Von Crocetta d'Oro nach Creto

Da die Wanderung ein Teilstück des Ligurischen Höhenweges darstellt, ist sie, mit Ausnahme zweier Wiesenflächen, sehr gut markiert. Sie ist nicht anstrengend und daher auch für Kinder geeignet. (Autor: Michael Pröttel)
7 km
465 m
2.00 h
Unser Ausgangspunkt ist in Genua die Piazza Manin (vom Bahnhof Principe Buslinie Nr.34, vom Bahnhof Brignole Nr.33). Dort befindet sich die Station der Schmalspurbahn nach Casella, die im Schnitt alle 90 Minuten abfährt.
Nach einer fünfzigminütigen, kurven- und aussichtsreichen Fahrt steigt man an der Haltestelle Canova/Crocetta aus. Da dies eine Bedarfshaltestelle ist, muss man dem Schaffner Bescheid sagen, bzw den roten Knopf »Prenotazione Fermata« drücken. Hier gehen wir die Straße nach rechts zur einer Kreuzung hinauf und folgen der unübersehbaren »AV«-Markierung in eine weitere Straße halb links bergan. Kurz nach dem letzten Haus verlassen wir die Straße und gehen gerade in einen markierten Pfad, der durch Ginster weiter bergauf führt.
Nach einer Wiese stoßen wir noch einmal auf eine Straße, der wir nach links bis zu einer roten Kirche folgen.
Hinter dieser folgt ein Fahrweg, der schließlich zum schmalen Fußweg wird. Bei einer Gabelung halten wir uns rechts (Markierung auch blaue Punkte) und es geht auf breiterem Weg steiler bergan.
Wir erreichen den Höhenrücken, an dem sich Steineichenhaine und Wiesen ständig abwechseln. An einer weiteren Gabelung gehen wir wieder nach rechts und verlassen den Kamm um ihn kurz darauf erneut zu erreichen.
Der Weg ist hier ziemlich zugewachsen. Bei einer am höchsten Punkt allein stehenden Steineiche wenden wir uns nach rechts und steigen in Richtung der unterhalb liegenden Häuser ab. Wir kommen an einem Kreuz vorbei. Der Weg ist hier in viele Arme aufgeteilt, wird aber gleich wieder eindeutig und wir stehen an der Straße vor den paar Häusern von Sella (1:30 Std.). Wir gehen aber weiter zu der vor uns liegenden Kapelle. Hinter ihr gabelt sich der Weg und wir folgen halb links der »AV«-Markierung.
Nach einem flachen Wegstück im Wald geht es kurz bergan und wir stehen am Sattel zwischen Monte Sella und Monte Carossino. Geradeaus kommen wir etwas unterhalb des Monte Carossino vorbei, gehen bei einer Gabelung links und gelangen kurz darauf auf den Sattel zwischen Monte Carossino und Monte Alpe. Auf dessen Ostseite wandern wir über sanfte Wiesenhänge weiter und haben gleich die Häuser von Creto im Blick. Der Weg ist wieder ziemlich zugewachsen.
Auf jeden Fall sollte man nicht zu tief absteigen, sondern sich eher Richtung Süden halten, um die heraufführende breite Schotterstraße zu erreichen. Über sie gelangen wir bald auf eine Teerstraße, die gleich darauf auf die Hauptstraße von Creto (2:30Std.) stößt. Gleich an dieser Ecke befindet sich eine urige Trattoria. Folgt man der Hauptstraße ein Stück nach rechts, kommt man zu einer Bushaltestelle. Direkt gegenüber befindet sich ein weiteres Restaurant mit einer großen Kastanie, die nahezu bayerisches Biergartenflair versprüht. Zurück nach Genua fahren wir mit den blauen »Pullmann«-Bussen, wobei der letzte gegen 19 Uhr hier abfährt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied465 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHaltestelle Canova/ Crocetta der Schmalspurbahn Genua–Casella
EndpunktBushaltestelle von Creto
TourencharakterDie aussichtsreiche Wanderung im hügeligen Hinterland Genuas ist zwar nicht besonders lang, wird aber durch die Fahrt mit der nostalgischen Schmalspurbahn Genua-Casella zu einem schönen Tagesausflug ergänzt.
Beste Jahreszeit
KartentippCarta dei Sentieri e Rifugi, 1:50000, Nr.16, Istituto Geografico Centrale
MarkierungenAV
Verkehrsanbindungvon und nach Genua Zugverbindung zum Ausgangspunkt bzw. Busverbindung vom Endpunkt.
GastronomieBars und Restaurants in Creto
Tipps
Schmalspurbahn Genua – Casella. Die Fahrt mit der kleinen Bahn ist die wohl romantischste Art, um das hügelige Hinterland zu erkunden. Die Spurweite beträgt statt der normalen 1,40m nur 1m. Dementsprechend langsam müht sich der Zug bergauf. Für die 24 km lange Strecke nach Casella benötigt er eine ganze Stunde. Dennoch wird einem auf der aussichtsreichen Fahrt mit Sicherheit nicht langweilig. Die 1924 gebaute Lokomotive ist eine der ältesten noch in Betrieb befindlichen Zugmaschinen Italiens. Während des Zweiten Weltkriegs hatte die Linie große Bedeutung bei der Evakuierung Genuas. In den 60er-Jahren wäre die Bahn dann beinahe stillgelegt worden, doch zum Glück haben sich die Benutzerzahlen seitdem kontinuierlich nach oben entwickelt
Unterkunft
Genua und Creto
Tourismusbüro
Genua

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Region:
Italien
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