Von Bad Feilnbach über den Auerberg

Während der Ausflugsstrom Richtung Chiemsee oder Spitzingsee rauscht, bleibt die oberbayerische Bilderbuchgegend zwischen Miesbach und Feilnbach all jenen überlassen, die es beschaulicher mögen - mit schöner Landschaft, herrlichen Ausblicken, ungestörten Wanderungen und versteckten Kleinodien in Kultur und Gastronomie. (Autor: Armin Scheider)
8 km
205 m
2.00 h
Einkehr in Bad Feilnbach. Wer auch vor dieser Rundfahrt um das leibliche Wohl bemüht ist, hat u. a. zwei geeignete Einkehrmöglichkeiten. Markenzeichen des Hotelgasthofs Gundelsberg ist eine Aussichtsterrasse mit Blick auf Feilnbach und weit hinaus ins Alpenvorland. Ohne Aussicht, dafür aber mit behaglichem Biergarten und hervorragender bodenständiger Küche empfiehlt sich der altbayerische Gasthof Pfeiffenthaler. In den Topf kommen nur frische heimische Produkte und auf den Tisch neben Brotzeiten und Fleischgerichten auch sehr schmackhafte Vollwertgerichte. Radtour durch das Moos. Eine der schönsten und dennoch ruhig gebliebenen Gegenden des Alpenvorlandes ist die Moorregion östlich von Feilnbach. Ihr landschaftlicher Reiz und die vielerorts prächtige Aussicht lassen sich am besten auf einer kurzen Radtour erfassen. Wir starten am Rathaus, radeln die Wendelsteinstraße hinauf und auf dem Mühlweg hinaus. Dann geht es mit schönen Ausblicken auf das Moos über Altofing und Kutterling nach Derndorf und dort hinein in das eigentliche Moorgebiet. Hier rückt u. a. das Kaisermassiv ins Blickfeld. Die weitere Route über Groß- und Kleinholzhausen lässt sich aus der Übersichtskarte ersehen. Einkehren können Sie unterwegs beim Gasthof Neiderhell in Kleinholzhausen oder beim Mooshäusl. In Wiechs lohnt sich ein Blick in die noble kleine Landkirche. Die Länge der Strecke beträgt rund 20 Kilometer, Steigungen sind nur zwischen dem Ortszentrum und Altofing zu bewältigen. Maria Morgenstern in Lippertskirchen. Mit schönen landschaftlichen Eindrücken und dem guten Gefühl, auch etwas für die körperliche Fitness getan zu haben, starten wir die Autorundfahrt und gelangen wenig später nach Lippertskirchen. Das Dorf ist seit dem 14. Jh. Marienwallfahrt und seit dem 16. Jh. auch Schauplatz einer alljährlichen Leonhardiwallfahrt. Die Kirche besitzt neben anderer beachtlicher Ausstattung eine Altaranlage vom namhaften Barockbildhauer Joseph Götsch. Auf dem Hochaltar das Gnadenbild »Maria im Morgenstern« vom Ende des 15. Jh., eine sitzende Muttergottes mit Jesuskind. Aussichtsreiche Fahrt nach Niklasreuth. Weiter geht es nach Au, wo die Martinskirche von 1706 wiederum einen sehenswerten Barockraum bereithält, und von dort hinauf nach Niklasreuth. Mehrmals bieten sich dabei weite Ausblicke über das Hügelland nach Norden, das idyllische Dorf, das schon 1315 erwähnt wurde, liegt ja am Nordwestrand des Auerbergs. Wir fahren noch ein kurzes Stück über Sonnenreuth bis Effenstätt und stellen dort das Auto ab. Parkwandern zum Hocheck. Die Gegend nördlich von Hundham ist ein besonders schönes Fleckchen Erde! Parkähnliche Wiesenlandschaft, schmucke Höfe und Weiler und vielerorts reizvolle Aussicht auf Land und Berge. Und dennoch ziehen die Ausflugskarawanen daran vorbei in Richtung Spitzingsee und Bayrischzell. In dieser oberbayerischen Bilderbuchgegend verläuft die nächste Wanderung, die gewissermaßen Formen einer kleinen Bergwanderung annimmt. Die genaue Route zeigt die Karte links. Anzumerken ist noch, dass sich besonders zwischen Kuhberg und Schnellsried weite Ausblicke auftun. Der Abstecher zum Hocheck mit Gaststätte (Ruhetage Do und Fr), immerhin auf fast 700 Meter gelegen, ist hin und zurück 1,2 Kilometer lang. Die in früheren Jahren gerühmte Aussicht ist durch Bewachsung inzwischen ziemlich eingeschränkt. Der Rückweg vermittelt erneut hohen landschaftlichen Genuss, und wenn wir Effenstätt erreicht haben, liegen mit Abstecher Hocheck ca. 8,5 Kilometer hinter uns, einige davon recht steigungsbetont. Besuch auf dem Wiedenhof. Lassen Sie sich nach dieser herrlichen Wanderung entführen zu dem nur wenige Kilometer entfernt liegenden Wiedenhof, der zu den sehenswertesten Höfen in ganz Oberbayern gezählt wird. Sein Markenzeichen sind reiche Lüftlmalereien aus der zweiten Hälfte des 18. Jh. mit bäuerlichen und sakralen Motiven. Auf der Seitenwand sind u. a. Jesus, Maria und Josef als Großfiguren dargestellt. Der Hof steht unter Denkmalschutz. Bitte, halten Sie gebührenden Abstand und betreten Sie nicht ohne Erlaubnis das Grundstück. Man kann die Schönheit des Hofes sehr wohl von außen erfassen und bewundern. Wie Sie zu dem Hof kommen, entnehmen Sie bitte der Übersichtskarte. Abstecher zum Stadlberg. Als letztes Ausflugsziel steht noch der Stadlberg auf dem Programm, die Anhöhe südöstlich von Miesbach, die schöne Fernsicht besonders über das Leitzachtal hinweg nach Osten und in Richtung Wendelstein bietet, weiter vorne aber auch auf die Stadt Miesbach. Dazu fährt man vom Wiedenhof zurück zur Hauptstraße und dann links nach Wörnsmühl. Von dort geht es auf der Straße Richtung Hausham hinauf und schnurstracks nach Westen. Ungefähr vier Kilometer weiter muss man aufpassen - Rechts führt ein schmales Sträßchen hoch zum Weiler Hof, dem wir folgen. In Hof parken wir und bewältigen den letzten steilen Kilometer zu Fuß. Wer in diesen luftigen Höhen gerne einkehren möchte, geht an der ersten Gehöftegruppe noch 500 Meter nach Westen hinunter, vorbei an dem großen überdachten Holzkruzifix, und kommt zum urigen Stadlbergstüberl. Zu beachten ist allerdings, dass Dienstag und Mittwoch Ruhetage sind.

