Von der Höri nach Stein am Rhein

Drei teilweise steile Anstiege, steiler Abstieg nach Stein a.Rh., dazwischen ein »Höhenweg« und ein uriger Tobel; überwiegend befestigte Wirtschafts- und Waldwege, mehrmals auf Asphaltwegen und Ortsstraßen; Bademöglichkeiten. (Autor: Ute und Peter Freier)
Im Kurort Hemmenhofen steht das Otto-Dix-Haus, in dem der Maler von 1936 bis zu seinem Tod 1969 lebte; das Haus ist heute Museum (Mitte März–Ende Okt. Mi–Sa 14–17, So 11–18Uhr).
Vom Parkplatz am Seeufer gehen Sie auf die Kirche zu und nach rechts, kreuzen die Ortsdurchfahrt und steigen nach links an zu einer Gabelung am Ortsrand. Sie halten sich rechts und gelangen, stetig bergauf, zu einer Wegkreuzung am Waldrand (527m; 45 Min.).
Nach links folgen Sie dem auf einem niederen Bergrücken verlaufenden Panoramaweg stetig leicht bergab. Am Ende des Bergrückens führen Kehren hinunter zu einem Waldparkplatz, bei dem Sie sich auf der Straße Schienen-Wangen links halten nach Wangen (420m; gut 1:30 Std.).
An der ersten Kreuzung im Ort wenden Sie sich nach rechts, steigen recht steil an zur Wegkreuzung Aspenkreuz (516m; 2:15 Std.) und gelangen nach links zum Aspenhof. Sie gehen zwischen den Hofgebäuden hindurch, wenden sich an der nächsten Wegkreuzung nach rechts und stoßen nach 200 Metern auf einen mehrere Meter tiefen, als Schlucht bezeichneten Tobel (knapp 2:45 Std.).
Entlang dem Bächlein führt der schattige, streckenweise mit Baumstämmen befestigte Weg über Stege und kurze Holztreppen talabwärts und verläuft abwechselnd links und rechts des Wasserlaufs. Sie stoßen auf den Klingerbach und gehen in der Klingerbachschlucht weiter abwärts. Nach 700 Metern verlassen Sie den Tobel nach links (440m; 3 Std.) und erreichen wenig später Öhningen mit einem Augustiner-Chorherrenstift im Dorfzentrum. (455m; gut 3 Std.). Die Gebäude stammen aus dem 16.Jh., aber das ursprüngliche Kloster wurde schon Mitte des 10.Jh. gegründet.
Nach rechts folgen Sie der Oberdorfstraße und biegen am Ortsrand rechts ab auf ein Sträßchen, das steil zum Sonnenhof ansteigt. Geradeaus gehen Sie weiter zum Waldrand, halten sich links und erreichen auf einem Wiesenweg eine Weggabelung kurz vor dem Gehöft Bleiki, das direkt an der deutsch-schweizerischen Grenze liegt.
Nach rechts steigen Sie nun im Wald steil hoch zur Wegkreuzung Ölberg (590m; 4:15 Std.), wenden sich nach links und befinden sich nun in der Schweiz.
Der streckenweise schmale Waldweg führt in stetem Auf und Ab an der Kante des steil fallenden Hangs zum Rand einer Lichtung mit einem Grillplatz und dem Aussichtspunkt Firstweg (ca.600m). Sie halten sich rechts, folgen einem befestigten Weg über die Lichtung hangabwärts zu einem Parkplatz und steigen nochmals kurz an zur Burg Hohenklingen (591m; knapp 5 Std.).
Die aus dem 12.Jh. stammende, gut erhaltene Burganlage ist frei zugänglich. Vom Turm hat man einen herrlichen Ausblick. Nach Verlassen der Burg biegen Sie noch vor dem Parkplatz rechts ab und steigen in Kehren und über Treppenstufen am steilen, bewaldeten Hang und durch Weinberge ab zur Burg-Zufahrtsstraße.
Etwas nach links versetzt, führt der Weg durch weitere Weinberge vollends hinunter nach Stein am Rhein und zur Schiffslände (400m; 5:15 Std.).
In der Altstadt ist das Stadtbild des 15./16.Jh. eindrucksvoll erhalten: zwei Stadttore und Wehrtürme, enge Straßen und Gassen, spitzgiebelige Fachwerkhäuser, Erker und bemalte Hausfassaden. Die ersten Fassadenmalereien wurden um 1520 am Haus Weißer Adler angebracht und sind die frühesten Renaissance-Fassadenmalereien in der Schweiz. Die Bürgerhäuser zeugen vom einstigen Wohlstand, als Stein auf Grund seiner Lage an der Kreuzung einer Wasserstraße mit einer wichtigen Fernstraße eine blühende Handelsstadt war.
Mit dem Schiff Schaffhausen–Kreuzlingen kehren Sie nach Hemmenhofen zurück.

Weinwandern

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour24 km
Höhenunterschied560 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHemmenhofen.
EndpunktStein am Rhein.
TourencharakterEine abwechslungsreiche Wanderung mit zwei Höhepunkten: Die gut erhaltene Burg Hohenklingen und das historische Städtchen Stein am Rhein. Obwohl der Waldweg-Grenzübergang nicht kontrolliert wird, sollte man den Personalausweis dabei haben.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA Baden-Württemberg, Blatt 511 Westlicher Bodensee, 1:50000.
MarkierungenGelb.
VerkehrsanbindungPkw: Von Radolfzell über Moos und Gaienhofen nach Hemmenhofen; Parkplatz beim Schiffsanleger. Bus: Linie Radolfzell–Stein am Rhein, Haltestelle Dorfstraße, mehrmals tägl. Schiff: Linie Kreuzlingen–Schaffhausen.
GastronomieIn Hemmenhofen; in Öhningen; Restaurant Burg Hohenklingen (So ab 19Uhr und Mo geschl.); in Stein am Rhein.
Tipps
Kloster St. Georgen in Stein am Rhein. Die ehemalige Benediktinerabtei St. Georgen, die vom Hohentwiel hierher verlegt wurde, ist eines der ältesten Klöster der Region und vollständig erhalten: Kirche, Klausur mit Kreuzgang, Prälatur und Wirtschaftsgebäude. Die heutigen Gebäude stammen aus dem 15. und 16.Jh. ebenso wie die Wandmalereien im Festsaal. Während des Sommers finden Führungen statt (März–Okt. tägl. außer Mo durchgehend)
Tourismusbüro
Im Kohlgarten 1, 78343 Gaienhofen, Tel. 07735/81823, www.gaienhofen.de

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