Von Bernshausen auf die Stoffelskuppe

Vom Erdfallsee zum Basaltblockmeer (Autor: Norbert Forsch)
9 km
240 m
2.00 h
Diese Kurzwanderung erkundet das mächtige Basaltblockmeer auf der aussichtsreichen Stoffelskuppe und die Bernshäuser Kutte, mit knapp fünf Hektar Wasserfläche größter See der Rhön. Er ist durch Auslaugung von Salzlagern entstanden und steht unter Naturschutz.
Auf die Stoffelskuppe.
Wir starten vom Parkplatz der Bernshäuser Kutte und lassen uns nicht von den vor uns liegenden Teichen irritieren. Es sind vorgelagerte Teiche der eigentlichen Kutte, die wir auf einem an den Teichen entlang führenden schmalen Weg erreichen. Die Kutte ist ein fast kreisrunder See. Sein größter Durchmesser beträgt 250 m, seine größte Tiefe 45 m. Er ist durch Erdeinbruch entstanden und hat weder Zu- noch Abfluss. Deshalb ist das ökologische Gleichgewicht des Sees sehr empfindlich. Die Kutte soll einst eine schöne Wiese gewesen sein, die eine alte Bauersfrau aus Bernshausen ihren Söhnen geben wollte. Da sich die Söhne stritten und zankten, verwünschte die Mutter das Grundstück und es versank in den Abgrund.
Bei der Kutte finden wir die Markierung grüner Tropfen und folgen ihr links bergan und zwischen dem Waldstreifen des Hochufers und Viehweiden zu einem Feldweg hinauf. Wir biegen rechts ein und richten uns nun nach dem roten Keil und der Muschel des Jakobsweges.
Die Route führt an einem Waldstreifen entlang, dann durch ein Stück offene Flur und am Abzweig nach Roßdorf vorbei. Nun müssen wir aufpassen: Nach etwa 100 m leitet die Markierung links in den Wald auf einen kaum erkennbaren Weg, der sich nur wenig vom Waldrand entfernt. Bald gehen wir geradeaus über eine weitläufige Kreuzung und weiter auf breitem Weg zur nächsten Kreuzung in einer Waldecke. Dort schwenken wir nach links und steigen den Osthang der Stoffelskuppe hinauf. Jetzt leiten die Muschel des Jakobsweges und der grüne Keil mit gefüllter Spitze des Wagner-Mosengeil-Weges, der an den Mitbegründer der deutschen Stenografie, Friedrich Mosengeil, und seinen Freund, den in Roßdorf lebenden Heimatdichter Ernst Wagner, erinnert. Wir wandern geradeaus über eine Kreuzung und an einer Holzhütte vorbei zur nächsten Kreuzung. Ein Abstecher führt einem Wegweiser folgend auf den Gipfel der Stoffelskuppe hinauf.
Über das Roßdorfer Tor zurück.
Auf bekanntem Weg gehen wir zur Kreuzung unterhalb der Stoffelskuppe zurück und schwenken nach links. Geradeaus haltend auf weitgehend ebenem Weg erreichen wir die Kreuzung am Roßdorfer Tor. Ein Schild weist darauf hin.Nun bietet sich ein Abstecher an: Vom Roßdorfer Tor folgen wir dem grünen Keil gegen die Spitze zur Rhönklubhütte auf dem Pleß. Der Pleß, ein reich bewaldeter Basaltkegel, ist der Hausberg von Breitungen. Die Hütte ist an Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Auf gleichem Weg kehren wir zum Roßdorfer Tor zurück. Die Wanderung verlängert sich dadurch um 5 km.
Wir verlassen das Roßdorfer Tor mit dem vom Pleß kommenden grünen Keil auf breitem Forstweg, den wir in seiner Rechtskurve geradeaus verlassen. Dann wandern wir auf einem schmalen Waldweg abwärts zu einer Kreuzung mit Ruhebänken oberhalb des Schönsees bei Urnshausen. Im Schönsee darf gebadet werden. Das Naherholungsgebiet mit Wohnwagenstellplätzen und gebührenpflichtigem Parkplatz erreicht man ab Urnshausen mit dem Auto auf ausgeschildertem holprigem Fahrweg.
Bei den Ruhebänken wenden wir uns links talwärts. Der Weg entpuppt sich schnell als Hohlweg. Nach etwa 1 km biegen wir links ab, wandern weiter talwärts und treten aus dem Wald heraus. Die Querstraße in der Flur nehmen wir links, gehen nach Bernshausen hinein und rechts zur Kutte zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied240 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz an der Bernshäuser Kutte
EndpunktParkplatz an der Bernshäuser Kutte
TourencharakterÜberwiegend breite, teils holprige Waldwege; abseits der markierten Wege wird das Gelände schnell unübersichtlich; herrlicher Blick von der Stoffelskuppe auf die Vorder- rhön.
Beste Jahreszeit
KartentippTK 50 W »Westlicher Thüringer Wald«, 1:50 000, Blatt 55, sowie TK 50 W »Thüringische Rhön«, 1:50 000, Blatt 52, beide Thüringer Landesvermessungsamt
MarkierungenGrüner Tropfen bis Anschluss roter Keil und grüner Keil mit gefüllter Spitze; ab Roßdorfer Tor grüner Keil
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A 4 zur Anschlussstelle Friedewald und weiter auf der B 62 nach Dorndorf und von dort auf der B 285; etwa 3 km vor Dermbach links ab und über Urnshausen nach Bernshausen; im Ort gleich rechts zur nahen Kutte.
GastronomieBernshausen: Landhotel Zur Grünen Kutte, Hauptstr. 9, Tel. 036964/823 46, www.gruene-kutte.de
Tipps
EINKEHR-TIPP: ZUR GRÜNEN KUTTE Das Landhotel Zur Grünen Kutte befindet sich seit 1864 im Besitz der Familie Heidinger. Die Spezialität des Restaurants ist Wild, das von heimischen Jägern geliefert wird. Eine besondere Empfehlung des Hauses sind hausgemachte Thüringer Klöße mit Wildbraten und Rotkraut. Eingang in die Küche findet zudem, was der hauseigene Garten je nach Saison liefert, wie frisch gepflückter Bio-Salat und Obst, das dem Gast in Form von Saft und Konfitüren begegnet. Von der Strockborn-Ranch, dem eigenen Reiterhof, aus kann man die Rhön auf dem Pferderücken entdecken.
Unterkunft
Bernshausen: Landhotel Zur Grünen Kutte, Hauptstr. 9, Tel. 036964/823 46, www.gruene-kutte.de

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