Von der Baumgartner Höhe nach Bezau

Bergabstieg auf guten Berg- und Almwegen über verschiedene Alptypen und durch schöne Hangwälder; allerdings beträchtlicher Höhenunterschied, der sich unter nochmaliger Verwendung der Seilbahn ab der Mittelstation verringern lässt. (Autor: Karin Pegoraro, Manfred Föger)
9 km
50 m
3.00 h
Fast nostalgische Gefühle kommen auf, wenn wir in die kleinen Kabinen der Bezauer Bergbahn einsteigen. Neben dem riesigen Gleitschirmrucksack eines jungen Piloten werden wir an das Fenster »gequetscht« und bewältigen die zwei Sektionen bis zur Bergstation Baumgarten. Der markierte Bergwanderweg leitet uns nun über den Südhang der Hinteren Niedere hinunter. An sich ist der Weg problemlos, doch mitunter ergeben sich erstaunliche Schwierigkeiten. Der kleine Hund einer Bergwanderin hat es sich partout in den Kopf gesetzt, die Paraglider über unseren Köpfen zu jagen, und ist nicht zum Weitergehen zu bewegen.
Über die Hintere Niederealpe gelangen wir nach etwa 40 Minuten zu einer Wegkreuzung, an der wir uns rechts halten. Nicht ganz 300 Meter sind es bis zur Wildmoosalpe, die jedoch nicht direkt an diesem Abstiegsweg, sondern etwas weiter südlich liegt. Ein minimaler Abstecher bringt uns zu dieser malerischen Alm mit ihrer kleinen Kapelle. Hier gönnen wir uns eine kleine Erfrischung, bevor wir wieder zum alten Weg zurückkehren und diesem nun nach links folgen. Nächstes Etappenziel ist nun Sonderdach (1208 m), wo wir auf mehrere Alpen, ein beliebtes Ausflugsgasthaus und die Mittelstation der Bezauer Bergbahn treffen (1:45 Std.).
Nun beginnt das steilste Stück des Abstiegs. Über den abschüssigen, dicht bewaldeten Hang steigen wir in mehreren Serpentinen in Richtung Grebentobel hinunter. Wer es weniger steil möchte, kann auch dem befahrbaren Almweg folgen, der die ärgste Steigung ausgleicht und auf den wir bei etwa 950 Meter Seehöhe ohnehin wieder treffen. Links streben wir nun flacher dem Endpunkt entgegen, unterqueren die Bergbahntrasse und erreichen gleich darauf die ersten Häuser von Bezau (3 Std.).

Höhenunterschied: Auf: 50, Ab: 1000

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied50 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBergstation der Bergbahn Bezau (1600 m).
EndpunktBezau (650 m).
TourencharakterAuch von Bezau aus ist der Bergrücken der Niedere mit einer kleinen Bergbahn erschlossen. Sie bringt uns auf die Südseite der Region und eröffnet uns fantastische Ausblicke. Und der Abstieg in den Talort bietet uns immer wieder neue Perspektiven.
Hinweise
Höhenunterschied: auf 50m, ab 1000m
Kartentippfreytag & berndt-WK Bregenzerwald, 1:50 000. Regionalkarte Wandern im Bregenzerwald II, 1:40 000.
MarkierungenÜbliche Wanderwegemarkierung, teilweise etwas unübersichtlich; Wegweiser an allen wichtigen Kreuzungspunkten.
VerkehrsanbindungBezau liegt etwa 1 1/2 km abseits der Bregenzerwald-Bundesstraße B 200, die es mit Gemeinden des Umlandes verbindet. Die Talstation der Bergbahn erreicht man, indem man den Wegweisern bis zum östlichen Ortsrand folgt; hier Parkmöglichkeiten, die an schönen Wochenenden im Herbst nicht immer ausreichen. Als öffentliche Verkehrsmittel bieten sich die Buslinien 35 (Bregenz–Bezau) und 40 (Dornbirn–Warth) an. Die Busse halten beim Postamt; von hier geht man etwa 20 Minuten zur Talstation.
GastronomieUnterwegs in mehreren Alpen und im Gasthof Sonderdach; verschiedene Einkehrmöglichkeiten im Talort.
Tipps
Das Berghaus Sonderdach (Tel. 0663/9 15 06 91) direkt an der Mittelstation lädt auf etlichen Wanderungen zu einer gemütlichen Rast ein. Bei Schönwetter genießt man auf der großen Sonnenterrasse eine zünftige Jause, einen der köstlichen hausgemachten Kuchen oder Strudel und lässt das prächtige Panorama auf sich wirken. An der Eingangsseite erinnert ein Schild an den berühmtesten Sohn des Hauses, den Skisprung-Olympiasieger Toni Innauer.
Unterkunft
Verschiedenste Unterkunftsmöglichkeiten in Bezau.
Tourismusbüro
Tourismusbüro Bezau, Platz 39, A-6870 Bezau, Tel. 05514/22 95, Fax 05512/31 29, bezau.tourismus@aon.at, www.bezau.at
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