Länge - Autoroute ca. 25 km (Feilnbach-Hof/Stadlberg) Radtour ca. 20 km Wanderung ca. 8,5 km

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied205 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktOrtsmitte Bad Feilnbach Anfahrt auf A 8 oder über Aying und Bad Aibling Bahnverbindung - keine
TourencharakterWährend der Ausflugsstrom Richtung Chiemsee oder Spitzingsee rauscht, bleibt die oberbayerische Bilderbuchgegend zwischen Miesbach und Feilnbach all jenen überlassen, die es beschaulicher mögen - mit schöner Landschaft, herrlichen Ausblicken, ungestörten Wanderungen und versteckten Kleinodien in Kultur und Gastronomie.
Beste Jahreszeit
GastronomieBad Feilnbach Gasthof Pfeiffenthaler Biergarten, kein Ruhetag Gasthaus Gundelsberg Terrasse, Mo Ruhetag Café Moosmühle Garten, Fr Ruhetag Gasthaus Hocheck Terrasse, Do/Fr Ruhetage Wörnsmühl Gasthaus Sommerkeller Terrasse, Mo/Di Ruhetage
Tourismusbüro
Bad Feilnbach Tel. 0 80 66/14 44 www.bad-feilnbach.de Niklasreuth Tel. 0 80 62/70 39-0 (über Irschenberg) www.niklasreuth.de
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