Von Bad Säckingen zum Solfelsen

Abwechslungsreiche Park- und Waldwanderung mit hervorragenden Aussichtstellen, aber auch einigen Anstiegen; sind die Kinderbeine noch zu kurz, startet man am Bergsee. (Autor: Chris Bergmann)
15 km
730 m
3.00 h
Vom Bahnhof Bad Säckingen folgen die Markierungen blaue Raute und Ö nach Queren der Bergseestraße dem stadtökologischen Informationspfad längs des Schöpfebachs aufwärts Richtung Bergsee.
Die Renaturierung des Schöpfebachtals 1992–1994 war eines der größten Renaturierungsprojekte der Hochrheinregion. Am Wanderweg informieren Lehrtafeln über die Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Gewässers. Schließlich erreichen wir den Bergsee, einen idyllisch gelegenen Weiher, der auch als Knotenpunkt zahlreicher Wanderwege fungiert.
An dem 5ha großen Weiher am Fuß des Eggbergs gibt es Gastronomie, einen Ruderbootverleih und in unmittelbarer Nachbarschaft ein Wildgehege, Spazierwege führen rund um den See. Der Scheffelfelsen erinnert an den berühmtesten Sohn der Stadt und Namensgeber des Sees: Erst durch Scheffel kam der Name »Bergsee« in Gebrauch.
Als Franz Porten 1918 mit 200 Statisten den Stummfilm »Der Trompeter von Säckingen« drehte, war der Hauptschauplatz neben der Altstadt der Bergsee.
Ursprünglich war der zuvor »Schwarzsee« genannt Bergsee ein kleiner Weiher, in dem klösterliche Fischzucht betrieben wurde. Die neueste Attraktion am See ist der 420m lange Barfußpfad beim Wildgehege.
Am Scheffelfelsen führt unsere blaue Raute längs des Schöpfebachkanals durch das schluchtartige Schöpfebachtal aufwärts zur Verzweigung an der Stegbrücke. Hier wechselt die blaue Raute auf einem Pfad links in den Hang hinauf zum Jungholzer Felsen und mündet dann in den Wiesen auf den Hochrhein-Querweg (weiß-blaue Raute). Ihm folgen wir nach Jungholz und dort links hinauf zum Naturdenkmal Solfelsen. Der Solfelsen ist eines der bedeutendsten Naturdenkmäler an der Südwestkante des Hotzenwalds. Schon für jungsteinzeitliche Sammler und Zauberer, so berichten moderne Sagen, bildete der ca. 230t schwere, 5,4m aufragende Granitblock einen magischen Ort, heute ist er ein Wanderziel mit herrlichem Ausblick auf das Hochrheintal und den Schweizer Jura. Ähnlich wie der benachbarte Jungholzer Felsen ist er von einem Granitblockmeer umgeben. 1895 kaufte ein Schweizer die gesamte Gegend, um sie vor der Zerstörung zu bewahren: Die Naturdenkmäler, auf denen sich Fuchs und Hase »Gute Nacht« sagten und die deshalb wirtschaftlich brach zu liegen schienen, sollten zu Schotter für den Eisenbahnbau zerschlagen werden.
Vom Solfelsen folgen wir dem Querweg ein kurzes Stück weiter bis zu Verzweigung beim Spatzenhof. Dort geht es links weiter auf einem bequemen Forstweg, der sich im Wald zur Rodungsinsel Günnenbach hinabsenkt, wo das Gasthaus Sonne zur Einkehr lädt. Hier bietet sich erneut ein herrlicher Ausblick auf das Hochrheintal, den Dinkelberg, den Südschwarzwald und bis zu den Vogesen. Von Günnenbach ist es nicht mehr weit bis zum Bergsee, wo wir uns beim Wildgehege auf dem Barfußpfad entspannen, ehe wir auf dem bekannten Schöpfebach-Informationspfad zurück zum Bahnhof Bad Säckingen wandern. Lässt die S-Bahn noch etwas auf sich warten: Gleich südlich des Bahnhofs liegt die Altstadt, an ihrem Rand führt die holzüberdachte Brücke über den Rhein.

Thermentour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied730 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Bad Säckingen.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVom Thermalbad Bad Säckingen wandern wir hinauf zum Bergsee, einem der landschaftlich schönsten Schwarzwald-Freizeitseen, und zum aussichtsreichen Naturdenkmal Solfelsen hoch über den Rheintal.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte 1:30000 Hotzenwald oder Freizeitkarte 1:50000 Blatt 508 Lörrach/Belchen (beide Landesvermessungsamt Baden-Württemberg) oder Atlasco-Wanderkarte 1:30000 Blatt 221 Hotzenwald.
MarkierungenÖ (Öko-Lehrpfad), blaue Raute (Zugangsweg), weiß-blaue Raute (Hochrhein-Querweg), gelbe Raute (lokale Wanderwege) und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungS-Bahn Basel – Bad Säckingen – Waldshut. Mit dem Auto A5 Karlsruhe – Basel bis Autobahndreieck Weil, weiter auf der A98 via Lörrach Richtung Rheinfelden und auf der B34 nach Bad Säckingen.
GastronomieBad Säckingen, Bergsee, Günnenbach.
Tourismusbüro
Kurverwaltung Bad Säckingen, Waldshuter Straße 20, 79713 Bad Säckingen, www.bad-saeckingen.de; Tourist-Information Rickenbach, Hauptstraße 7 (Rathaus), 79736 Rickenbach/Hotzenwald, www.rickenbach.de

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