Von der Grenzwiese zur Ebertswiese

Streckenwanderung auf bequemen Wegen, überwiegend im Mischwald. (Autor: Tassilo Wengel)
10 km
280 m
2.00 h
Wir starten in der Südostecke des großen Parkplatzes bei der Grenzwiese und folgen dem Rennsteig zwischen Fichten und Buchen auf den Trockenberg mit Schutzhütte hinauf. Rückblickend bietet sich noch einmal eine schöne Aussicht auf den Großen Inselsberg. An der »Waltershäuser Hütte« vorbei kommen wir zur Gabelwiese, halten uns bei der folgenden Gabelung rechts und wandern nun an Grenzsteinen entlang – teilweise über Stufen – recht steil auf den Großen Jagdberg hinauf. Über den lang gezogenen Rücken gelangen wir bald abwärts zur Schutzhütte »Am Jagdberg« und kommen am Abzweig zur Tanzbuche vorbei. Das Hotel »Tanzbuche« steht etwa 1km entfernt auf einer großen Wiese. Wir folgen dem Rennsteig links neben der Betonstraße zum Heuberghaus, das bereits 1559 als »Herberge auf dem Heuberg« erwähnt wurde und an der 1840 neu ausgebauten Passstraße Friedrichroda–Kleik- Schmalkalden steht. Hinter den Finnhütten bleiben wir auf dem Rennsteig rechts neben dem asphaltierten Fahrweg und können gleich am Anfang einen Gedenkstein sehen, der 1994 gesetzt wurde und an den ers-ten nächtlichen »Taschenlampenstart« des GuthsMuths-Rennsteiglaufs von 1975 erinnert.
Über die Kniebreche wandern wir nun am Abzweig zum Spießberghaus vorbei, das 500m entfernt steht, auf den lang gestreckten Gipfel des Spießberges. Von hier geht es abwärts zur Wegspinne am Possenröder Kreuz, einem Rastplatz mit Schutzhütte. Im Mittelalter war die Passhöhe »Am Kreuz« ein wichtiger Übergang zwischen Thüringen und Franken. Rechts am Weg steht die Nachbildung eines 1522 erstmals erwähnten Kreuzes aus Zechsteinkalk, das die Inschrift »POSSENROD« trägt und wahrscheinlich ein Sühnekreuz ist. Etwa 200m weiter steht ein Dreiforstenstein von 1847, denn hier trafen drei Forstbezirke aufeinander. An weiteren Steinen vorbei gelangen wir über den flachen Pirschhauskopf zum Gleichisch Gehäu mit drei Grenzsteinen. Wo der Rennsteig auf den Fahrweg zur Ebertswiese trifft, stehen vier weitere Grenzsteine, die wahrscheinlich von verschiedenen Standorten stammen. Wir folgen dem Rennsteig auf dem Fahrweg nach links bis zum Rastplatz Springender Löwe und gelangen dann auf einem alten Hohlweg mit Grenzsteinen zum Fahrweg, der zum Bergsee führt. Wir überqueren diesen Fahrweg, gelangen nach etwa 100m auf den vorher verlassenen Fahrweg und stehen bald am Nordrand der Ebertswiese.

Wanderwege Thüringer Wald

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied280 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGrenzwiese.
EndpunktEbertswiese.
TourencharakterDie Ebertswiese ist ein reizvolles Wanderziel, wo besonders im Frühjahr die botanisch interessante Feuchtwiese in voller Blüte steht. Aber auch ein Bad im idyllischen Bergsee ist sehr beliebt.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte Naturpark Thüringer Wald, Nr.1, Maßstab 1:30000, grünes herz, verlag für tourismus oder Fritsch-Wanderkarte Nr.45 1:50000, Westlicher Thüringer Wald und Vordere Rhön.
Markierungen»R« für Rennsteig.
VerkehrsanbindungGrenzwiese: Busverbindung mit Brotterode, Tabarz, Friedrichroda, Tambach-Dietharz. Busauskunft: 0369/228844.
GastronomieGrenzwiese: Haus am Reitstein; Unterwegs: Heuberghaus; Ebertswiese: Berggasthof mit Gaststätte.
Tipps
Die Ebertswiese. Als eine der schönsten Bergwiesen des Thüringer Waldes beherbergt die Ebertswiese eine vielfältige Flora aus Borstgrasrasen, Gebirgsfrischwiesen, Stauden- und Quellfluren mit zahlreichen schönen Wiesenblumen. Sie steht seit 1936 unter Naturschutz und ist die sumpfige Quellmulde der Spitter. Das Gebiet wurde bereits 1039 als »Everhardesbrucchon« und 1143 als »Eberhardsbruggen« nach Eberhard, dem ersten Abt von Kloster Georgenthal, erwähnt.
Unterkunft
Ebertswiese: Berggasthof Ebertswiese, Tel. 03683/606451; Bergseebaude, Tel. 03683/65480.
Tourismusbüro
Tourist-Information, Bahnhofstraße 4, 98593 Floh-Seligenthal, Tel. 03683/408848, Fax 408850, www.floh-seligenthal.de.

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