Von Bad Freienwalde nach Falkenberg

Streckenwanderung auf bequemen Waldwegen, die im Frühjahr vor der Laubentfaltung besonders reizvoll ist. (Autor: Tassilo Wengel)
10 km
352 m
2.00 h
Wir starten auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Bad Freienwalde und gehen die leicht ansteigende Uchtenhagenstraße entlang. Beim Wegweiser Fontane-Wanderweg schwenken wir nach rechts und steigen zwischen Grundstücken einige Stufen aufwärts. Oben angekommen, sind es nur wenige Schritte zur Ruine, einem Aussichtspunkt. Leider bietet sich wegen der hohen Bäume keine freie Sicht auf Bad Freienwalde. Wir gehen zurück und setzen den Weg mit der Markierung blauer Querstrich fort und wandern am Hang durch Buchen- und Eichenwald. Den Boden bedecken blaue Veilchen, gelbes Scharbockskraut und weiße Buschwindröschen, die im April in voller Blüte stehen.
Unser Wanderweg mündet auf den Max-Kienitz-Lehrpfad, hier gehen wir nach rechts und wenden uns nach wenigen Metern nach links. Der Fontane-Wanderweg lenkt nun durch eine reizvolle Hügellandschaft am Hang entlang und führt nach einigen vermoderten Holzstufen auf einen Querweg. Hier halten wir uns rechts, gehen bei einer großen Kiefer (Naturdenkmal) nach links und gelangen bei einem Umspannwerk auf einen Fahrweg. Nun wenden wir uns nach links und wandern durch ein schönes Tal. Immer der Markierung blauer Querstrich folgend, steigen wir auf einem breiten Kopfsteinpflasterweg leicht an und erreichen den Teufelssee (1:15 Std.).
Am Ende des Sees zweigt ein Sandweg nach rechts, auf dem wir weiter Richtung Falkenberg wandern (Markierung blauer Querstrich). Wir kommen an der Mariannenschlucht vorbei, halten uns beim nächsten Abzweig rechts und erreichen auf einem schönem Hangweg eine Wegkreuzung. Dort folgen wir dem Wegweiser Falkenberg durch einen Hohlweg leicht ansteigend zur »Grüner Heinrich-Hütte«. Nach rechts führt ein 650 m langer Pfad zum 1895 erbauten Bismarckturm auf dem Schlossberg (geöffnet Sa und So 10.00–17.00 Uhr), von dessen Aussichtsplattform man eine schöne Aussicht in den Oderbruch und bis nach Polen hat.
Zurück zum Fontaneweg folgen wir weiter der Markierung blauer Querstrich abwärts nach Falkenberg. Dort wenden wir uns beim Theodor-Fontane-Platz nach rechts und gelangen zur Bushaltestelle (2:30 Std.). (Rückfahrt nach Bad Freienwalde Mo–Fr 12.27 Uhr, 14.55 Uhr (an Schultagen), 16.05 Uhr und 18.30 Uhr, Sa, So, Feiertag 10.30 Uhr, 18.30 Uhr.)
Variante.
Wanderung zurück nach Bad Freienwalde auf dem Talweg vom Theodor-Fontane-Platz, über Fontanestraße, dann Wegweiser Talweg nach Bad Freienwalde, 8 km (2 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied352 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBad Freienwalde, Marktplatz.
EndpunktFalkenberg, Theodor-Fontane-Platz.
TourencharakterHeilkräftige Quellen und eine reizvolle Hügellandschaft sind die Markenzeichen von Bad Freienwalde, dem ältesten Badeort im Land Brandenburg. Hier weilte auch Theodor Fontane und auf dem nach ihm benannten Wanderweg bietet sich dem Betrachter eine abwechslungsreiche Landschaft.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Spezialwanderkarte Nr. 1040, Schorfheide-Werbellinsee, 1:50000.
MarkierungenBlauer Querstrich.
VerkehrsanbindungAutobahn A 11 Berlin–Prenzlau, Ausfahrt Finwofurt, auf B 167 über Eberswalde nach Bad Freienwalde. Busverbindung mit Eberswalde. Bahn ab Berlin-Lichtenberg oder Bernau über Eberswalde.
GastronomieBad Freienwalde: Café und Pension Lender, Hauptstraße 49; Restaurant & Eiscafé Am Teich, Eduardshof 3. Falkenberg: Hotel Villa Fontane, Fontanestraße 4; Restaurant & Café Carlsburg, Burgstraße 9; Restaurant & Café Rosengarten, Karl-Marx-Straße 31.
Tipps
In Bad Freienwalde bietet sich ein Spaziergang zum königlichen Schloss und dem Teehäuschen im Schlosspark an. Hierher kam Königin Friderike Luise, die Gemahlin von Friedrich Wilhelm II. ab 1790 alljährlich für ein paar Wochen. Sie ließ sich einen Garten anlegen sowie einen Pavillon bauen – das so genannte »Teehäuschen«. Als sie Freienwalde zum Witwensitz auserkoren hatte, beauftragte sie 1798 den damals schon berühmten Landbaumeister David Gilly, an einem kleinen Höhenzug ein Landhaus zu errichten, das man etwas übertrieben »Schloss« nennt. Dieses klassizistische Bauwerk gehört zu einem Park, der zunächst im sentimentalen Stil des 18. Jh. mit Tempel, strohgedeckten Hütten und anderen Staffagen gestaltet wurde. Davon war allerdings vermutlich schon nichts mehr erhalten, als Peter Joseph Lenné von 1822 an eine Umgestaltung im landschaftlichen Stil vornahm. Von Bad Freienwalde lohnt sich ein Abstecher zum Schiffshebewerk Niederfinow. Es wurde zwischen 1927 und 1934 im Oder-Havel-Kanal gebaut und überwindet in 20 Min. ein Gefälle von 36 m. Großartig ist die Aussicht von der oberen Plattform auf eine Bilderbuchlandschaft der Eiszeit mit Pommerschen Endmoränen im Nordosten, dem Barnim im Süden und dem Niederoderbruch im Osten.
Unterkunft
Bad Freienwalde: Akzent-Hotel Eduardshof, Tel. 03344/413-0, Fax 03344/413-180, E-Mail: Hotel-Eduardshof@t-online.de, www.hotel-eduardshof.de. Hotel & Restaurant Zum Löwen, Tel. 03344/41660, Fax 03344/41666 6. Falkenberg: Hotel Villa Fontane, Tel. 033458/30380, Fax 033458/30381.
Tourismusbüro
Touristen-Information der Kur- und Fremdenverkehrs GmbH Bad Freienwalde, Karl-Marx-Straße 25, 16259 Bad Freienwalde, Tel. 03344/ 3402.

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