Von der Jachenau auf den Hirschhönlkopf

Gemütliche Ganztageswanderung auf Almstraßen, Holzziehwegen und Bergpfaden, etwas Trittsicherheit erforderlich (Autor: Dr. Wilfried und Lisa Bahnmüller)
11 km
750 m
5.00 h
Unsere Wanderung beginnt am Parkplatz bei der Kirche von Jachenau. Hier finden wir bereits ein Schild zum »Hirschhörnlkopf «, das uns bachaufwärts, an der Kleinen Laine entlang, weist. Rechts über uns ist das heutige Ziel als breiter Grasrücken schon gut sichtbar. An einem schönen neuen Holzkreuz gehen wir rechts vorbei und biegen gleich darauf nach links in den Weg zur Kotalm ein. Nach ein paar Hundert Metern zweigt rechts ein Weg zum Hirschhörnlkopf ab, auf dem wir später zurückkommen werden. Wir wandern jetzt geradeaus und halten uns bei einer großen Wildfütterungsstelle links. Der Weg wird steiler und überdies recht steinig. Überall an den Hängen sieht man große Windbruchstellen. Wir gehen weiter geradeaus durch ein Viehgatter (bitte schließen) und kommen wieder an den Bach. Wir brauchen nicht die breite Almstraße hinaufzugehen, sondern nehmen den alten Almweg, der hinter dem kleinen Seitenbächlein beginnt. Erst später mündet unser Weg schließlich doch in die Straße. Links unten bildet der Kotbach einen Wasserfall, der vor allem im Frühjahr zur Schneeschmelze recht beachtlich sein kann. Auf der unbewirtschafteten Kotalm, die genau im Sattel zwischen Hirschhörnlkopf und Jochberg liegt, können wir die erste Rast machen.
Rechts vor der Alm führt uns nun ein kleiner Steig weiter (Schild Pfundalm). Er steigt zunächst über die Almwiesen kräftig an, wird dann flacher und schlängelt sich an der steilen Südflanke des Hirschhörnlkopfes entlang. Bei der offen liegenden Wasserleitung muss man links hinaufsteigen, der Weg geradeaus endet unvermittelt im Wald. Im Sommer kann man den so selten gewordenen rosafarbenen Türkenbund, dunkelrote Akeleien und das Knabenkraut am Wegrand finden. Sie alle sind streng geschützt. Allmählich tauchen im Süden die Berge des Karwendels und des Wettersteins auf, und wenn wir über die Wiesen zur Pfundalm wandern, schaut schon der Gipfelhang zu uns herunter. Der Senner hat für Wanderer eine Bank auf der Südseite der Alm hergerichtet, sogar im Winter ist es hier warm und windstill. Schauen Sie sich seinen selbst gelegten Birnholzboden vor dem Almeingang an; er hält eine ganze Generation von groben Schuhen aus. Von der Alm steigen wir über die Wiesen auf den Gipfel des Hirschhörnlkopfs und genießen die weite Aussicht. Direkt im Norden steht der Rabenkopf, rechts davon wecken die Felswände von Benediktenwand und Achselköpfen fast die Illusion, wir wären in einem Luis-Trenker-Heimatfilm. Tief unter uns liegt die Jachenau unter dem Staffel, dahinter sind die Felsspitzen des Karwendelgebirges zu sehen. Am späten Nachmittag glänzt der Walchensee in der Sonne, das Estergebirge mit dem Herzogstand vor dem Wettersteingebirge beendet den Bergreigen. Der Fluss draußen in der Ebene ist die Loisach, die sich ihren Weg durch das Kochelseemoor gegraben hat. Rechts, aber vom Rabenkopf verdeckt, liegt das alte Kloster Benediktbeuern, das einst die Jachenau besiedelt hat.
Wir gehen zur Pfundalm zurück und wandern geradeaus die Hangkante entlang, bis uns ein Wegweiser nach rechts in den Bergwald schickt. In engen Serpentinen geht es bergab zu einer Forststraße. Auf ihr geht es nur ein paar Meter bergab, dann können wir wieder auf einem schmalen Bergpfad weiterwandern. Schließlich erreichen wir die Abzweigung, an der wir am Morgen vorbeigekommen sind, und sind bald wieder zurück in der Jachenau.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied750 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortJachenau
AusgangspunktJachenau, Parkplatz an der Kirche
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Berge um die Jachenau sind alle bis obenhin mit Wald bewachsen. Nur zwei Ausnahmen gibt es - den Staffel auf der Südseite des Tales und den Hirschhörnlkopf im Nordwesten. An ihm führt der alte Verbindungsweg von der Jachenau zum Kloster Benediktbeuern vorbei.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr. 182, Isarwinkel, 1 - 50 000
VerkehrsanbindungMit dem Auto. Von München nach Bad Tölz auf der B 13 über Lenggries, dann rechts durch das Tal der Jachenau bis in den Ort Jachenau; Parkplatz unterhalb der Kirche. Mit der Bahn. Von München über Bad Tölz nach Lenggries; weiter mit dem Bus Nr. 9595 in die Jachenau
GastronomieUnterwegs keine; erst am Schluss in der Jachenau
Tourismusbüro
Gäste-Information Jachenau, Dorf 51, 83676 Jachenau, Tel. 08043/919891, www.jachenau.de

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