolgt. Bis zum Gipfel sind
etwa drei Stunden Gehzeit zu veranschlagen.Man sollte sich
hier unbedingt genug Zeit nehmen und die großartige Aussicht
auf die Ammergauer Alpen und die dahinter aufragende
Zugspitze zu genießen. Aussichtsreich geht es allerdings
auchweiter, indem man vom höchsten Punkt aus nun
immer dem teilweise ausgesetzten Grat nach Westen folgt.
Auf demziemlich schmalen Steig ist absolute Trittsicherheit
erforderlich, nur wenige Stellen sind mit Drahtseilen gesichert.
Über einenwieder breiteren Rücken steigtman in den
Sattel zwischen Hochplatte und Krähe ab, wo sich das markante
Fensterl befindet. Durch dieses Felsentor geht es nun
mithilfe von Drahtseilen in den nordseitigen Bergkessel hinunter.
Dort, wo es flacher wird, stößt man auf einen Querweg
und folgt diesem nach rechts. Der Weg quert nun unter
den beeindruckenden Nordwänden der Hochplatte zunächst
leicht absteigend, dann leicht ansteigend zum Kenzensattel
hinüber. Zwei Abzweigungen nach links werden
ignoriert. Von hier geht es nun ohne jegliche Orientierungsschwierigkeiten
durch ein wunderschönes Tälchen zunächst
nach Osten und dann nach Norden zurück zur Kenzenhütte,
wo man sich natürlich eine Erfrischung verdient hat!

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour22 km
Höhenunterschied900 m
Dauer5.00 h
StartortKenzenhütte (1294m)
Ausgangspunkt Kenzenhütte (1294m)
Endpunkt Kenzenhütte (1294m)
TourencharakterDass die mitten im Herzen der Ammergauer Alpen gelegene Hochplatte sich als Tagesausflugsziel eignet, liegt an einem traditionsreichen Shuttlebus, der mehrmals täglich von Halblech zur Kenzenhütte hinauffährt. Diese ist Ausgangspunkt einer einmaligen Rundtour, welche im Bereich der wunderschönen Gratüberschreitung allerdings gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert.
Hinweise
Wer sich die ganze Gratüberschreitung nicht zutraut, kann am Gipfel umkehren und denselben Weg zurück zur Kenzenhütte nehmen.
Verkehrsanbindung Auf der A96 bis zur Ausfahrt Landsberg am Lech Nord und weiter auf der B17 über Schongau nach Steingaden, und auf der Straße Richtung Füssen bis nach Halblech, hier kurz vor Ortsende gegenüber dem Gasthaus Adler nach links in die Straße Am Mühlbach und zum Wanderparkplatz der Kenzenhütte
Gastronomie Kenzenhütte (1294m), geöffnet Christi Himmelfahrt bis Kirchweih (3. So im Okt.), Tel.08368/390, www.kenzenhuette-ammergebirge. De
Tipps
Nimmt man am Morgen gleich einen der ersten Busse, wird man die letzte Talfahrt ohne Zeitstress erreichen können.
Informationen
Busfahrplan zur Kenzenhütte (gültig ab Christi Himmelfahrt bei befahrbarer Straße): ab Parkplatz Halblech: Mo–Fr 8, 9, 10, 11Uhr, Sa, So zusätzlich 7Uhr, ab Kenzenhütte: 14, 16, 17:30 Uhr